Hausbrot aus dem Thermomix backen wir seit Jahren mindestens zweimal pro Woche. Ein ganzer Würfel Hefe auf 1 kg Mehl verkürzt die Ruhezeit auf 75 Minuten. Das passt in jeden Alltag.

Die 3 Minuten bei 37 °C mit nur 50 g Wasser aktivieren die Hefe vollständig, bevor das Mehl dazukommt. Dadurch wird der Teig gleichmäßiger durchdrungen und die hohe Hefemenge kann ihre Arbeit in nur 75 Minuten leisten, statt der üblichen 2 bis 3 Stunden bei weniger Hefe. Ohne diesen Vorlauf bleibt die Hefe ungleichmäßig verteilt und der Teig geht fleckig auf.
Warum Weizen Type 1050 und Roggen Type 1150
Die Mehlmischung aus 700 g Weizenmehl Type 1050 und 300 g Roggenmehl Type 1150 ergibt ein klassisches Mischbrot. Das Weizenmehl liefert Gluten für die Struktur, das Roggenmehl gibt Biss und hält das Brot länger frisch. Type 1050 und 1150 sind höher ausgemahlen als helles Mehl, haben mehr Mineralstoffe und schmecken kräftiger. Wer nur Type 405 oder 550 im Haus hat, kann damit backen, aber das Brot wird heller und weniger aromatisch.

5 Minuten Knetstufe reichen für glattes Gluten
Nach dem Hefe-Vorlauf kommen alle Mehlsorten, das restliche Wasser und das Brotgewürz in den Mixtopf. 5 Minuten auf Knetstufe kneten den Teig zu einer glatten Masse. Das Gluten im Weizenmehl vernetzt sich vollständig, der Teig wird elastisch und lässt sich später gut formen. Kürzer kneten bedeutet unvollständiges Gluten, der Teig reißt beim Formen. Länger kneten bringt nichts, die Vernetzung ist nach 5 Minuten abgeschlossen.
Nach dem Kneten im Thermomix den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen noch einmal kräftig durchkneten. Falls der Teig zu weich ist, etwas Mehl darunter mischen. Der Teig sollte eine noch leicht klebrige Konsistenz haben. Zu viel Mehl macht das Brot trocken, zu wenig lässt den Teig zerfließen.
75 Minuten Ruhezeit in zwei Phasen
Der Teig muss insgesamt 75 Minuten gehen: erst 60 Minuten in der Schüssel, dann 15 Minuten nach dem Formen auf dem Backblech. In der ersten Phase verdoppelt sich das Volumen, die Hefe produziert CO₂ und lockert den Teig. Wir decken den Teig mit einem feuchten Küchentuch ab, damit er nicht austrocknet. Ein warmer Ort beschleunigt das Gehen, aber nicht über 30 °C, sonst stirbt die Hefe.
Nach 60 Minuten den Teig mit bemehlten Händen etwas durchkneten, in zwei Hälften teilen und runde oder ovale Brotlaibe formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und weitere 15 Minuten gehen lassen. Wer mehr Zeit hat, kann die Hefemenge auf einen Viertelwürfel reduzieren, muss dann aber die Ruhezeit auf mindestens 3 Stunden erhöhen.
Dampf und Zwei-Phasen-Backen für Kruste
Backofen auf 230 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein hitzebeständiges Gefäß, zum Beispiel eine Fettpfanne, mit Wasser füllen und auf den Boden des Backofens stellen. Der Dampf hält die Oberfläche der Brote feucht, die Kruste kann sich gleichmäßig entwickeln und reißt nicht unkontrolliert auf.
Die Brote vor dem Backen mit einem scharfen Messer einschneiden und mit etwas Mehl bestäuben. Die Einschnitte lenken, wo das Brot aufreißt, das Mehl gibt eine rustikale Optik. Die Brote 15 Minuten bei 230 °C backen, dann die Temperatur auf 200 °C reduzieren und weitere 30 Minuten fertig backen. Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.
Joghurt, Buttermilch oder Molke statt Wasser
Statt der 670 g Wasser kannst du bis zu 200 g durch Joghurt, Buttermilch oder Molke ersetzen. Das macht das Brot saftiger und gibt eine leicht säuerliche Note. Die Säure in Buttermilch und Joghurt reagiert mit dem Gluten und macht den Teig weicher. Bei Molke bleibt der Teig fester, das Brot wird dichter. Die restlichen 470 g müssen Wasser bleiben, sonst wird der Teig zu trocken.
Brot aufbewahren und einfrieren
Das Brot nach dem Backen vollständig auskühlen lassen, bevor du es anschneidest. Angeschnittenes Brot in einem Brotkasten oder in einem Leinenbeutel aufbewahren, nicht in Plastik. Im Kühlschrank trocknet Brot aus, bei Raumtemperatur hält es sich 4 bis 5 Tage. Einfrieren funktioniert: das Brot in Scheiben schneiden, in Gefrierbeutel packen und bei −18 °C lagern. Einzelne Scheiben im Toaster auftauen und rösten.
Verwandte Rezepte: Dinkelbrötchen, Dinkelbaguette, Chia-Brot.

Leckeres Hausbrot (Mischbrot) aus dem Thermomix®
Zutaten
Anleitungen
- Hefe, 50 g Wasser und Salz in den Mixtopf geben und 3 Minuten/37 °C/Stufe 1 erwärmen.1 Würfel Hefe, 670 g Wasser, 2 TL Salz
- Weizenmehl, Roggenmehl, 630 g Wasser und Brotgewürz in den Mixtopf geben und 5 Minuten/Knetstufe zu einem glatten Teig kneten.700 g Weizenmehl Type 1050, 300 g Roggenmehl Type 1150, 2 TL Brotgewürz
- Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen noch mal kräftig durchkneten. Falls der Teig zu weich ist, noch ein bisschen Mehl darunter mischen. Der Teig sollte eine noch leicht klebrige Konsistenz haben.
- Teig mit einem feuchten Küchentuch abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig etwa verdoppelt hat.
- Teig mit bemehlten Händen etwas durchkneten, in zwei Hälften teilen, runde oder ovale Brotlaibe formen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und 15 Minuten gehen lassen.
- Backofen auf 230 °C Ober und Unterhitze vorheizen.
- Brote einschneiden und mit etwas Mehl bestäuben.
- Ein hitzebeständiges Gefäß (z. B. Fettpfanne) mit Wasser füllen und auf den Boden des Backofens stellen. Brote auf der mittleren Schiene des Backofens 15 Minuten backen, dann Temperatur auf 200 °C reduzieren und 30 Minuten fertig backen.
- Das Brot ist fertig, wenn es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.















ich mahce immer andere brote dieses hier war gestern dran und hat allen geschmeckt bin gespannt welches es als nchstes gibt