Klassischer Rotkohlsalat aus dem Thermomix® gelingt in 25 Minuten und ergibt 4 Portionen. So geht der rankende Kern in Kurzform: 400 g Rotkohl in Stücken in den Mixtopf, 2 Zwiebeln separat 5 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern, dann 100 g Karotte plus 1 säuerlichen Apfel 3 Sekunden/Stufe 5. Dressing aus 10 g weißem Balsamicoessig, 30 g Olivenöl, 1 TL Honig, 1 TL Salz und 1/2 TL Pfeffer 10 Sekunden/Stufe 6 mischen, mit 30 g Pinienkernen unterheben, 10 Minuten ziehen lassen und mit 20 g Walnüssen servieren.

Rotkohl, Zwiebeln, Karotten und Apfel werden zur frischen Rohkost, Walnuss und Pinienkerne geben den Knack. Wir machen diesen Salat als Wintersalat zu Schweinebraten, Gans und Ente, im Sommer als Beilage zum Grillen. Wer es asiatisch oder mit Orange mag, findet die Abwandlung in unserem Rotkohl-Rohkostsalat aus dem Thermomix®.

Warum der Thermomix® das lästige Kneten spart
Bei rohem Rotkohlsalat gibt es zwei klassische Schulen. In der einen wird der geschnittene Kohl 5 bis 10 Minuten mit Salz geknetet, damit die Zellwände aufbrechen und der Kohl zart wird. Die andere kocht das Dressing auf und gießt es heiß über die Rohkost, was den Kohl ebenfalls weich macht. Beides entfällt bei uns. Der Thermomix® zerkleinert die 400 g Rotkohl in Stücken so fein, dass die Schnittflächen das Dressing in 25 Minuten von selbst aufnehmen. Kein Kneten, keine heiße Soße, keine roten Hände.
Der zweite Punkt ist die Schärfe der Zerkleinerung. Wer alles auf einmal in den Mixtopf wirft und lange mixt, bekommt Mus statt Salat. Deshalb arbeiten wir gestaffelt: erst die 2 Zwiebeln 5 Sekunden/Stufe 5, dann separat 100 g Karotte und der Apfel nur 3 Sekunden/Stufe 5. Den Rotkohl selbst halten wir grob und stoppen früh. So bleibt jede Zutat in der richtigen Größe, statt dass weiche Karotte und fester Kohl zu einem Brei verschwimmen. Den Grundgriff für sauber geschnittenen Kohl zeigen wir auch in unserer Anleitung Weißkohl klein schneiden im Thermomix®.
Apfel und Honig nehmen dem Rotkohl die Bitterkeit
Roher Rotkohl bringt eine leicht herbe Note mit. Genau dafür sitzen 1 säuerlicher Apfel und 1 TL Honig im Rezept. Der Apfel liefert Frische und Pektin, das den Salat besser bindet als reiner Saft. Der Honig gleicht die Bitterstoffe aus, ohne den Salat süß zu machen. Wer keinen Honig nutzt, nimmt 1 TL Ahornsirup oder eine Prise Zucker. Beim Apfel greifen wir zu Boskoop oder Cox Orange, beide sind säuerlich genug. Ein süßer Gala wäre für den Salat zu mild.
Auch die Säure im Dressing arbeitet mit. 10 g weißer Balsamicoessig auf 30 g Olivenöl ergibt ein mildes Verhältnis von ungefähr 1 zu 3. Der weiße Balsamico ist leicht süßlich und damit der harmonischste Partner zum herben Kohl. Apfelessig macht das Ganze fruchtiger, Rotweinessig kräftiger. Normalen Tafelessig lassen wir weg, der ist zu scharf und überdeckt den Apfel.
Drei Stolperfallen beim Rotkohlsalat aus dem Mixtopf
Aus dem Salat wird Mus
Der häufigste Fehler ist zu langes Mixen. Stufe 5 ist stark, und schon 2 bis 3 Sekunden zu viel verwandeln den Kohl in eine matschige Masse. Unsere Lösung: Pulsweise arbeiten und durchs Sichtfenster prüfen. Für den groben Rotkohl reichen kurze Impulse, lieber zweimal kurz als einmal lang. Wer einen TM6 oder TM7 hat, nutzt die kurze Turbo-Taste statt durchgehend Stufe 5.
Walnüsse weichen durch
Wer die 20 g Walnüsse direkt mit ins Dressing gibt, hat nach 25 Minuten weiche Nüsse ohne Biss. Unsere Lösung: Walnüsse erst kurz vor dem Servieren über den fertig gezogenen Salat streuen. Die 30 g Pinienkerne dürfen dagegen früher rein, sie halten der kurzen Ziehzeit besser stand. Für mehr Aroma rösten wir beide Kerne 3 bis 4 Minuten ohne Fett in der Pfanne an, nicht im Thermomix®.
Dressing verteilt sich nicht gleichmäßig
Gibt man das Dressing einfach obendrauf und rührt grob, bleibt unten trockener Kohl. Unsere Lösung: den Salat einmal kräftig von Hand durchmischen, dann 10 Minuten ruhen lassen und vor dem Servieren erneut wenden. Wer im Mixtopf untermischen will, nimmt 10 Sekunden/Linkslauf/Stufe 2. Der Linkslauf schiebt die Zutaten um, statt sie weiter zu zerkleinern, und hält die Rohkost knackig.
