Neun Minuten im Thermomix®, dann knapp zwei Stunden Geduld. Der Hefezopf selbst macht nicht viel Arbeit. Was ihn gelingen oder scheitern lässt, ist die Zeit: zu wenig Gehzeit, und der Zopf bleibt dicht. Genau die richtige Gehzeit, und du schneidest in eine wolkig-zarte Krume. Das Rezept ergibt 16 Portionen, braucht eine Stunde für den ersten Aufgang und nochmal 45 Minuten nach dem Flechten.

Der Thermomix® übernimmt zwei Aufgaben, bei denen Hefeteig sonst häufig misslingt: Er erwärmt Milch, Butter und Hefe exakt auf 37 °C, und er knetet die 550 g Mehl in 5 Minuten auf Knetstufe durch. Beides zusammen gibt dem Teig die Struktur, die er für einen guten Aufgang braucht. Was danach kommt, liegt am Klima in deiner Küche.
Warum die erste Stunde entscheidet
Hefe braucht Wärme, aber keine Hitze. Über 42 °C sterben die Hefezellen ab. Deshalb ist die Erwärmungsphase auf genau 37 °C so wichtig. Der Thermomix® trifft diese Temperatur ohne Thermometer, ohne Raten. Wir schätzen das besonders beim Hefeteig, weil du kein Rätselraten hast: entweder die richtige Temperatur, oder der Teig geht nicht auf.
Nach dem Kneten kommt der Teig abgedeckt mit einem angefeuchteten Geschirrtuch für eine Stunde bei Zimmertemperatur weg. Wir stellen ihn bei zugigen Küchen in den Backofen mit eingeschalteter Lampe. Das reicht als Wärmequelle. Wichtig: keine Zugluft. Ein Fenster auf Kipp in der Küche kann genug sein, um den Aufgang zu bremsen.
Der Teig muss sein Volumen sichtbar verdoppeln. Nicht schätzungsweise, sondern wirklich. Wer nach 45 Minuten ungeduldig weiterarbeitet, bekommt einen dichteren Zopf. Das ist die Falle, in die fast jeder mindestens einmal tappt.

Ein Wort zu Mehl und Milch
Das Rezept nimmt Mehl Type 550. Es hat mehr Klebereiweis als Type 405 und gibt dem Zopf mehr Biss und Stabilität. Wer nur 405 im Haus hat: es funktioniert, die Krume wird weicher und die Stränge lassen sich schwerer gleichmäßig rollen.
Bei der Milch lohnt sich Vollmilch. Der Fettgehalt macht den Teig geschmeidiger. Pflanzliche Alternativen gehen, dann wird der Zopf etwas trockener. Den Tipp aus den Rezeptnotizen wenden wir gern an: 1 EL Honig ins verquirlte Ei unterrühren vor dem Bestreichen. Der Zopf bekommt so einen feinen Glanz und eine leicht karamellige Note an der Kruste. Wer lieber Zuckerguss nimmt: 100 g Puderzucker mit 2 EL Zitronensaft verrühren und nach dem Abkühlen darüberträufeln.
Locker flechten, nicht stramm

Nach dem Aufgehen kommt der Teig auf eine bemehlte Fläche. Drei gleich große Stücke abwiegen und jeweils zu einem Strang von etwa 40 cm Länge rollen, von der Mitte nach außen. Wir wiegen kurz auf der Küchenwage ab. Gleichmäßige Portionen ergeben gleichmäßige Stränge.

Beim Flechten gilt eine Regel: locker arbeiten. Der Teig geht beim zweiten Ruhen und im Ofen nochmal auf. Zu strammes Flechten hat keinen Spielraum mehr dafür, der Zopf reißt dann seitlich auf. Wer noch nie bewusst über das Kneten im Thermomix® nachgedacht hat: der Artikel Kneten mit dem Thermomix® erklärt, warum die Knetstufe für Hefeteig besser ist als jede andere Einstellung.

