Low-Carb-Eiweiß-Brötchen aus dem Thermomix® brauchen kein Mehl. Wir ersetzen Weizenmehl durch Erbsenprotein und Chiasamen. Das senkt die Kohlenhydrate auf 7 g pro Brötchen und macht lange satt. Der Thermomix zerkleinert den Käse in 5 Sekunden so fein, dass er sich gleichmäßig im Teig verteilt. Das gibt Struktur und Geschmack.

Wir backen diese Brötchen seit drei Jahren regelmäßig. Für uns sind sie das Grundrezept für Low-Carb-Frühstück. Die Kombination aus Magerquark (200 g), Frischkäse (100 g) und drei Eiern bindet den Teig ohne Mehl. Der Käse übernimmt die Funktion, die sonst Gluten hat. Er gibt dem Teig Halt und verhindert, dass die Brötchen bröseln.
Erbsenprotein statt Weizenmehl
Normales Weizenmehl hat rund 70 g Kohlenhydrate pro 100 g. Erbsenprotein nur 7 g. Der Unterschied liegt im Proteingehalt: 82 % beim Erbsenprotein, 10 % beim Weizenmehl. Wir nutzen Erbsenprotein, weil es neutral schmeckt und den Teig stabil macht. Andere Proteinpulver (Whey, Reisprotein) funktionieren auch, schmecken aber oft süßlich oder künstlich. Erbsenprotein ist rein pflanzlich und passt zu herzhaften Brötchen.
Die 100 g Erbsenprotein im Rezept ergeben zusammen mit den Chiasamen die Grundstruktur. Chiasamen quellen mit der Feuchtigkeit aus Quark und Frischkäse auf. Das bindet den Teig zusätzlich. Ohne Chiasamen wird der Teig zu weich und lässt sich nicht formen. Die 20 g reichen, um die richtige Konsistenz zu erreichen.
Käse zuerst zerkleinern
Der Käse muss vor allen anderen Zutaten in den Mixtopf. Wenn du ihn zusammen mit Quark und Eiern mixt, wird die Masse schmierig. Der Käse braucht 5 Sekunden auf Stufe 8 ohne andere Zutaten. Erst dann kommen Magerquark, Frischkäse, Eier, Salz, Erbsenprotein und Chiasamen dazu. Die zweite Stufe 4 mischt nur noch zusammen, ohne weiter zu zerkleinern.

Gouda oder Emmentaler funktionieren beide. Wichtig ist, dass der Käse nicht zu feucht ist. Weichkäse wie Butterkäse macht den Teig zu nass. Hartkäse wie Parmesan macht ihn zu trocken. Mittelharte Schnittkäse sind optimal. Der Fettgehalt des Käses beeinflusst die Kruste. Je fetter der Käse, desto brauner wird die Oberfläche. Bei Gouda mit 48 % Fett werden die Brötchen goldbraun. Bei Emmentaler mit 45 % etwas heller.
Angefeuchtete Hände beim Formen
Der Teig klebt ohne Mehl stärker an den Händen als normaler Brötchenteig. Mit trockenen Händen lassen sich die Brötchen nicht formen. Feuchte Hände lösen das Problem. Wir halten die Hände kurz unter fließendes Wasser, schütteln sie ab und formen dann die Brötchen. Nicht zu viel Wasser verwenden. Nasse Hände verwässern den Teig. Feucht reicht.
Aus dem Teig entstehen 5 Brötchen. Die Größe entspricht einem kleinen normalen Brötchen. Die 30 g Sonnenblumenkerne streuen wir direkt nach dem Formen auf. Sie drücken wir leicht in die Oberfläche. Das verhindert, dass sie beim Backen abfallen. Die Kerne rösten im Ofen mit und geben nussigen Geschmack. Ohne Kerne schmecken die Brötchen flacher.
180 Grad Ober- und Unterhitze
Bei 160 Grad Umluft werden die Brötchen schneller trocken. Umluft entzieht mehr Feuchtigkeit als Ober-/Unterhitze. Für Low-Carb-Brötchen ohne Mehl ist das problematisch. Du hast weniger Gluten, das Feuchtigkeit speichert. Wir backen mit Ober-/Unterhitze bei 180 Grad auf mittlerer Schiene. Die Backzeit liegt zwischen 20 und 25 Minuten. Nach 20 Minuten prüfen. Wenn die Oberfläche goldbraun ist, sind die Brötchen fertig. Wenn sie noch blass sind, weitere 3 bis 5 Minuten backen.

