One Pot Linsen-Maccherocini Topf aus dem Thermomix®

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Linsen brauchen ungefähr 25 Minuten, bis sie weich sind. Maccheroni sind nach 8 Minuten al dente. Genau diese Differenz ist der Grund, warum so viele One-Pot-Versuche mit Linsen und Pasta entweder in matschiger Pampe oder in mehligen Linsen mit zu festem Biss enden.

Linsen-Maccherocini Topf aus dem Thermomix®Pin
Linsen-Maccherocini Topf aus dem Thermomix®

Wir lösen das im Thermomix® mit einem klaren zeitlichen Versatz: gelbe Linsen kochen 25 Minuten allein in der Tomaten-Brühe, dann kommen Maccheroni und Sahne dazu und ziehen acht Minuten im Linkslauf nach. Am Ende steht ein eiweißhaltiger, sättigender Eintopf auf dem Tisch, mit nur einem Topf zum Spülen. Wir machen das Rezept seit Jahren als Schnell-Mittag, wenn am Vorabend ein Auflauf zu üppig war und wir bewusst etwas Pflanzliches brauchen.

Warum 25 plus 8 Minuten der Schlüssel sind

Gelbe Linsen sind die schnellsten ihrer Art, brauchen aber trotzdem ihre 20 bis 25 Minuten bei knapp 100 °C, bis sie wirklich weich werden und ihre Stärke abgeben. Diese Stärke ist es, die dem Topf später Bindung gibt, ganz ohne Mehl oder zusätzliche Verdickungsmittel. Wenn wir die Pasta gleichzeitig mit den Linsen in den Mixtopf geben, wären die Maccheroni nach 25 Minuten zerkocht und die Sahne würde flockig werden.

Im Rezept kochen wir deshalb 800 g Gemüsefond plus 400 g gehackte Tomaten mit 150 g Linsen 25 Minuten lang bei 98 °C auf Stufe 1. Erst danach kommen die 200 g Maccheroni mit der gewürfelten Paprika und 100 g Sahne dazu und garen acht Minuten auf Linkslauf, Stufe 1. Der Linkslauf ist hier wichtig: Er bewegt die Pasta sanft, ohne sie zu zerschlagen. Vorwärts auf Stufe 1 würden die Maccheroni von den Messern angeritzt, im Linkslauf laufen sie an der Rückseite entlang und bleiben heil.

Eiweiß aus Linsen, Sättigung ohne Fleisch

150 g gelbe Linsen liefern rund 36 g pflanzliches Eiweiß. Auf vier Portionen verteilt sind das 9 g Eiweiß allein aus den Linsen, dazu kommen Parmesan, Sahne und die Pasta. Eine Portion bringt es laut Nährwerten auf 24 g Eiweiß und 522 Kalorien. Das ist mehr Eiweiß, als ein durchschnittlicher Hähnchen-Reistopf liefert, und es kommt ohne Fleisch aus. Genau deshalb landet das Rezept bei uns regelmäßig in Wochen, in denen wir bewusst weniger Fleisch essen wollen.

Wer den Eiweißanteil noch erhöhen will, ersetzt einen Teil der Sahne durch Skyr oder Naturjoghurt. Den Skyr aber erst ganz am Ende unterrühren, sonst flockt er bei 98 °C aus.

Tomatenmark anrösten, sonst bleibt es flach

Vor dem Aufgießen mit Tomaten und Brühe geben wir 80 g Tomatenmark mit 15 g Sonnenblumenöl in den Mixtopf und dünsten drei Minuten auf Varoma, Stufe 1. Das ist der unauffälligste Schritt im Rezept, aber gleichzeitig der wichtigste Geschmacksträger. Tomatenmark schmeckt frisch aus der Tube säuerlich und stumpf. Erst beim Anrösten bei höherer Temperatur baut sich die typische Umami-Tiefe auf, die einen Tomateneintopf von einer Tomatensoße trennt.