Die zweite Gehzeit und das Backen

Den geflochtenen Zopf auf das Backblech legen und abgedeckt nochmals 45 Minuten gehen lassen. Erst wenn er sichtbar aufgegangen ist, den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, mit verquirltem Ei bestreichen und auf mittlerer Schiene 25 bis 30 Minuten backen. Wer nach 20 Minuten sieht, dass die Oberfläche bereits dunkel genug ist, legt locker ein Stück Alufolie darüber. So gart das Innere fertig, ohne dass die Kruste verbrennt. Du merkst es am Geruch: leicht karamellig, nicht scharf.
Reste in ein Geschirrtuch einwickeln, nicht in Plastik. Einfrieren geht gut: in Scheiben schneiden, einzeln einwickeln, bis zu 2 Monate tiefgefroren. Wer den Teig am Abend vorbereiten will, kann ihn abgedeckt über Nacht im Kühlschrank aufgehen lassen. Morgens 30 Minuten akklimatisieren, dann flechten, nochmal kurz ruhen lassen, backen.
Dazu passt Erdbeerkonfitüre aus dem Thermomix® oder Pflaumenmus. Wer Ostern plant, findet mit dem Osterzopf aus dem Thermomix® eine festlichere Variante des gleichen Teigs.
Hinweis für TM31-Nutzer
Das Rezept verarbeitet 550 g Mehl. Auf TM31 ist das knapp über der sicheren Grenze von 500 g. Wir empfehlen für TM31: den Teig in zwei Portionen kneten, je 275 g Mehl, und die flüssigen Zutaten entsprechend aufteilen. TM5, TM6 und TM7 schaffen bis zu 750 g und verarbeiten die 550 g ohne Einschränkung. Die Einstellungen (37 °C auf Stufe 2, dann Knetstufe) sind auf allen vier Modellen identisch.
Mehr Brot-Sorten aus dem Thermomix®? Brot aus dem Thermomix® sammelt zwölf Rezepte vom Fladenbrot bis zur Brezel.

Einfacher Hefezopf aus dem Thermomix®
Zutaten
Anleitungen
- Butter, Milch, Hefe und Zucker in den Mixtopf geben und 4 Minuten/37 °C/Stufe 2 erwärmen.50 g Butter, 300 g Milch, 1/2 Würfel Hefe, 40 g Zucker
- Mehl und Salz in zugeben, 5 Minuten/KNETSTUFE kneten, beiseite geben und mit einem angefeuchteten Geschirrtuch abgedeckt, etwa 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.550 g Mehl, Type 550, 1 TL Salz
- Inzwischen Backpapier auf das Backblech legen und Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben.
- Teig in drei Stücke teilen.
- Die Stücke zu drei Strängen rollen (etwa 40 cm lang).
- Die Stränge an einem Ende zusammenfügen und sehr locker flechten. Enden festdrücken.
- Zopf auf das Backblech legen und zugedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen.
- Inzwischen Backofen auf 180 °C vorheizen.
- Ei verquirlen und Zopf gleichmäßig damit bestreichen. Auf mittlerer Schiene 25 bis 30 Minuten backen.1 Ei
















Top Gebäckrezept. Meine Familie liiiiebt den Zopf!
Ich habe diesen Zopf auch schon einige Male gebacken und jedesmal ist er super lecker geworden. Die Anleitung ist prima beschrieben. Ich liebe es Hefeteige mit dem Thermi zu machen. Es ist so unkompliziert
Ich habe euren Hefezopf schon ein paar Mal nachgebacken und er war immer super!!
Hey der Zopf ist super gelungen. Bin stolz, mein erster Zopf 🙂
Der fluffigste Hefezopf den ich seit langem gebacken habe. Weiter so mit euren Rezepten!
My Family Loved it. I am definitely sharing Guys, Thanks For sharing this Great Recipe. this recipe and this website with my friend. Hope they also love it. Thank you again for sharing such a great recipe.