Käsespätzle aus dem Thermomix® funktionieren nur mit einem Trick: Der Teig muss deutlich weicher sein als bei handgeschabten Spätzle. 200 g Mineralwasser auf 500 g Mehl machen den Unterschied zwischen einem Teig, der durch die Spätzlepresse gleitet, und einem, der stecken bleibt.
Wir machen Käsespätzle mindestens einmal im Monat. Der Thermomix® knetet den Teig in 3 Minuten auf Teigstufe, sodass keine Klumpen bleiben. Die Konsistenz muss so sein, dass der Teig langsam vom Spatel tropft, nicht reißt.
Warum Mineralwasser statt Leitungswasser
Die Kohlensäure im Mineralwasser lockert den Teig auf. Wir geben 200 g auf 500 g Mehl und 5 Eier. Das macht die Spätzle luftiger als mit stillem Wasser. Der Unterschied zeigt sich beim Biss: Die Spätzle bleiben innen weich, bekommen aber außen im Salzwasser eine feste Hülle.
Leitungswasser funktioniert auch, aber die Spätzle werden dann dichter und schwerer. Wenn du nur Leitungswasser hast, gib 20 bis 30 g mehr dazu, damit der Teig nicht zu fest wird.
Bergkäse und Greyerzer: die Schmelz-Kombination
Wir verwenden je 250 g Bergkäse und Greyerzer. Beide Sorten schmelzen gut und ziehen keine Fäden wie junger Gouda. Der Bergkäse bringt die nussige Note, der Greyerzer die Würze. Wir zerkleinern beide getrennt auf Stufe 8 für 5 Sekunden, weil 500 g Käse auf einmal den Mixtopf überlasten würden.
Andere Sorten wie Emmentaler oder alter Gouda gehen auch, aber der Käse muss mindestens 6 Monate gereift sein. Junger Käse wird beim Schmelzen schmierig und trennt sich von den Spätzle.
Spätzlepresse oder Varoma-Einlegeboden
Eine klassische Spätzlepresse mit großen Löchern macht gleichmäßige, dicke Spätzle. Der Teig muss dafür weich genug sein, dass er ohne Druck durchfließt. Wenn du keine Presse hast, funktioniert der Varoma-Einlegeboden: Teig darauf verteilen und mit dem Spatel durchschaben. Dafür brauchst du etwa 50 g mehr Mineralwasser, damit der Teig dünnflüssiger wird.
Wir arbeiten immer portionsweise. Eine volle Presse auf einmal ins Wasser, dann die nächste. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen (nach etwa 2 Minuten), sind sie fertig und werden abgeschöpft.
Zwiebeln mit Mehl bestäuben, nicht ohne
Die Zwiebelringe werden in Mehl gewendet, bevor sie in die Pfanne kommen. Das Mehl saugt die Feuchtigkeit aus den Zwiebeln und sorgt dafür, dass sie beim Braten knusprig werden statt weich zu bleiben. Ohne Mehl brennen die Zwiebeln an oder karamellisieren nur außen.
Wir schneiden die Zwiebeln in dünne Ringe (etwa 3 mm), bestäuben sie großzügig mit Mehl und braten sie in heißem Butterschmalz goldbraun. Das dauert 8 bis 10 Minuten bei mittlerer Hitze.
Schichten im Ofen: Käse zwischen die Spätzle
Die Käsespätzle werden im Ofen geschichtet: Erst eine Lage Spätzle, dann Käse, dann wieder Spätzle, dann wieder Käse. Die letzte Schicht ist immer Käse. Bei 180 °C Ober- und Unterhitze 15 Minuten auf mittlerer Schiene. Der Käse muss komplett geschmolzen sein und an der Oberfläche leicht bräunen.
Wenn du die Käsespätzle direkt nach dem Abschöpfen mit Käse mischt und servierst (ohne Ofen), bleibt der Käse in Stücken. Der Ofen sorgt dafür, dass alles zusammenschmilzt.
Salzwasser: genug Salz, genug Wasser
Das Wasser für die Spätzle muss so salzig sein wie Nudelwasser. Wir geben etwa 1 EL Salz auf 2 Liter Wasser. Wenn du zu wenig Wasser nimmst, sinkt die Temperatur beim Einlegen des Teigs zu stark ab. Die Spätzle kleben dann zusammen und werden matschig.
Ein großer Topf (mindestens 4 Liter) ist Pflicht. Die Spätzle brauchen Platz, um zu schwimmen.
Reste am Folgetag
Ungekochte Spätzle halten sich im Kühlschrank 1 Tag. Gekochte Spätzle halten sich 3 Tage in einer verschlossenen Dose. Einfrieren funktioniert nach dem Kochen: Die Spätzle auf einem Blech einzeln einfrieren, dann in einen Gefrierbeutel geben. Beim Aufwärmen direkt aus dem Gefrierfach in kochendes Wasser geben.
Fertige Käsespätzle mit Zwiebeln halten sich im Kühlschrank 2 Tage. Beim Aufwärmen im Ofen bei 160 °C etwa 10 Minuten.
Käsespätzle aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 8 ✓
- 250 g Bergkäse
- 250 g Greyerzer Käse
- 500 g Mehl, Type 405 + etwas mehr für die Zwiebeln
- 5 Ei
- 1 TL Salz
- 200 g Mineralwasser
- 2 Zwiebel
- etwas Butterschmalz
Anleitung 0 / 9
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1
Käse in Stücke schneiden, in zwei Portionen in den Mixtopf geben, jeweils 5 Sekunden/Stufe 8 zerkleinern und beiseite geben.
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2
Wasser mit Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen.
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3
Mehl, Eier, Salz und Mineralwasser in den Mixtopf geben und 3 Minuten/Teigstufe kneten.
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4
Inzwischen Zwiebeln abziehen, in Ringe schneiden und mit Mehl bestäuben. Auflaufform einfetten.
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5
Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
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6
Teig in eine Spätzlepresse füllen und portionsweise ins kochende Wasser drücken. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, abschöpfen.
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7
Spätzle und Käse abwechselnd in die Auflaufform schichten und auf mittlerer Schiene 15 Minuten überbacken.
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8
Inzwischen Zwiebeln in einer heißen Pfanne mit etwas Butterschmalz goldbraun braten.
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9
Spätzle auf Tellern anrichten und mit gerösteten Zwiebeln servieren.
Tipp: Wenn du keine Spätzlepresse hast, kannst du auch den Varoma-Einlegeboden verwenden und den Teig durchschaben. Der Teig sollte allerdings relativ flüssig sein.






