Wir kochen seit Jahren mit Thermomix und kennen das Gerät aus dem Effeff. Hier teilen wir, was wirklich zählt, ohne Marketing-Sprech.
Was der Thermomix anders macht als andere Küchenmaschinen
Der Thermomix kombiniert Wiegen, Mixen, Dampfgaren und Kochen in einem Gerät. Das klingt erst mal nach Standard-Multifunktion. Der Unterschied liegt im Detail: Während andere Küchenmaschinen Aufgaben nacheinander erledigen, kann der Thermomix mehrere Prozesse parallel steuern. Im Varoma gart Gemüse, im Mixtopf kocht gleichzeitig die Soße. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch den Abwasch auf ein Minimum.
Die integrierte Waage entfällt die Messtassen. Zutaten direkt in den Mixtopf geben, Nullstellung drücken, fertig. Das macht Rezepte präziser und schneller umsetzbar. Kein Umfüllen, kein Schätzen.
TM7, TM6, TM5 und TM31 im Vergleich
Der TM31 (2004,2014) ist das Basismodell. Maximal 100 °C, kein automatisches Wiegen während des Mixens, keine Vernetzung. Für klassische Thermomix-Rezepte ausreichend, aber technisch veraltet.
Der TM5 (2014,2019) bringt höhere Temperaturen (bis Varoma-Stufe), einen größeren Touchscreen und die erste Cookidoo-Anbindung. Viele unserer Rezepte sind auf diesem Modell entwickelt worden.
Der TM6 (seit 2019) kann zusätzlich anbraten (120 °C), fermentieren, sous-vide garen und hat eine erweiterte Rezeptführung. Die Anbraten-Funktion ist der größte Sprung seit dem TM5. Wer Risotto, karamellisierte Zwiebeln oder gebräunte Butter im Thermomix machen will, braucht mindestens den TM6.
Der TM7 (seit 2024) erweitert die Bedienoberfläche, fügt eine integrierte Kamera und weitere App-Features hinzu. Funktional bleibt er nah am TM6. Für die meisten Kochaufgaben macht der TM6 noch ausreichend Sinn.
Funktionen, die wirklich zählen
Wiegen während des Mixens: Ab TM5 misst das Gerät Zutaten, während der Motor läuft. Das beschleunigt Teigrezepte erheblich.
Varoma-Garen: Schonende Dampfgar-Methode für Gemüse, Fisch und Fleisch. Läuft parallel zum Mixtopf, ohne extra Topf auf dem Herd.
Anbraten (ab TM6): 120 °C ermöglichen Röstaromen. Zwiebeln, Speck, Risotto-Reis, alles direkt im Mixtopf, bevor die Flüssigkeit dazukommt.
Linkslauf: Rührt ohne zu zerkleinern. Wichtig für Eintöpfe, Kompott, Babybrei. Ohne Linkslauf wird aus Kartoffelsuppe Kartoffelbrei.
Cookidoo und vernetzte Rezepte
Cookidoo ist die Rezept-Plattform von Vorwerk. Über 90.000 Rezepte, geführte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, automatische Einkaufslisten. Das Abo kostet jährlich und ist ab TM5 nutzbar.
Wir nutzen Cookidoo selektiv. Für Standardrezepte wie Brot, Suppen oder Desserts haben wir eigene Rezepte entwickelt, die wir anpassen können. Cookidoo ist stark bei speziellen internationalen Gerichten oder wenn du einfach durchklicken willst, ohne selbst zu planen.
Die Abhängigkeit vom Abo ist ein Nachteil. Ohne Cookidoo bleiben dir nur manuell eingegebene Rezepte oder externe Quellen wie unsere.
Was er nicht kann (ehrlich)
Der Thermomix ist kein Alleskönner. Brotbacken geht, aber ein guter Standmixer mit Knethaken ist schneller und gründlicher beim Teig. Eischnee wird im Thermomix nicht steif genug für Baiser oder Soufflés. Große Mengen sind limitiert, der Mixtopf fasst 2,2 Liter, für Familienkochen ab 6 Personen wird es eng.
Anbraten funktioniert nur begrenzt. Für kross gebratenes Fleisch reicht die Hitze nicht. Wer Steaks oder Bratkartoffeln will, braucht weiterhin eine Pfanne.
Der Preis ist hoch. Über 1.400 Euro für den TM6, dazu Cookidoo-Abo. Das lohnt sich nur, wenn du regelmäßig kochst und den Zeitgewinn durch Parallelverarbeitung wirklich nutzt.
Unsere Thermomix-Rezepte
Hier findest du alle Rezepte, die wir speziell für den Thermomix entwickelt haben:
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