Fünf Abwandlungen von mediterran bis süß
Mediterran: statt Pinienkerne mehr Walnüsse und 80 g zerbröselter Feta dazu, dazu ein Spritzer Zitrone. Asiatisch: Olivenöl gegen Sesamöl tauschen, 1 EL Sojasoße ins Dressing und geröstete Sesamkörner statt Kerne. Süß zur Festtafel: 30 g Rosinen und eine Prise Zimt geben dem Salat eine weihnachtliche Note. Klassisch deftig: mit angebratenen Speckwürfeln und 1/2 TL Kümmel als Beilage zu Braten. Cremig im Coleslaw-Stil: das Essig-Öl-Dressing durch 2 EL Mayonnaise und 2 EL Joghurt ersetzen, wie bei unserem Coleslaw aus dem Thermomix® mit Honigspeck.
Wozu der Rotkohlsalat besonders gut passt
Als Wintersalat steht er bei uns neben Schweinebraten, Gans oder Ente und bringt die Frische, die schwere Gerichte brauchen. Im Sommer wird er zur farbigen Beilage am Grilltisch oder zur Bowl. Auf einer Scheibe Brot mit Käse macht er eine schnelle Brotzeit. Für mehr Rohkost zum Buffet passt unser Rohkost Karottensalat aus dem Thermomix®, und wer eine herzhafte Krautvariante sucht, findet sie im Bayerischen Krautsalat mit dem Thermomix®.
So lange hält sich der Salat im Kühlschrank
Im verschlossenen Behälter hält der Rotkohlsalat 3 bis 5 Tage im Kühlschrank, der Essig wirkt als natürliches Konservierungsmittel. Am zweiten Tag schmeckt er sogar runder, weil die Aromen länger gezogen sind. Vor dem Servieren nehmen wir ihn 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank und peppen ihn bei Bedarf mit einem Schuss Essig oder Öl auf. Einfrieren funktioniert nicht, die Rohkost wird beim Auftauen matschig. Die Walnüsse streuen wir bei längerer Lagerung immer frisch nach, damit sie knackig bleiben.
Warum wir Apfel und Walnuss reinpacken (Cookidoo macht das nicht)
Dazu passt: Ente.
Das offizielle Cookidoo-Rezept arbeitet mit 500 g Rotkohl, Apfelsaft im Dressing und ganzen zwei Stunden Ziehzeit. Wir gehen anders ran. Bei uns landet ein säuerlicher Boskoop oder Cox Orange als ganze Frucht im Mixtopf, dazu 50 g geröstete Walnüsse für den Knack. Der Apfel bringt Frische und Pektin, was den Salat besser bindet als reiner Saft. Beim Zerkleinern stoppen wir nach 6 bis 8 Sekunden auf Stufe 4,5 und prüfen durchs Sichtfenster, sonst wird aus den 400 g Rotkohl Mus. Die Walnüsse kommen erst nach den 25 Minuten Ziehzeit drauf, damit sie im Apfelessig-Dressing nicht durchweichen.
Klassischer Rotkohlsalat aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 11 ✓
- 400 g Rotkohl
- 2 Zwiebel
- 100 g Karotte
- 1 Apfel
- 10 g weißer Balsamicoessig
- 30 g Olivenöl
- 1 TL Honig
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer frisch gemahlen
- 30 g Pinienkerne
- 20 g Walnusskerne
Anleitung 0 / 6
-
1
Rotkohl schneiden.
Rotkohl halbieren, waschen, in Stücke schneiden und in den Mixtopf geben.
- 400 g Rotkohl
-
2
Zwiebeln zerkleinern.
Zwiebeln abziehen, in Stücke schneiden, in den Mixtopf geben, mithilfe des Spatels 5 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern und in eine Schüssel geben.
- 2 Zwiebel
-
3
Karotten und Apfel vorbereiten.
Karotten schälen, in Stücke schneiden und in den Mixtopf geben. Apfel waschen, vierteln, Kernhaus entfernen, in den Mixtopf geben, mit Hilfe des Spatels 3 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern und zum Rotkohl in die Schüssel geben.
- 100 g Karotte
- 1 Apfel
-
4
Dressing mixen.
Essig, Öl, Honig, Salz und Pfeffer in den Mixtopf geben und 10 Sekunden/Stufe 6 mischen.
- 10 g weißer Balsamicoessig
- 30 g Olivenöl
- 1 TL Honig
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
-
5
Mischen.
Dressing mit Pinienkernen über den Salat verteilen und kräftig mischen.
- 30 g Pinienkerne
-
6
Servieren.
Salat 10 Minuten ziehen lassen, nochmals gut mischen und mit Walnüssen garniert servieren.
- 20 g Walnusskerne
Tipp: Kühl gelagert ist der Salat mehrere Tage haltbar, er sollte aber 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank genommen werden.
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Guter Beilagensalat.