Kohlrabi-Radieschen-Apfel-Salat ist bei uns der Standard-Rohkostsalat im Frühling und Sommer. Wir machen ihn seit Jahren mindestens einmal pro Woche. Der Trick: Kohlrabi und Radieschen werden auf Stufe 4 zerkleinert, die Frühlingszwiebel separat auf Linkslauf Stufe 3 nur gemischt. Alles andere wird matschig.

Rohkostsalate leben von der Konsistenz. Zu grob geschnitten bleiben sie faserig und sperrig. Zu fein gehackt werden sie wässrig und verlieren Biss. Der Thermomix® löst das mit zwei getrennten Durchgängen: erst die harten Zutaten auf Stufe 4, dann die weichen auf Linkslauf Stufe 3.
Warum Kohlrabi und Radieschen getrennt von der Frühlingszwiebel
Kohlrabi hat eine feste Struktur. Radieschen sind härter als die meisten denken. Beide brauchen Stufe 4 für sechs Sekunden, um auf die richtige Größe zu kommen. Gleichmäßige Stücke von etwa drei bis vier Millimeter, kein Mus.
Frühlingszwiebeln sind weicher. Auf Stufe 4 werden sie zerfetzt und geben sofort Wasser ab. Der Salat wird suppig. Deshalb kommen sie erst im zweiten Schritt dazu, nur fünf Sekunden auf Linkslauf Stufe 3. Das mischt sie unter, ohne die Struktur zu zerstören.

Der Apfel ist kein Füllstoff
Viele Rohkostsalate verwenden Apfel als billiges Volumen. Hier hat er eine konkrete Aufgabe: Die Fruchtsäure balanciert die erdige Schärfe der Radieschen und das mineralische Aroma des Kohlrabis. Ohne Apfel schmeckt der Salat flach und einseitig herb.
Welche Sorte? Wir nehmen meistens Elstar oder Jonagold. Beide haben genug Säure und bleiben nach dem Zerkleinern stabil. Zu süße Sorten wie Golden Delicious machen den Salat zu mild. Zu saure wie Boskoop überdecken die Radieschen.
Walnüsse direkt mit zerkleinern
Die Walnüsse kommen roh in den Mixtopf. Sechs Sekunden auf Stufe 4 hacken sie auf die richtige Größe und setzen gleichzeitig ätherische Öle frei. Das gibt dem Salat eine nussige Tiefe, die mit vorgehackten Nüssen nicht entsteht. Außerdem binden die Nuss-Bruchstücke das Dressing besser als große Stücke.
Wenn du keine Walnüsse magst oder verträgst, funktionieren Kürbiskerne genauso. Mandeln nicht, die werden zu mehlig.

Apfelessig und Olivenöl mixen sich selbst ein
Dressing anrühren ist überflüssig. Essig und Öl kommen direkt in den Mixtopf zu den Gemüsestücken. Die Messerbewegung auf Stufe 4 verteilt beides gleichmäßig. Das Ergebnis ist ein leicht emulgiertes Dressing, das an den Gemüsestücken haftet statt auf den Boden der Schüssel zu laufen.
Wichtig: Apfelessig, nicht Balsamico oder Weißweinessig. Die milde Fruchtsäure passt zum Apfel und überdeckt die Radieschen nicht. Balsamico macht den Salat dunkel und zu süß, Weißweinessig zu scharf.
Oregano frisch, nicht getrocknet
Ein Stiel frischer Oregano gibt dem Salat eine mediterrane Note, die gut zum Olivenöl passt. Getrockneter Oregano ist zu dominant und schmeckt nach Pizza. Frischer Oregano bleibt dezent im Hintergrund und hebt die anderen Aromen, ohne sich vorzudrängen.
Wenn du keinen frischen Oregano bekommst, lass ihn weg. Petersilie oder Schnittlauch funktionieren nicht als Ersatz, die bringen ganz andere Aromen.

Wie lange hält sich der Salat
Frisch gemacht schmeckt er am besten, aber durchgezogen im Kühlschrank funktioniert er bis zum nächsten Tag. Länger nicht, weil Kohlrabi und Radieschen anfangen, Wasser zu ziehen. Der Salat wird wässrig und verliert Biss.
Wenn du ihn vorbereiten willst, mach ihn maximal vier Stunden vorher und stell ihn abgedeckt kalt. Direkt nach dem Zerkleinern ist er noch knackig, aber das Dressing braucht etwas Zeit, um einzuziehen.
Wozu passt der Salat
Wir servieren ihn als Beilage zu gegrilltem Fleisch oder Fisch, vor allem im Sommer. Die kühle, knackige Konsistenz ist ein guter Kontrast zu warmem Gegrilltem. Er funktioniert auch als leichtes Mittagessen, dann mit etwas Brot dazu.
Als Meal-Prep für die Arbeit ist er weniger geeignet, weil er schnell wässrig wird. Für Grillpartys ideal, weil er nicht schwer im Magen liegt und sich gut vorbereiten lässt.
Weitere Salate aus dem Thermomix®: Bayrischer Wurstsalat, Kartoffelsalat, Coleslaw.

Kohlrabi-Radieschen-Apfel Salat aus dem Thermomix®
Zutaten
- 400 g Kohlrabi
- 1 Bund Radieschen
- 1 Apfel
- 1 Stiel Oregano
- 1 Frühlingszwiebel
- 40 g Walnusskerne *
- 1 TL Salz *
- 1/2 TL weißer Pfeffer *
- 20 g Apfelessig
- 20 g Olivenöl *
Anleitungen
- Kohlrabi schälen und in Stücke schneiden. Radieschen waschen, Strunk entfernen und halbieren. Apfel waschen, vierteln und Kernhaus und Strunk entfernen. Oregano waschen und Blätter abzupfen. Alles mit Walnüssen, Salz, Pfeffer, Essig und Öl in den Mixtopf geben und mit Hilfe des Spatels 6 Sekunden/Stufe 4 zerkleinern.400 g Kohlrabi, 1 Bund Radieschen, 1 Apfel, 1 Stiel Oregano, 40 g Walnusskerne, 1 TL Salz, 1/2 TL weißer Pfeffer, 20 g Apfelessig, 20 g Olivenöl
- Frühlingszwiebel waschen, putzen in Ringe schneiden, in den Mixtopf geben und 5 Sekunden/Linkslauf/Stufe 3 mischen.1 Frühlingszwiebel










Ich hab noch Birne mit rein, ich liebe die Kombination aus Birne und Walnuss. Dem ist dann aber wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Lecker!