Der Backofen muss vorgeheizt sein. Wenn du die Brötchen in einen kalten Ofen schiebst, gehen sie nicht auf. Sie bleiben flach und dicht. Das Vorheizen dauert 10 bis 15 Minuten bei den meisten Öfen. In dieser Zeit formst du die Brötchen und belegst das Backblech. Das Timing passt genau.
Am nächsten Tag aufbacken
Frisch aus dem Ofen schmecken die Brötchen am besten. Nach zwei Stunden Abkühlen werden sie fester. Das ist normal bei proteinreichen Brötchen ohne Mehl. Am nächsten Tag backst du sie 5 Minuten bei 150 Grad auf. Dann werden sie wieder weicher. Einfrieren funktioniert gut. Die Brötchen halten im Gefrierfach drei Monate. Zum Auftauen 10 Minuten bei 160 Grad aufbacken. Direkt aus dem Gefrierfach, nicht vorher antauen.
Weitere Low-Carb-Rezepte findest du in unserer Mix dich schlank Kategorie. Der Korianderaufstrich passt gut zu diesen Brötchen. Auch der Buttermilch-Radieschen-Shake ergänzt das Low-Carb-Frühstück.


Low-Carb-Eiweiß-Brötchen mit Käse aus dem Thermomix®
Zutaten
Für die Brötchen:
- 80 g Gouda oder Emmentaler
- 200 g Magerquark
- 100 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
- 3 Eier
- 1/2 TL Salz *
- 100 g Erbsenprotein (82 % Proteingehalt)
- 20 g Chiasamen
Zum Bestreuen:
- 30 g Sonnenblumenkerne
Anleitungen
- Backofen auf 180 °C (Umluft 160 °C, Gas Stufe 2-3) vorheizen und das Backblech mit Backpapier auslegen.
- Käse in Stücke schneiden, in den Mixtopf geben und 5 Sekunden/Stufe 8 zerkleinern.80 g Gouda
- Restliche Zutaten zugeben und 10 Sekunden/Stufe 4 vermischen, mit dem Spatel nach unten schieben und nochmals 10 Sekunden/Stufe 4 mischen.200 g Magerquark, 100 g Frischkäse (Doppelrahmstufe), 3 Eier, 1/2 TL Salz, 100 g Erbsenprotein (82 % Proteingehalt), 20 g Chiasamen
- Mit angefeuchteten Händen 5 Brötchen formen, auf das Backblech legen, mit den Sonnenblumenkernen bestreuen und auf mittlerer Schiene 20 bis 25 Minuten backen.30 g Sonnenblumenkerne










Mir schmeckt das Ergebnis! Lecker!
Geht auch prima mit Kräuterquark. Hatte nur noch diesen im Kühlschrank. Das Ergebnis war lecker!
Sehr lecker, gibts mittlerweile jedes Wochenende, da mein Mann und ich abnehmen müssen ☺️
Hallo.Darf ich fragen was ist Erbsenprotein und in welche Supermarkt kan ich kaufen?
Hallo Evelyn,
Erbsenprotein ist ein aus Erbsen gewonnenes Eiweißpulver. Damit dann man sich leckere Shakes mixen oder wie in diesem Rezept, prima backen. Im gut sortierten Supermarkt gibt es das mittlerweile auch schon zu kaufen. Außerdem findest du Erbsenprotein in den meisten Bioläden. Unseres haben wir bei Amazon bestellt: https://amzn.to/2R9ZWj7
Liebe Grüße
Tobias