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Grüner Dip Thermomix: Erdnüsse getrennt hacken

Aktualisiert 2. Juni 2026
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Grüner Dip aus dem Thermomix®Pin
Grüner Dip aus dem Thermomix®

Grüner Dip aus dem Thermomix® funktioniert nur, wenn die Erdnüsse getrennt vom Rest verarbeitet werden. Erst hacken, rausnehmen, dann den Rest pürieren, zum Schluss unterheben. Sonst wird aus knackiger Textur eine homogene Paste ohne Biss.

Wir bringen den Dip seit Jahren zu jeder Grillparty mit. Die grüne Farbe kommt von Petersilie und Avocado, die Schärfe von Jalapeño, die Textur von gerösteten Erdnüssen. Das Prinzip: grob gehackte Erdnüsse bleiben als Struktur-Element im cremigen Dip. Wenn du alles zusammen mixt, entsteht eine glatte Creme. Schön, aber langweilig.

Warum die Erdnüsse zuerst

Die Erdnüsse werden 4 Sekunden auf Stufe 6 gehackt und sofort aus dem Mixtopf genommen. Das gibt grobe Stücke, die später zwischen den Zähnen knacken. Wenn du sie im Mixtopf lässt und mit Avocado, Öl und Wasser zusammen pürierst, entstehen zwei Probleme: Die Erdnüsse werden zu fein gemahlen, fast pudrig. Und das Öl aus den Erdnüssen vermischt sich mit dem Olivenöl und macht den Dip fettiger als nötig.

Nach dem Hacken gibst du die Erdnüsse in ein Schüsselchen. Der Mixtopf bleibt so sauber für den Rest. Am Ende rührst du die gehackten Erdnüsse mit 5 Sekunden auf Stufe 3 unter. Kurz, damit sie sich verteilen, aber nicht zerkleinert werden.

Jalapeño scharf oder mild

Jalapeño ohne Kerne gibt milde Schärfe. Mit Kernen wird der Dip richtig scharf. Die Kerne tragen die höchste Capsaicin-Konzentration. Wir entkernen meistens, weil nicht jeder auf der Party scharfes Essen verträgt. Wenn du die Schote mit Kernen verwendest, schneide trotzdem den Stiel ab. Der ist holzig und bringt Bitterstoffe.

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Frische Jalapeño sind schärfer als eingelegte aus dem Glas. Eingelegte funktionieren auch, müssen aber gut abgetropft werden. Das Einlegewasser verwässert sonst den Dip. Und wichtig: Trag Handschuhe beim Schneiden. Nach dem Schneiden sind deine Hände noch Stunden später scharf. Händewaschen hilft nicht. Das Capsaicin haftet an der Haut. Wenn du dann deine Nase reibst oder ins Auge fasst, brennt es.

Avocado als Cremigkeit-Basis

Die Avocado macht den Dip cremig, nicht das Öl. 90 g Olivenöl klingen nach viel, aber ohne die Avocado wäre der Dip dünnflüssig. Die Avocado bindet das Wasser und das Öl zu einer stabilen Emulsion. Achte darauf, dass die Avocado reif ist. Unreife Avocados sind hart und geben keine cremige Konsistenz. Wenn du leicht auf die Schale drückst und sie gibt nach, ist die Avocado richtig.

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Halbiere die Avocado längs, drehe die Hälften gegeneinander und nimm den Kern raus. Das Fruchtfleisch löffelst du mit einem Esslöffel aus der Schale. Schneide nichts vorher klein. Der Thermomix® püriert die Avocado in 20 Sekunden auf Stufe 6 bis 10 ansteigend. Ansteigend deshalb, weil die Avocado zuerst grob zerkleinert wird und dann fein püriert. Wenn du sofort auf Stufe 10 startest, spritzt es an die Wände.

Limette statt Zitrone

Limette gibt mehr Aroma als Zitrone. Der Saft ist saurer, aber auch fruchtiger. Zitrone funktioniert auch, aber der Dip schmeckt dann wie jede andere grüne Sauce. Die Limette macht den Unterschied. Presse die Limette aus und gib den Saft direkt in den Mixtopf. Achte darauf, dass keine Kerne reinkommen. Die sind bitter.

Die Säure der Limette hat noch eine zweite Funktion: Sie verhindert, dass die Avocado braun wird. Ohne Säure oxidiert die Avocado an der Luft und verfärbt sich innerhalb von 30 Minuten. Mit Limettensaft bleibt der Dip mehrere Stunden grün. Wenn du den Dip länger aufbewahrst, leg Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche. Das verhindert Luftkontakt.