Drei Minuten Varoma sind dabei das Minimum. Wenn unser Topf am Ende fade schmeckt und mit Salz nicht zu retten ist, liegt es fast immer an zu kurz angedünstetem Tomatenmark. Lieber im Zweifel vier Minuten machen.

Spritzschutz statt Messbecher

Beim 25-Minuten-Kochen der Linsen setzen wir den Gareinsatz statt des Messbechers auf den Deckel. Das ist kein Schönheitstipp, sondern eine Notwendigkeit. Linsen quellen, geben Stärke ab und der Topfinhalt schäumt. Mit geschlossenem Messbecher steigt der Druck im Mixtopf, der Schaum drückt nach oben und beim Öffnen schießt eine rote Wolke an die Decke. Mit dem Gareinsatz kann der Dampf entweichen, und gleichzeitig fängt das Sieb die größten Spritzer ab.

Wenn die Pasta zu weich oder zu fest wird

Maccheroni unterscheiden sich je nach Hersteller deutlich in der Garzeit. Steht auf der Packung „8 Minuten“, passen die acht Minuten im Linkslauf perfekt. Steht „11 Minuten“, müssen wir die Garzeit auf zehn bis elf Minuten verlängern. Bei Vollkorn-Maccheroni eher zwölf Minuten. Im Zweifel nach sechs Minuten kurz stoppen und ein Stück probieren. Pasta gart in Tomaten-Brühe etwas langsamer als in reinem Wasser, weil die Flüssigkeit dichter ist und die Stärke schon teilweise gebunden hat.

Wer kleine Pasta wie Risoni oder Buchstabennudeln nehmen will: Garzeit auf vier bis fünf Minuten reduzieren. Größere Sorten wie Penne oder Rigatoni brauchen zehn bis zwölf Minuten und mehr Flüssigkeit, weil sie länger Brühe ziehen.

Sofort servieren oder gezielt nachverdünnen

Der Tipp aus der Rezeptkarte ist ernst gemeint: Sofort servieren. Linsen und Pasta saugen weiter Flüssigkeit, auch nachdem der Thermomix® aus ist. Nach 15 Minuten Standzeit ist aus dem Eintopf ein dicker Auflauf-Schmaus geworden. Das ist nicht schlimm, aber wer den Topf-Charakter behalten will, schöpft direkt nach den acht Minuten Linkslauf in die Teller.

Bleibt ein Rest übrig, kommt er in eine Schüssel und wird abgekühlt in den Kühlschrank gestellt. Beim Aufwärmen am nächsten Tag rühren wir 100 bis 200 ml zusätzliche Brühe oder Wasser unter und erhitzen den Topf langsam auf der Herdplatte. Im Mikrowellen-Aufwärmen werden die Maccheroni leicht gummig, deshalb empfehlen wir das nicht.

Varianten, die im Alltag funktionieren

Mit roten Linsen statt gelben: Rote Linsen sind nach 15 bis 18 Minuten weich. Wir reduzieren die erste Kochzeit auf 18 Minuten, sonst zerfallen sie zu Brei. Geschmacklich ist der Unterschied gering, gelbe Linsen halten optisch besser ihre Form.

Mit Spinat zum Schluss: 100 g frischen Babyspinat in den letzten zwei Minuten unter die Pasta heben. Er fällt schnell zusammen und gibt dem Topf eine grüne Frische, die die Tomaten-Säure bricht.

Mit Chorizo oder geräuchertem Tofu: 100 g Chorizo gewürfelt mit dem Tomatenmark anrösten, das gibt eine rauchige Schärfe. Wer es vegetarisch lassen will, nimmt geräucherten Tofu, ebenfalls gewürfelt und mit dem Tomatenmark angedünstet.

Mit Zitrone als Frische-Akzent: Ein Spritzer Zitronensaft direkt auf dem Teller hebt die Tomaten-Säure und macht den Linsentopf leichter. Funktioniert besser als Essig.

