Die 7 besten Thermomix® Alternativen

Aktualisiert 29. April 2026
Die 7 besten Thermomix® Alternativen © Bilder Amazon Product API
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Der Thermomix® TM7 kostet 1.549 Euro und verliert erstmals gegen günstigere Konkurrenz. Stiftung Warentest krönt im Februar 2026 den Bosch Cookit zum Testsieger, weil er 200 Grad schafft statt nur 120 Grad. Das ist kein Marketing-Geplänkel, sondern der funktionale Unterschied zwischen echtem Anbraten und Schmoren. Die Maillard-Reaktion für Röstaromen startet bei rund 140 Grad. Der TM7 bleibt darunter, der Cookit kommt drüber. Und kostet dabei 150 Euro weniger.

Wir haben die aktuellen Küchenmaschinen mit Kochfunktion verglichen und dabei auf die Tests von Stiftung Warentest 2026, Preise im April 2026 und Nutzerbewertungen aus der Community geschaut. Der Markt hat sich verschoben. Vorwerk ist nicht mehr unangefochtener Spitzenreiter. Hier die Alternativen, die funktionieren.

Warum der Thermomix® TM7 2026 erstmals den Testsieg verliert

Stiftung Warentest hat im Februar 2026 neun Küchenmaschinen mit Kochfunktion getestet. Der Bosch Cookit erreicht Note 2,0 (GUT), der Thermomix® TM7 Note 2,1 (GUT). Das klingt nach einem knappen Ergebnis, ist aber ein Paradigmenwechsel. Vorwerk lag in früheren Tests immer vorn oder mindestens gleichauf. Jetzt rutscht der TM7 auf Platz zwei. Der Grund liegt in der Höchsttemperatur. Der Cookit schafft 200 Grad, der TM7 nur 120 Grad (Stiftung Warentest 2/2026).

Bei 120 Grad karamellisierst du Zucker und röstest Zwiebeln an. Echtes Anbraten von Fleisch oder das scharfe Anrösten von Gewürzen braucht aber höhere Temperaturen. Die Maillard-Reaktion, die Röstaromen entwickelt, läuft ab 140 Grad richtig los. Der Cookit liefert die nötige Hitze, der TM7 nicht. Stiftung Warentest bewertet die Anbratfunktion des Cookit in der Testkategorie mit sehr gut, beim TM7 gibt es Abzüge (Stiftung Warentest 2/2026). Gleichzeitig bemängeln die Tester beim TM7 die Zwiebel-Zerkleinerung. Statt sauber zu schneiden, quetscht das Messer die Zwiebeln teilweise. Der Cookit zerkleinert hier sauberer.

Preislich liegt der Cookit mit 1.399 Euro unter dem TM7 mit 1.549 Euro (Vorwerk UVP April 2026). Erstmals schlägt eine Alternative den Thermomix® sowohl im Test als auch beim Preis.

Der Testsieger: Bosch Cookit (Note 2,0)

Der Bosch Cookit hat einen 3-Liter-XL-Topf, einen integrierten Dampfgaraufsatz und die erwähnte 200-Grad-Anbratfunktion. Das Fassungsvermögen reicht für vier bis fünf Personen, wenn du mit 300 bis 400 Milliliter Nutzkapazität pro Person rechnest. Die App-Anbindung funktioniert über WLAN, die Rezeptdatenbank bietet laut Hersteller über 1.000 geführte Rezepte (Bosch Cookit Website Februar 2026). Die manuelle Steuerung ist möglich, du kannst Zeit, Temperatur und Geschwindigkeit selbst einstellen.

Die Bedienung läuft über ein 10,1-Zoll-Touchdisplay. Das ist größer als beim TM7 mit 6,8 Zoll. Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind dadurch besser lesbar. Der Cookit wiegt mit 9,5 Kilogramm deutlich mehr als der TM7 mit 7,95 Kilogramm. Dafür steht er stabiler auf der Arbeitsplatte. Die Lautstärke beim Zerkleinern liegt laut Stiftung Warentest im mittleren Bereich, nicht leiser als der TM7, aber auch nicht lauter.

