Ein Bananen-Milchshake aus dem Thermomix® wird nur dann richtig cremig, wenn die Bananen vorher gefroren waren. Frische Bananen plus Eiswürfel ergeben einen Shake, der nach zwei Minuten wässrig wird. Tiefgefrorene Bananenstücke kühlen, verdicken und ersetzen die Eiswürfel komplett.
Wir machen diesen Shake seit Jahren, vor allem dann, wenn wir wieder einmal zu viele reife Bananen im Obstkorb haben. Statt sie in einen Bananenkuchen zu stecken, schälen wir sie, schneiden sie in Stücke und legen sie eingefroren in den Tiefkühler. Daraus wird kurzfristig der schnellste Shake, den wir kennen: Bananenstücke, Milch, Vanilleeis, Zucker, vierzig Sekunden auf Stufe 8. Fertig.
Warum gefrorene Bananen den Unterschied machen
Drei Punkte, die wir aus hunderten Versuchen wissen.
Tiefgefrorene Bananen kühlen den Shake von innen. Eiswürfel tun das auch, aber sie schmelzen schnell und verdünnen das Getränk. Bananenstücke aus dem Tiefkühler sind selbst die „Eiswürfel“ und bringen gleichzeitig Geschmack mit. Das ist der Grund, warum Shakes mit gefrorenen Bananen länger fest und dick bleiben.
Bananen-Stärke wird durch Frieren freigesetzt. Beim Einfrieren platzen die Zellwände der Banane auf. Wenn der Thermomix dann püriert, verteilt sich mehr Stärke und Pektin in der Milch als bei einer frischen Banane. Das ist physikalische Verdickung, ohne Bindemittel. Genau das gibt dem Shake die Konsistenz, die man von der Eisdiele kennt.
Stufe 8 für 45 Sekunden ist die richtige Mischung. Tiefer pürieren erzeugt Schaum statt Cremigkeit. Stufe 8 zerlegt die gefrorenen Stücke gleichmäßig, ohne zu viel Luft einzuschlagen. Wir nehmen 300 g Bananen auf 350 g Milch und 350 g Vanilleeis. Diese Mengen sind kein Zufall, sondern das Verhältnis, mit dem die 6 Gläser am cremigsten herauskommen.
So bereiten wir die TK-Bananen vor
Wer einmal 2 kg reife Bananen geschält und eingefroren hat, hat fortan immer Shake-Vorrat. Wir machen das so: Bananen mit braunen Punkten in der Schale (also wirklich reif) schälen, in 2 cm dicke Scheiben oder Stücke schneiden, einlagig auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und vier Stunden ins Tiefkühlfach legen. Erst dann in einen Gefrierbeutel oder eine Dose umfüllen. Wenn wir die Stücke direkt in einen Beutel werfen, kleben sie zu einem festen Klumpen zusammen, den wir nicht mehr portionieren können.
Haltbarkeit im Tiefkühler: drei Monate ohne Geschmacksverlust. Danach werden die Bananen leicht muffig im Aroma, weil sie über die Verpackung trotzdem etwas Sauerstoff ziehen. Vakuumieren verlängert das auf sechs Monate.
Wo der Shake schaumig oder wässrig wird
Bananen sind nicht reif genug
Eine grünliche oder gelbe Banane ohne braune Punkte schmeckt im Shake mehlig, nicht süß. Erst wenn die Schale braune Flecken bekommt, ist die Stärke in Zucker umgewandelt. Unsere Lösung: Wir kaufen Bananen bewusst überreif vom Wochenmarkt (oft im 2-Euro-Sonderbeutel) oder lassen sie zwei Tage auf der Fensterbank liegen, bis die Punkte kommen. Dann schälen, einfrieren, fertig.
Shake wird schaumig statt cremig
Wenn ihr auf Stufe 10 püriert oder zu lange (über 60 Sekunden), schlägt der Thermomix Luft ein. Der Shake wirkt wie ein Cappuccino-Schaum und sackt nach drei Minuten zusammen. Unsere Lösung: 45 Sekunden auf Stufe 8 reichen. Wer es ganz cremig will, mixt 30 Sekunden auf Stufe 6, dann 15 Sekunden auf Stufe 8 zum Glätten.
