Der Thermomix ist kein Entsafter. Er püriert, mixt, zerkleinert, aber echtes Entsaften mit Trennung von Saft und Trester gehört nicht zu seinen Kernfunktionen. Wer regelmäßig größere Mengen Saft machen will, braucht ein zusätzliches Gerät oder Modul. Wir zeigen, welche Optionen sinnvoll sind und wann sich was lohnt.
Was der Thermomix selbst entsaften kann
Der Thermomix kann Obst und Gemüse pürieren und durch ein Sieb oder Passiertuch pressen. Das funktioniert für kleine Mengen, ist aber mühsam und ineffizient. Für Beeren oder weiche Früchte reicht es, für harte Sorten wie Karotten oder Äpfel wird es Arbeit. Wer mehr als 2 bis 3 Gläser Saft braucht, stößt schnell an Grenzen.
MixFino Dampfentsafter-Modul im Test
Das MixFino Modul verwandelt den Thermomix in einen Dampfentsafter. Du füllst Früchte in den Aufsatz, der Thermomix erzeugt Dampf, der Saft tropft in einen Auffangbehälter. Das Prinzip ist einfach und funktioniert zuverlässig.
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Vorteil: Große Mengen auf einmal verarbeiten, ideal für Ernte oder Vorrat. Der Saft ist haltbar, weil er durch Hitze konserviert wird. Kein Vorschneiden nötig, ganze Äpfel oder Beeren landen direkt im Modul.
Nachteil: Hitze zerstört hitzeempfindliche Vitamine. Für frischen Rohsaft mit maximaler Nährstoffdichte ist Dampfentsaften nicht optimal. Das Modul braucht Platz, muss gereinigt werden und kostet rund 70 bis 90 Euro.
Für wen sinnvoll: Wer regelmäßig Äpfel, Birnen, Beeren oder Holunder entsaften will und Vorrat anlegt. Besonders praktisch zur Erntezeit oder für größere Familien.
Slow-Juicer als Alternative
Ein Slow-Juicer presst Obst und Gemüse kalt aus. Die Saftausbeute ist höher als beim Dampfentsaften, Vitamine und Enzyme bleiben erhalten. Geräte wie der Hurom oder Kuvings kosten zwischen 200 und 400 Euro, arbeiten leise und liefern klaren, nährstoffreichen Saft.
Vorteil: Rohsaft mit voller Vitamin- und Enzympower. Auch für Blattgrün wie Spinat oder Kräuter geeignet. Funktioniert komplett unabhängig vom Thermomix.
Nachteil: Teurer, braucht extra Stauraum, muss ebenfalls gereinigt werden. Für große Mengen dauert es länger als mit Dampfentsafter.
Für wen sinnvoll: Wer täglich frischen Saft trinkt, Wert auf rohe Nährstoffe legt und bereit ist, in ein zweites Gerät zu investieren.
Was wir empfehlen
Für gelegentliches Entsaften kleiner Mengen reicht der Thermomix mit Sieb oder Passiertuch. Wer regelmäßig große Mengen Saft aus Ernte macht und Vorrat anlegt, fährt mit dem MixFino Dampfentsafter-Modul gut. Es ist günstiger als ein Slow-Juicer und nutzt den vorhandenen Thermomix als Hitzequelle.
Wer täglich frischen Rohsaft will und Wert auf maximale Nährstoffdichte legt, sollte in einen separaten Slow-Juicer investieren. Der Thermomix bleibt dann für seine Kernaufgaben frei: Kochen, Backen, Zerkleinern.
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