Der Cookit hat einen Nachteil beim Zubehör. Der Dampfgaraufsatz ist einstöckig, beim Thermomix® ist der Varoma mehrstöckig. Wenn du gleichzeitig mehrere Lebensmittel dämpfen willst, bist du mit dem TM7 flexibler. Für Standard-Dämpfvorgänge reicht der Cookit-Aufsatz.

Die beste Preis-Leistung: Monsieur Cuisine Smart von Lidl

Der Monsieur Cuisine Smart kostet regulär 499 Euro, mit Lidl Plus Coupons sinkt der Preis auf 379 Euro (Lidl Produktseite April 2026). Das ist ein Viertel des TM7-Preises. Der Motor leistet 1.200 Watt, der Mixtopf fasst 3 Liter, das Display misst 8 Zoll. Die integrierte Rezeptdatenbank bietet über 600 Rezepte, die CookingPilot-Funktion führt dich Schritt für Schritt durch den Kochvorgang. Die App-Steuerung funktioniert über WLAN, die manuelle Bedienung ist möglich.

Der Haken beim Monsieur Cuisine Smart ist die Verfügbarkeit. Die Maschine ist regelmäßig ausverkauft, teilweise innerhalb weniger Stunden nach Aktionsstart. Lidl produziert in Chargen, zwischen den Produktionsläufen vergehen Wochen bis Monate. Wenn du die Maschine haben willst, musst du schnell sein oder Geduld mitbringen. Die Stiftung Warentest hat den Monsieur Cuisine Smart noch nicht getestet, weil er erst seit Ende 2025 auf dem Markt ist. Nutzerbewertungen auf der Lidl-Website liegen bei durchschnittlich 4,3 von 5 Sternen (Stand April 2026).

Die Temperatur-Obergrenze liegt wie beim TM7 bei 130 Grad. Echtes Anbraten ist nicht möglich. Für Suppen, Eintöpfe, Teige, Desserts und Dampfgaren reicht die Maschine. Wenn du scharf anbraten willst, brauchst du eine zusätzliche Pfanne. Die Community berichtet, dass viele Thermomix®-Rezepte auf dem Monsieur Cuisine Smart nachkochbar sind, weil die Grundfunktionen identisch sind. Unterschiede gibt es bei Rezepten, die hohe Temperaturen oder spezielle Varoma-Funktionen brauchen.

Premium-Alternativen: WMF Avantgarde und Kenwood Cooking Chef XL

Die WMF Avantgarde ist seit 2025 auf dem Markt und erreicht bei Stiftung Warentest Note 2,3 (GUT). Sie kostet 1.299 Euro und hat einen 3-Liter-Mixtopf. Das sind 36 Prozent mehr Fassungsvermögen als die 2,2 Liter des TM7. Für Familien mit mehr als vier Personen ist das ein echter Vorteil. Die Maschine hat ein 10-Zoll-Display, WLAN-Anbindung und eine eigene Rezept-App. Die Höchsttemperatur liegt bei 130 Grad, also im gleichen Bereich wie der TM7. Für scharfes Anbraten reicht das nicht (Stiftung Warentest 2/2026).

Laut Chip Online ist die Rezeptauswahl der WMF Avantgarde noch dünn im Vergleich zu Cookidoo® oder dem Bosch-Rezeptportal. WMF baut die Datenbank sukzessive aus, aber Stand April 2026 gibt es deutlich weniger geführte Rezepte als beim TM7 oder Cookit. Wenn du auf eine große Rezeptdatenbank angewiesen bist, ist das ein Nachteil. Wenn du selbst kreativ kochst und die Maschine manuell steuerst, spielt das keine Rolle.

