Ratatouille aus dem Thermomix® ist bei uns das einzige Sommergericht, das wir absichtlich in Massen kochen. Nicht weil es schnell geht, sondern weil vier 250-ml-Gläser davon im Herbst und Winter Gold wert sind. Richtig eingekocht hält es bis zu einem Jahr.

Der Thermomix® übernimmt hier die ganze Temperaturarbeit: 15 Minuten bei 100°C für die Tomaten-Paprika-Basis, dann 20 Minuten für Zucchini und Aubergine. Kein Rühren, kein Spritzen, kein Anbrennen. Wir nutzen die Garzeit um die Gläser vorzubereiten, damit alles sofort abgefüllt werden kann.
Die Aubergine zuerst salzen
Das ist der Schritt, den man beim ersten Mal fast überspringt. Wir auch. Das Ergebnis: matschige Aubergine, die sich im fertigen Ratatouille auflöst statt Biss zu geben.
Die Aubergine in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, in eine Schüssel legen und gleichmäßig mit 1 TL Salz bestreuen. Dann mindestens 20 Minuten warten. Das Salz zieht Wasser aus dem Gewebe, das Fruchtfleisch wird fester. Vor dem Würfeln mit kaltem Wasser abwaschen, damit das Ratatouille nicht zu salzig wird. Diesen Schritt kann man gut nutzen während Zwiebeln und Knoblauch im Mixtopf anlaufen.
Der zweite Punkt: Die Aubergine kommt erst im letzten Schritt in den Mixtopf, zusammen mit der Zucchini. Beide brauchen nur 20 Minuten bei 100°C/Linkslauf/Sanftrührstufe. Wer sie früher dazugibt, riskiert Brei.
Was das Einkochen bringt
Viele Ratatouille-Rezepte enden beim „im Kühlschrank aufbewahren“. Wir gehen einen Schritt weiter. Das fertige Ratatouille kommt sofort kochend heiß in sterilisierte Einmachgläser, Deckel zu, und das Glas für 5 Minuten auf den Kopf stellen. Beim Öffnen muss es ploppen. Wenn es ploppt, ist der Unterdruck intakt und das Glas hält bis zu einem Jahr kühl und dunkel gelagert.
Das Rezept reicht für vier Gläser à 250 ml. Wir machen beim Einkochen mindestens drei Portionen auf einmal, weil der Aufwand für eine Portion zu schade ist. Für die Sterilisierung der Gläser: kurz mit kochendem Wasser ausspülen und umgekehrt auf einem sauberen Küchentuch trocknen lassen. Nicht mit dem Handtuch innen abwischen.

Aubergine zuerst salzen, dann erst mitkochen
Aceto balsamico statt Weinessig. Nur 10 g, aber entscheidend. Der Balsamico gibt der Sauce eine leichte Süße und rundet die Säure der Tomaten ab. Weinessig macht das gleiche schärfer, was zum Ratatouille nicht passt.
Frische Kräuter direkt in den Mixtopf zupfen. Rosmarin und Thymian kommen nach dem Andünsten der Zwiebeln dazu, die Stiele bleiben draußen. So geben sie das Aroma gezielt an die heiße Sauce ab, ohne dass man sie am Ende rausfischen muss.
Rote Zwiebeln statt gelbe. 150 g rote Zwiebeln mit 30 g Olivenöl bei VAROMA (TM5: 120°C) auf Linkslauf/Sanftrührstufe andünsten. Rote Zwiebeln werden beim Garen milder und geben eine leichte Süße ab, die zum Sommergemüse besser passt.
Womit das Ratatouille schmeckt
Am einfachsten mit Baguette. Das Ratatouille als Aufstrich oder als warme Sauce daneben. Wir nutzen es auch als schnelle Grundlage für Pasta: ein Glas aufmachen, erwärmen, mit 200 g Penne vermischen, fertig. Oder als Beilage zu Fleisch, wenn wir keine Lust auf Salat haben.
Wer Ratatouille zum Grillen serviert, findet bei uns noch weitere Ideen: Tomaten Rezepte aus dem Thermomix® zeigt, wie vielseitig frische Tomaten im Sommer eingesetzt werden können. Und wer grundsätzlich mehr Gerichte einmachen will, findet bei Eier im Glas aus dem Thermomix® einen weiteren Klassiker aus der Konservierungsküche.
Eingekocht ein Jahr, frisch eine Woche
Eingekochte Gläser: kühl und dunkel bis zu einem Jahr haltbar. Geöffnetes Glas: im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter bis zu 5 Tage. Nicht eingekochtes Ratatouille hält sich im Kühlschrank etwa 3 Tage. Einfrieren geht, aber die Aubergine verliert beim Auftauen etwas an Biss. Wer einfriert, lieber etwas kürzer garen, dann bleibt die Textur nach dem Auftauen besser.
Tipp: Wer das Ratatouille am nächsten Tag isst statt es einzukochen, bemerkt einen deutlichen Unterschied. Über Nacht im Kühlschrank ziehen die Aromen tiefer in das Gemüse ein. Das lohnt sich.

Ratatouille aus dem Thermomix®
Zutaten
Anleitungen
- Aubergine waschen, Stielansatz entfernen, längs halbieren und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auberginenscheiben im Gareinsatz in eine Schüssel stellen und gleichmäßig mit 1 TL Salz bestreuen.1 Aubergine, 1 TL Salz
- Zwiebeln schälen, halbieren und in den Mixtopf geben. Knoblauch schälen, in den Mixtopf geben, 4 Sek./Stufe 5 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben.150 g rote Zwiebeln, 3 Stück Knoblauchzehen
- Olivenöl zugeben und 4 Min./VAROMA (TM5 120°)/LINKSLAUF/SANFTRÜHRSTUFE andünsten.30 g Olivenöl
- Inzwischen Tomaten und Paprika waschen und in ca. 3 cm große Stücke schneiden.350 g Tomaten, 300 g rote Paprikaschote
- Rosmarin und Thymian in den Mixtopf zupfen, Stiele entfernen. Tomatenstücke, Paprikastücke, 1 TL Salz, Chilipulver, Essig, Pfeffer und Zucker zugeben und 15 Min./100°/LINKSLAUF/SANFTRÜHRSTUFE garen.3 Zweige Rosmarin, 1/2 Bund Thymian, 1/2 TL Chilipulver, 10 g Aceto balsamico, 2 Prisen Pfeffer, 1 TL Zucker, 1 TL Salz
- Inzwischen Zucchini, waschen und würfeln und Aubergine im Gareinsatz mit kaltem Wasser abwaschen und würfeln. Anschließend in den Mixtopf geben und 20 Min./100°/LINKSLAUF/SANFTRÜHRSTUFE garen.250 g Zucchini
- Sterilisierte Gläser und Deckel bereit stellen und das Ratatouille sofort bis 2 cm unter den Rand einfüllen. Den Deckel verschließen und Glas für 5 Minuten auf den Deckel stellen.
Rezept-Zubehör
Video
Notizen
- Beim Öffnen des Glases ist es wichtig, dass es ploppt!
- Die Menge reicht für etwa vier 250 ml Einmachgläser aus.









Alles Gemüse schmeckt noch sehr frisch auf dem Teller. Toll!