Korianderaufstrich aus dem Thermomix® funktioniert über Stufe-8-Knoblauch. Der Knoblauch wird zuerst solo zerkleinert, 3 Sekunden auf Stufe 8, und dann nach unten geschoben. Erst danach kommen Schmand und Feta dazu. Diese Reihenfolge verhindert, dass der Knoblauch in der cremigen Masse untergeht und grobe Stücke im fertigen Aufstrich landen. Wir machen diesen Aufstrich seit Jahren regelmäßig zum Frühstück, weil er in 10 Minuten fertig ist und echtes Eiweiß liefert.
Warum Knoblauch zuerst auf Stufe 8
Der Knoblauch wird solo zerkleinert, bevor Schmand und Feta in den Mixtopf kommen. Das hat einen konkreten Grund: Stufe 8 zerkleinert den Knoblauch in winzige, gleichmäßige Stücke. Wenn du den Knoblauch zusammen mit der cremigen Masse mixt, bleibt er in groben Brocken an den Messern kleben. Die Stufe 5, mit der du später alles verrührst, reicht nicht aus, um den Knoblauch klein zu bekommen. Du beißt dann beim Essen in harte Knoblauchstücke, während der Rest des Aufstrichs cremig ist. Diese Reihenfolge ist nicht verhandelbar, wenn du gleichmäßige Schärfe willst.
Nach dem Zerkleinern schiebst du den Knoblauch mit dem Spatel nach unten. Das ist keine Pedanterie. Die kleinen Stücke kleben sonst am oberen Rand des Mixtopfs und werden beim späteren Verrühren nicht erfasst. Die 3 Sekunden Stufe 8 sind genug. Länger brauchst du nicht, kürzer wird der Knoblauch zu grob.
Schmand und Feta im Verhältnis 1:1
Die Rezeptkarte gibt 200 g Schmand und 200 g Feta an. Dieses Verhältnis ist der Grund, warum der Aufstrich streichfähig bleibt und gleichzeitig genug salzige Schärfe hat. Wenn du nur Feta nimmst, wird der Aufstrich bröckelig und zu salzig. Wenn du nur Schmand nimmst, fehlt ihm Struktur und Geschmack. Das 1:1-Verhältnis ist der Kompromiss zwischen cremig und würzig. Wir haben verschiedene Mischungen ausprobiert, diese funktioniert am besten.
Der Feta gibt dem Aufstrich seine salzige Basis. Eine Prise Salz kommt trotzdem dazu, weil Schmand und Koriander ohne zusätzliches Salz zu flach schmecken. Die 1/4 TL Cayennepfeffer setzt einen scharfen Akzent, der den Koriander trägt. Wenn du keinen Cayenne magst, lass ihn einfach weg. Der Aufstrich funktioniert auch ohne, bleibt dann aber milder.
Koriander: waschen, trockentupfen, Blätter abzupfen
Das Rezept arbeitet mit einem halben Bund Koriander. Du wäschst das Grün, tupfst es trocken und zupfst die Blätter ab. Die Stängel bleiben draußen. Dieser Schritt ist wichtig, weil die Stängel faserig sind und beim Mixen hart bleiben. Die Blätter werden auf Stufe 5 fein verteilt, die Stängel nicht. Wenn du die Stängel mixt, beißt du später in harte Fasern, während der Rest cremig ist.
Das Trockentupfen verhindert, dass zu viel Wasser in den Aufstrich kommt. Nasser Koriander verdünnt die Konsistenz. Der Aufstrich wird dann flüssiger und läuft vom Brot. Wir tupfen den Koriander mit Küchenpapier trocken, bevor wir die Blätter abzupfen.
Stufe 5 für 40 Sekunden: cremig ohne Lufteinschluss
Nachdem Schmand, Feta, Salz und Cayennepfeffer im Mixtopf sind, verrührst du alles 40 Sekunden auf Stufe 5. Diese Stufe reicht aus, um die Zutaten gleichmäßig zu verbinden, ohne zu viel Luft einzuschlagen. Stufe 7 oder 8 würden den Aufstrich schaumig machen. Luft im Aufstrich ist ein Problem, weil der Schaum nach ein paar Stunden zusammenfällt und der Aufstrich dann flüssiger wird. Stufe 5 verrührt die Masse, ohne sie aufzuschlagen.
Die 40 Sekunden sind der Kompromiss zwischen gleichmäßiger Verteilung und Konsistenz. Kürzer, und der Feta bleibt in groben Stücken. Länger bringt keinen Vorteil mehr, du mixt dann nur noch gegen die fertige Masse.
Andere Kräuter statt Koriander
Wenn du Koriander nicht magst, ersetzt du ihn durch andere Kräuter. Petersilie, Basilikum oder Schnittlauch funktionieren nach demselben Prinzip. Du wäschst, tupfst trocken, zupfst die Blätter ab und gibst sie vor dem Knoblauch in den Mixtopf. Die Reihenfolge bleibt gleich: Kräuter rein, Knoblauch solo auf Stufe 8, dann Schmand und Feta auf Stufe 5. Wir haben das Rezept mit Petersilie getestet, das funktioniert genauso gut. Der Geschmack ist milder, die Konsistenz bleibt identisch.
Basilikum macht den Aufstrich süßer, Schnittlauch gibt ihm eine zwiebelartige Note. Die Mechanik bleibt in allen Fällen dieselbe. Ein halbes Bund ist die richtige Menge, egal welches Kraut du nimmst.
Reste am Folgetag
Der Aufstrich hält sich im Kühlschrank 3 bis 4 Tage. Du füllst ihn direkt nach dem Mixen in ein verschließbares Glas oder eine Dose. Länger als 4 Tage solltest du ihn nicht lagern, weil der Schmand anfängt zu gären und der Aufstrich dann säuerlich schmeckt. Der Koriander verliert nach 2 Tagen seine grüne Farbe, das ist normal. Der Geschmack bleibt trotzdem gut. Einfrieren funktioniert nicht, weil der Schmand beim Auftauen klumpig wird.
Wir essen den Aufstrich meistens innerhalb von 2 Tagen auf. Mit unserem Low-Carb-Leinsamen-Quark-Brot ist er ein vollständiges Frühstück mit echtem Eiweiß und ohne Zucker.
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Korianderaufstrich aus dem Thermomix
Zutaten 0 / 6 ✓
- 1/2 Bund Koriander
- 1 Knoblauchzehe
- 200 g Schmand
- 200 g Feta
- 1 Prise Salz
- 1/4 TL Cayennepfeffer
Anleitung 0 / 3
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1
Koriander vorbereiten.
Koriandergrün waschen, trockentupfen, Blätter abzupfen und in den Mixtopf geben.
- 1/2 Bund Koriander
-
2
Knoblauch zerkleinern.
Den Knoblauch abziehen, in den Mixtopf geben, 3 Sekunden/Stufe 8 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben.
- 1 Knoblauchzehe
-
3
Zutaten verrühren.
Schmand, Käse, Salz und Cayennepfeffer in den Mixtopf geben und 40 Sekunden/Stufe 5 verrühren.
- 200 g Schmand
- 200 g Feta
- 1 Prise Salz
- 1/4 TL Cayennepfeffer
Tipp: Dieser Aufstrich schmeckt auch mit anderen Kräutern. Lass deiner Fantasie freien Lauf!
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Leckeres Turborezept. Fünf Sterne von mir. LG Rosa
Ich liebe Koriander! Vor allem in asiatischem Essen. Tolle Anregung!