Die Kenwood Cooking Chef XL hat eine 6,7-Liter-Schüssel. Das ist das größte Fassungsvermögen unter den hier verglichenen Maschinen. Für Großfamilien oder wenn du regelmäßig für Gäste kochst, ist die Kenwood eine Option. Sie kostet je nach Ausstattung zwischen 1.200 und 1.400 Euro. MediaMarkt bezeichnet die Kenwood Cooking Chef XL als beste Thermomix®-Alternative in ihrem Vergleich vom Januar 2026. Die Stiftung Warentest hat die XL-Variante noch nicht getestet, nur ältere Kenwood-Modelle. Die erreichten in früheren Tests Note 2,4 (GUT).

Thermomix® TM6 ReNewed: Die offizielle Gebraucht-Option

Vorwerk bietet seit Februar 2026 offiziell wiederaufbereitete Thermomix® TM6-Geräte an. Die Preise starten bei 949 Euro für Geräte in der Qualitätsstufe gut und 1.099 Euro für Geräte in der Qualitätsstufe sehr gut. Die Maschinen werden von Vorwerk geprüft, gereinigt und mit zwei Jahren Gewährleistung verkauft (Vorwerk Pressemitteilung Februar 2026). Das ist 450 bis 600 Euro günstiger als ein neuer TM7.

Der TM6 hat die gleichen Basisfunktionen wie der TM7. Er kann kochen, dämpfen, mixen, kneten, mahlen, rühren, emulgieren, wiegen und bis 120 Grad erhitzen. Der Unterschied liegt im Display und in der Prozessorleistung. Der TM7 hat ein größeres, schnelleres Display und etwas flüssigere Bedienung. Die Kochfunktionen sind identisch. Der TM6 ist nicht WLAN-fähig, Rezepte überträgst du per USB-Stick oder Smartphone-Kopplung. Für das Cookidoo®-Abo brauchst du ein Smartphone mit der App, direkt auf dem TM6-Display funktioniert Cookidoo® nicht.

Die ReNewed-Option ist interessant, wenn du das Vorwerk-Ökosystem mit Cookidoo® und Varoma willst, aber nicht 1.549 Euro ausgeben möchtest. Die Verfügbarkeit schwankt, weil Vorwerk auf Rückläufer angewiesen ist. Wenn die Maschinen verfügbar sind, sind sie oft innerhalb weniger Tage ausverkauft.

Kaufkriterien 2026: Worauf es wirklich ankommt

Als Faustregel gilt: 300 bis 400 Milliliter Nutzkapazität pro Person. Für eine vierköpfige Familie brauchst du mindestens 1,2 bis 1,6 Liter nutzbares Volumen. Die Hersteller geben meist das Gesamtvolumen an, nicht das nutzbare Volumen. Beim Thermomix® TM7 sind von 2,2 Litern Gesamtvolumen etwa 1,8 Liter nutzbar, beim Bosch Cookit von 3 Litern etwa 2,5 Liter. Rechne mit 20 bis 30 Prozent Abzug vom angegebenen Volumen.

Die Höchsttemperatur entscheidet darüber, ob du wirklich anbraten kannst oder nur schmoren. 120 Grad reichen für die meisten Suppen, Eintöpfe, Soßen und Teige. Wenn du Fleisch scharf anbraten oder Gewürze rösten willst, brauchst du mindestens 140 Grad, besser 180 bis 200 Grad. Nur der Bosch Cookit schafft das unter den hier verglichenen Maschinen.

Ein mehrstöckiger Dampfgaraufsatz ist praktisch, wenn du gleichzeitig mehrere Lebensmittel dämpfen willst. Der Thermomix® Varoma hat drei Ebenen, die meisten Konkurrenten haben nur eine. Wenn du regelmäßig dämpfst, ist das ein Unterschied. Wenn du Dämpfen nur gelegentlich nutzt, reicht ein einstöckiger Aufsatz.