Was gut dazu passt

Wir essen den Linsentopf gerne mit einem Stück Brot, das die Sauce aufnimmt. Wer noch ein zweites One-Pot-Rezept im Wochenplan haben will, findet bei uns eine deftige Variante mit One-Pot-Pasta mit Käse und Schinken für die fleischhaltigen Tage. Wer auf Linsen-Wochen umstellt, sollte unsere klassische Linsensuppe aus dem Thermomix® kennen, die mit Tellerlinsen und Speck arbeitet. Und für kalte Tage haben wir mit der Kürbissuppe und der Kartoffelsuppe zwei Eintopf-Klassiker, die ähnlich schnell gehen.

3 Tage Kühlschrank, eingefroren 2 Monate

Im Kühlschrank hält sich der Linsentopf in einer luftdichten Dose zwei Tage. Beim Aufwärmen rund 150 ml Brühe oder Wasser zugeben, sonst wird er klebrig. Einfrieren funktioniert für die Linsen-Tomaten-Basis sehr gut, wir frieren dann aber ohne Pasta ein. Maccheroni werden nach dem Auftauen mehlig und brechen leicht. Praktisch ist deshalb, beim Kochen die Basis bis zum Ende der 25-Minuten-Phase doppelt anzusetzen, die Hälfte abzuschöpfen, einzufrieren, und beim nächsten Mal nur noch frische Maccheroni und Sahne in den aufgetauten Topf geben.

Linsen-Maccherocini Topf aus dem Thermomix®Pin

One Pot Linsen-Maccherocini Topf aus dem Thermomix®

Marion
Ein Linsen-Topf für Jung und Alt, schnell gemacht im Thermomix®
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Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 35 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten
Gericht Eintopf, Hauptgericht, One-Pot, Soulfood, Thermomix® Rezepte
Küche Deutschland
Portionen 4 Portionen
Kalorien 522 kcal

Zutaten

Anleitungen
 

  • Parmesan in Stücken in den Mixtopf geben, 15 Sekunden/Stufe 10 reiben und beiseite geben.
    50 g Parmesan
    Pin
  • Knoblauch abziehen, Frühlingszwiebeln waschen, putzen, in Stücken in den Mixtopf geben, 5 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben.
    1 Knoblauchzehe, 3 Stangen Frühlingszwiebeln
  • Öl und Tomatenmark in den Mixtopf geben und 3 Minuten/Varoma/Stufe 1 dünsten.
    15 g Sonnenblumenöl, 80 g Tomatenmark
  • Gehackte Tomaten, Gemüsefond, Linsen, Salz und Kräuter zugeben und 25 Minuten/98 °C/Stufe 1 kochen. Dabei anstatt den Messbecher Gareinsatz als Spritzschutz auf den Deckel setzen.
    400 g gehackte Tomaten aus der Dose, 800 g Gemüsefond, 150 g gelbe Linsen, 1 1/2 TL Salz, 3 TL getrocknete italienische Kräuter
  • Inzwischen Paprika in Würfel schneiden. Paprika, Maccherocini und Sahne in den Mixtopf geben, 8 Minuten/Linkslauf/Stufe 1 kochen, eventuell nachwürzen und sofort servieren.
    1 gelbe Paprikaschote, 200 g Maccherocini, 100 g Sahne

Notizen

Tipp: Serviere den Linsentopf schnell, da er sehr schnell eindicken kann. 

Nährwerte

Serving: 1PortionKalorien: 522kcalKohlehydrate: 77gProtein: 24gFett: 14ggesättigte Fettsäuren: 6gSodium: 1313mgZucker: 12gVitamin A: 1114IUVitamin C: 37mgCalcium: 265mgEisen: 6mg
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Autor

  • will-mixen Team Marion

    Marion besitzt den TM31, TM5 und TM6. Als Profi am Thermomix® zaubert sie alltagstaugliche und köstliche Gerichte. Zusammen mit den Bloggern Daniela und Tobias fesselt sie über 200.000 Follower auf will-mixen.de, Facebook, Instagram und Pinterest. Sie konnte ihre Expertise bei der Erstellung mehrerer Thermomix® Kochbuch Bestseller und Kalender beweisen.

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