Der Thermomix® TM7® ist seit April 2025 auf dem Markt und hat im September 2025 ein größeres Software-Update bekommen. Inzwischen ist gut ein Jahr vergangen, der Cookidoo® Assistant rollt gerade in Deutschland aus und Vorwerk läuft mit einer Sonderaktion bis Ende Mai. Wir fassen zusammen, was sich beim TM7 wirklich getan hat und für wen sich der Wechsel vom TM6® lohnt.

Was den TM7 vom TM6 unterscheidet
Das Gerät ist optisch und technisch ein deutlicher Schritt nach vorn. Wir sehen den größten Unterschied im 10-Zoll-Multi-Touch-Display, das nicht nur größer, sondern auch klarer strukturiert ist. Das Grundgerät kommt flach in mattem Schwarz, der Mixtopf ist in eine schwarze Isolierung gehüllt. Vorwerk gibt an, dass dadurch mehr recycelte Materialien verbaut werden konnten.
Spürbar in der Praxis sind drei Dinge:
- 30 Modi und Funktionen insgesamt. Der TM6 hatte deutlich weniger, was sich vor allem beim manuellen Kochen bemerkbar macht.
- Offenes Kochen ohne Mixtopfdeckel ist neu. Damit ist Anbraten bis 160 °C als eigener Modus möglich, was beim TM6 nur über Umwege ging.
- Leiseste Generation: Vorwerk bezeichnet den Motor als den leisesten in der Firmengeschichte. Vor allem beim Zerkleinern ist der Unterschied hörbar.
Dazu kommen ein größerer Varoma®, ein neu konzipierter Spatel mit integriertem Messerdreher und Gleiter am Grundgerät zum bequemen Verschieben. Das klingt nach Details, macht im Alltag aber den Unterschied zwischen „Gerät rausziehen“ und „Gerät bleibt einfach stehen“.
Das September-Update hat drei Funktionen gebracht
Am 4. September 2025 hat Vorwerk ein größeres Software-Update für den TM7 ausgerollt. Wer einen TM7 hat, bekommt drei spürbare Funktionen ohne Aufpreis:
- Live-Kochfortschritt aufs Smartphone. Die Cookidoo-App zeigt in Echtzeit, wo das Rezept gerade steht, und sendet Push-Benachrichtigungen wenn ein Schritt ansteht. Wir müssen also nicht mehr neben dem Gerät stehen.
- 1-Klick-Rezept-Transfer. Bisher musste ein Rezept aus der Cookidoo-App erst in den Wochenplaner. Jetzt geht es direkt vom Handy aufs TM7-Display.
- Zutaten-Voreinstellungen beim manuellen Kochen. Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und andere Standard-Zutaten sind mit vordefinierten Zeit- und Stufenwerten hinterlegt. Wer manuell kocht, muss die Werte nicht mehr selbst setzen.
Wichtig für alle, die noch einen TM6 haben: Das Update ist TM7-exklusiv, aber Vorwerk hat bestätigt, dass der TM6 weiterhin Cookidoo-Updates und Sicherheits-Patches erhält. Der TM6 wird also nicht abgehängt.
Cookidoo Assistant: die KI-Funktion startet gerade
Parallel zum Update hat Vorwerk den Cookidoo® Assistant vorgestellt. Das ist eine KI-Funktion, die gesprochene und geschriebene Sprache versteht. Wir können den Assistenten fragen, was wir aus Hühnchen, Reis und Karotten machen können, und bekommen passende Cookidoo-Rezepte vorgeschlagen.
Der Rollout läuft aktuell in Deutschland als Early-Access mit ausgewählten Thermomix-Repräsentanten. Weitere europäische Märkte folgen schrittweise, ein konkretes Datum für die breite Freigabe nennt Vorwerk noch nicht. In ersten Berichten von ifun.de wird die Funktion als „wie GPT in der App, ohne erweiterte Sprachsteuerungs-Features“ beschrieben. Das ist ehrlich gesagt eine realistische Einschätzung: Der Assistant ist ein Komfort-Tool, kein KI-Wunder.
Zu beachten: Der Cookidoo-Zugang kostet weiterhin 60 Euro pro Jahr. Wer kein Abo hat, kann den Assistant nicht nutzen.
Preis, Aktion und wo wir den TM7 bekommen
Die UVP liegt bei 1.549 Euro. Verkauft wird der TM7 ausschließlich über Vorwerk und seine Repräsentanten, klassischen Einzelhandel gibt es nicht. Wer reduziert kaufen will, bleibt also auf gebrauchte Geräte oder die TM6-ReNewed-Linie angewiesen.
Bis zum 25. Mai 2026 läuft eine Vorwerk-Aktion: Beim Kauf des TM7 gibt es den Gemüse Styler mit Spiralschneider und das Magazin-Sonderheft Longevity kostenlos dazu. Wer ohnehin gerade vor dem Kauf steht, sollte das mitnehmen.
Lohnt der Umstieg vom TM6 auf den TM7?
Das ist die Frage, die wir aus der Community am häufigsten hören. Unsere ehrliche Einschätzung: Wer einen TM6 hat und damit zufrieden ist, muss nicht wechseln. Der TM6 bekommt weiter Cookidoo-Updates, die Rezept-Bibliothek ist dieselbe und die Kerntechnik funktioniert. Der TM7 ist besser, aber nicht zwingend so viel besser, dass sich 1.549 Euro Aufpreis rechnen.
Wer dagegen neu kauft, sollte zum TM7 greifen. Das größere Display, die leiseren Geräusche, das offene Kochen und die neuen Software-Funktionen rechtfertigen den Preis im Direktvergleich zum TM6 ReNewed deutlich. Und wer zwischen TM7 und einer Konkurrenz-Maschine wie dem Bosch Cookit schwankt: Die Cookidoo-Bibliothek mit rund 100.000 gefilterten Rezepten bleibt das Killerargument für Vorwerk.
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