Bärlauch hat im Jahr genau sechs Wochen. Von Mitte April bis Ende Mai, dann ist die Saison vorbei. Wer die Bärlauchbutter aus dem Thermomix® jetzt macht und portionsweise einfriert, hat noch im August frisches Bärlauch-Aroma auf dem Brot.

Die Mengen stehen in der Rezeptkarte. Was dort nicht steht: Der Thermomix® hackt die Kräuter auf Stufe 10 in 6 Sekunden fein genug, dass sich alles gleichmäßig mit der Butter verbindet. Von Hand geht das auch, aber nie so gleichmäßig. Wer die Butter später einfriert, merkt den Unterschied. Zu grob gehackte Kräuter werden beim Auftauen wässrig und laugen aus. Im Thermomix® werden sie fein genug, dass die Butter die Aromen hält.
Zimmerwarm ist kein Detail
Der entscheidende Punkt bei Kräuterbutter ist die Buttertemperatur. Wir nehmen die Butter immer mindestens eine Stunde vor dem Mixen aus dem Kühlschrank. Zu kalte Butter verbindet sich nicht richtig mit den Kräutern: Die grünen Stücke bleiben sichtbar statt homogen verteilt. Das Ergebnis schmiert sich schlecht und schmeckt ungleichmäßig. Zimmerwarm bedeutet: Du drückst mit dem Finger leicht rein und hinterlässt einen Abdruck, aber die Butter läuft noch nicht weg.
Wir mischen die Butter in zwei Durchgängen. Das reicht. Länger mischen macht die Butter cremig-weich, aber der Bärlauch-Geschmack wird dabei milder, weil die ätherischen Öle durch Wärme verloren gehen. Die genauen Einstellungen stehen in der Rezeptkarte.

Einfrieren: so bleibt der April-Bärlauch bis Herbst
Butter ist ein gutes Konservierungsmedium für Kräuter. Die Fettsäuren schützen die Aromastoffe vor Oxidation, besser als Öl oder Salz allein. Wir rollen die fertige Bärlauchbutter in Frischhaltefolie zu einer Rolle, frieren sie ein und schneiden dann einzelne Scheiben ab. Im Tiefkühler hält sie drei Monate, die Qualität bleibt gut. Eine Scheibe direkt auf heißem Steak oder Gemüse aus dem Varoma: Der Bärlauch schmilzt auf und gibt das Aroma gleichmäßig ab.
Wenn du die Butter nicht einfrierst, hält sie im Kühlschrank eine Woche, luftdicht verschlossen. Vor dem Servieren 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, dann ist sie streichfähig.
Zum Bärlauch-Cluster
Wer gerade frischen Bärlauch hat, sollte zwei weitere Rezepte in einem Durchgang machen: die Bärlauchcreme aus dem Thermomix® als Brotaufstrich mit Frischkäse-Basis, und das Bärlauchpesto aus dem Thermomix® für Pasta und Grillsaison. Alle drei aus einer Einkaufsrunde Bärlauch, alle drei einfrierbar.
Bärlauchbutter aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 6 ✓
- 1 Zitrone unbehandelt, bio
- 15 g Bärlauch frisch
- 10 g Schnittlauch frisch
- 1/2 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
- 150 g Butter zimmerwarm
Anleitung 0 / 4
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1
Zitrone verarbeiten.
Zitrone waschen, ca. 1/2 TL Schale abreiben und in den Mixtopf geben. Saft auspressen und 2 TL Saft zugeben.
- 1 Zitrone
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2
Kräuter vorbereiten.
Bärlauch und Schnittlauch waschen, trocknen, mit Salz und Pfeffer in den Mixtopf geben und 6 Sekunden/Stufe 10 zerkleinern. Falls die Kräuter noch nicht klein genug sind, mit dem Spatel nach unten schieben und Vorgang wiederholen.
- 15 g Bärlauch
- 1/2 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
- 10 g Schnittlauch
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3
Butter mischen.
Butter in Stücke schneiden, zugeben, 4 Sekunden/Stufe 7 mischen, mit dem Spatel nach unten schieben und weitere 4 Sekunden/Stufe 7 mischen.
- 150 g Butter
-
4
Servieren.
Bärlauchbutter in eine kleine Schüssel geben und servieren, oder bis zum Servieren abgedeckt in Kühlschrank aufbewahren.
Tipp: Die Butter schmeckt zu Schwarzbrot, Baguette oder gegrilltem Fleisch und Gemüse.