Die App-Anbindung und Rezeptdatenbank sind relevant, wenn du geführte Rezepte nutzen willst. Cookidoo® vom Thermomix® ist mit über 100.000 Rezepten die größte Datenbank, kostet aber 48 Euro pro Jahr (Vorwerk Stand April 2026). Die Bosch-Rezeptdatenbank ist kostenfrei, bietet aber deutlich weniger Rezepte. Lidl bietet beim Monsieur Cuisine Smart 600 Rezepte kostenfrei. Wenn du selbst kochst und Rezepte von Blogs oder aus Kochbüchern umsetzt, brauchst du keine große Datenbank.

Die manuelle Steuerung sollte immer möglich sein. Automatikprogramme sind praktisch, aber wenn du eigene Rezepte umsetzen oder Einstellungen anpassen willst, brauchst du Zugriff auf Zeit, Temperatur und Geschwindigkeit. Der Thermomix® TM7 schränkt die Karamellisierungs- und Anbratfunktion auf Vorwerk-Rezepte ein. Unter dem Vorwand der Sicherheit wird dadurch die Kreativität beim Kochen eingeschränkt. Das ist ein Nachteil gegenüber Maschinen wie dem Cookit oder der WMF Avantgarde, die manuelle Bedienung ohne Einschränkungen erlauben.

Preis-Vergleich: Was kostet eine gute Alternative wirklich?

Monsieur Cuisine Smart: 379 bis 499 Euro. Das ist die günstigste funktionierende Alternative. Die Verfügbarkeit ist das Problem. Wenn du schnell zugreifen kannst, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar. Wenn du Monate warten musst, verliert die Maschine ihren Vorteil.

Thermomix® TM6 ReNewed: 949 bis 1.099 Euro. Interessant, wenn du das Vorwerk-Ökosystem willst, aber nicht den Neupreis zahlen möchtest. Die Verfügbarkeit schwankt.

Kenwood Cooking Chef XL: 1.200 bis 1.400 Euro. Für Großfamilien oder wenn du viel Volumen brauchst. Die 6,7-Liter-Schüssel ist ein Alleinstellungsmerkmal.

WMF Avantgarde: 1.299 Euro. Premium-Alternative mit 3-Liter-Topf, aber noch dünner Rezeptdatenbank. Für kreative Köche, die manuell steuern, trotzdem eine Option.

Bosch Cookit: 1.399 Euro. Testsieger mit 200-Grad-Anbratfunktion. 150 Euro günstiger als der TM7 und funktional überlegen beim Anbraten. Die beste Alternative, wenn du Wert auf Tests und echtes Anbraten legst.

Thermomix® TM7: 1.549 Euro. Teuerste Maschine im Vergleich, aber größte Rezeptdatenbank und mehrstöckiger Varoma. Nur 120 Grad Höchsttemperatur, Zwiebel-Zerkleinerung mit Abzügen im Test. Erstmals nicht mehr unangefochtener Spitzenreiter.

Die Preisspanne reicht von 379 bis 1.549 Euro. Der funktionale Unterschied zwischen dem Monsieur Cuisine Smart für 379 Euro und dem Thermomix® TM7 für 1.549 Euro liegt hauptsächlich in der Rezeptdatenbank-Größe, dem Display und dem mehrstöckigen Dampfgaraufsatz. Die Basisfunktionen kochen, mixen, kneten, dämpfen und zerkleinern beherrschen alle Maschinen. Wenn du diese Basisfunktionen nutzt und auf große Rezeptdatenbanken verzichten kannst, rechtfertigt der vierfache Preis die Mehrkosten nicht. Wenn du die Cookidoo®-Integration, den Varoma und das größere Display nutzt, kann sich der Aufpreis für dich lohnen.

Autor

  • Tobias Gronau Thermomix® Profi will-mixen.de

    Tobias Gronau begeistert in der Küche mit TM31, TM5 und TM6. Als Profi am Thermomix® zaubert er alltagstaugliche und köstliche Gerichte. Zusammen mit der Bloggerin Daniela fesselt er über 200.000 Follower auf will-mixen.de, Facebook, Instagram und Pinterest. Ihre Thermomix® Kochbücher sind Bestseller. Was ist ihr Markenzeichen? Gesunde, frische und super leckere Kreationen.

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