Stufe 6 bis 10 ansteigend

Der Mixtopf püriert alle Zutaten außer den Erdnüssen in 20 Sekunden. Wichtig ist die ansteigende Geschwindigkeit: Stufe 6 bis 10. Auf Stufe 6 werden grobe Stücke zerkleinert. Auf Stufe 10 entsteht die cremige Konsistenz. Wenn du nur auf Stufe 10 pürierst, kleben große Stücke Avocado oder Petersilie an den Wänden. Der Thermomix® kommt nicht dran.

Nach dem Pürieren schiebst du mit dem Spatel die Reste an den Wänden nach unten. Das ist vor allem bei Petersilie wichtig. Die Blätter sind leicht und fliegen beim Mixen nach oben. Wenn du nicht mit dem Spatel nachschiebst, bleiben grüne Flecken an der Wand kleben. Die kommen dann nicht in den Dip.

Olivenöl als Geschmacksträger

Wir verwenden natives Olivenöl extra. Das schmeckt fruchtiger als raffiniertes Olivenöl. Sonnenblumenöl geht auch, aber dann fehlt der mediterrane Geschmack. Die 90 g Öl verteilen sich auf 10 Portionen. Das sind 9 g pro Portion. Nicht viel, aber das Öl trägt den Geschmack von Knoblauch und Petersilie.

Das Wasser brauchst du, damit der Dip nicht zu dick wird. 100 g Wasser auf 90 g Öl. Ohne Wasser wäre der Dip eine Paste. Mit Wasser wird er streichfähig. Wenn dir der Dip zu dick ist, gib löffelweise mehr Wasser dazu. Wenn er zu dünn ist, gib mehr Avocado dazu.

Servieren und Resteverwertung

Der Dip passt zu gegrilltem Fleisch, Gemüsesticks, Chips und als Aufstrich auf Brot. Wir servieren ihn in einer flachen Schale, damit jeder gut rankommt. Wenn Reste übrig bleiben, hält sich der Dip im Kühlschrank zwei Tage. Danach wird die Avocado braun, auch mit Limettensaft. Einfrieren funktioniert nicht. Die Avocado wird beim Auftauen matschig.

Was Mitbewerber anders machen

Die meisten Thermomix®-Rezepte für grüne Dips bauen auf Quark, Schmand oder Frischkäse mit Petersilie, Schnittlauch und Dill. Klassiker wie Kräuterquark oder Frankfurter Grüne Soße brauchen sieben Kräuter und eine Joghurt-Basis. Andere Varianten arbeiten mit Spinat für die Farbe oder mit Feta für die Salzigkeit. Unser Ansatz ist anders: Avocado liefert die Cremigkeit komplett ohne Milchprodukt, Limette ersetzt den Essig, und geröstete Erdnüsse bringen Biss statt Glätte. Dazu Jalapeño für Schärfe. Das macht den Dip vegan, laktosefrei und gibt ihm einen mexikanischen Twist. Serviert mit Tortilla-Chips oder Gemüsesticks wird er zur Alternative zu jedem klassischen Kräuterdip.

Rezept powered by WP Recipe Maker

Grüner Dip aus dem Thermomix®

von Tobias
will mixen.de thermomix gruener dip Rezeptbild
4,67 · 3 Bewertungen
Kochmodus — Bildschirm bleibt an
Portionen
10 Portionen

Zutaten 0 / 9 ✓

  • 60 g Erdnüsse geröstet, gesalzen
  • 1 Stück Limette
  • 2 Stück Knoblauchzehe
  • 1 Stück Avocado
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Stück Jalapeño
  • 100 g Wasser
  • 90 g Olivenöl
  • 1 TL Salz

Anleitung 0 / 3

  1. 1

    Erdnüsse hacken.

    Erdnüsse in den Mixtopf geben, 4 Sekunden/Stufe 6 hacken und beiseite geben.

    • 60 g Erdnüsse
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  2. 2

    Gemüse putzen.

    Limette auspressen und Knoblauch schälen. Avocado halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch herauslösen. Petersilie waschen und trockenschütteln. Jalapeño halbieren, Stiel und Kerne entfernen. 

    • 1 Stück Limette
    • 2 Stück Knoblauchzehe
    • 1 Stück Avocado
    • 1/2 Bund Petersilie
    • 1 Stück Jalapeño
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  3. 3

    Pürieren.

    Alle Zutaten, außer den gehackten Erdnüssen, in den Mixtopf geben, 20 Sekunden/Stufe 6-8-10 ansteigend pürieren und mit dem Spatel nach unten schieben. 

    Erdnüsse in den Mixtopf geben und 5 Sekunden/Stufe 3 verrühren.

    • 100 g Wasser
    • 90 g Olivenöl
    • 1 TL Salz
    will mixen.de thermomix gruener dip RezeptbildPin

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Nährwerte pro Portion

114
kcal
1g
Kohlenhyd.
2g
Protein
12g
Fett
1g
Zucker
1mg
Vit. C

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