Frische Bananen plus Eiswürfel
Das ist die Variante, die in den meisten Rezepten im Internet steht. Eiswürfel splittern beim Pürieren, schmelzen im Mixtopf und das Wasser landet im Glas. Nach zehn Minuten trennt sich der Shake in eine wässrige Bodenschicht und einen schaumigen Aufsatz. Unsere Lösung: Bananen IMMER tiefgefroren, Eiswürfel weglassen. Wer keine TK-Bananen hat, püriert frische Bananen mit kalter Milch und stellt das Glas vor dem Servieren 15 Minuten ins Gefrierfach.
Varianten, die bei uns regelmäßig auf dem Tisch stehen
Schoko-Bananen-Shake: 20 g Backkakao oder 50 g geriebene Zartbitterschokolade beim Mixen dazu. Schmeckt wie ein flüssiges Schokoladeneis. Wer es noch dichter will, ersetzt 100 g Milch durch Sahne.
Bananen-Erdnussbutter-Shake: 2 gehäufte Esslöffel Erdnussbutter (cremig, ungesüßt) mit in den Mixtopf. Diese Variante füllt den Magen wie eine Mahlzeit, ideal nach dem Sport. Geschmack erinnert an unser Bananen-Erdnusseis.
Bananen-Beeren-Shake: 100 g tiefgefrorene Himbeeren oder Erdbeeren ersetzen 100 g der Bananen. Die Säure der Beeren bricht die Süße auf und macht den Shake leichter. Im Sommer unsere Standardvariante.
Bananen-Kaffee-Shake: 2 Espresso (kalt, etwa 60 g) ersetzen 60 g der Milch. Schmeckt wie ein Frappé, aber nahrhafter. Funktioniert nur mit Vanilleeis, nicht mit Schokoeis.
Vegane Variante: Hafermilch oder Mandelmilch statt Kuhmilch und veganes Vanilleeis. Hafermilch funktioniert besser, weil sie cremiger ist als Mandel. Ohne Eis (also nur mit Pflanzenmilch und TK-Bananen) wird der Shake fast zu dick, da hilft ein Schluck mehr Milch.
Pancakes, Waffeln oder als Frühstück allein
Im Sommer servieren wir den Shake oft als Nachtisch nach dem Grillen. Wer es als Frühstück trinkt, kann ihn mit einem Stück Bananenkuchen aus dem Thermomix® kombinieren. Das ist zwar Banane hoch zwei, aber wir machen es trotzdem. Wer keine TK-Bananen mehr hat und es schnell braucht, weicht auf Bananenmilch aus, die ist dünner aber genauso fix gemacht.
Nach einem heißen Tag passt eher unser schnelles Fruchteis aus dem Thermomix® dazu, das auch auf TK-Früchten basiert und in zwei Minuten fertig ist. Wer die Variante mit Karamell mag, sollte das Bananen-Karamell-Schichtdessert probieren. Und wenn ihr nach noch mehr Eis-Ideen sucht, findet ihr im Eis-Hub alle unsere Sorten gesammelt.
Haltbarkeit und Aufbewahrung
Frisch gemixt schmeckt der Shake am besten. Im Kühlschrank trennt er sich nach etwa 30 Minuten in eine flüssige und eine festere Schicht. Vor dem Trinken einmal kräftig schütteln oder kurz auf Stufe 4 im Thermomix nachmixen, dann ist die Konsistenz wieder gut.
Einfrieren des fertigen Shakes funktioniert und ergibt eine Art Soft-Eis. Dafür den Shake direkt in flache Schalen oder Eis-am-Stiel-Formen umfüllen und vier Stunden gefrieren. Vor dem Servieren 5 Minuten antauen lassen. Im Mixtopf antauen geht auch: 30 Sekunden auf Stufe 6, dann ist es wieder löffelfähig.
Falls ihr zu viel gemacht habt: lieber sofort als Eis am Stiel einfrieren, als am nächsten Tag stehen lassen. Banane oxidiert mit der Zeit und der Shake bekommt einen leicht bräunlichen Ton, der zwar harmlos ist, aber unappetitlich wirkt.
So servieren wir den Shake wie in der Eisdiele
Wer den Shake im warmen Glas serviert, ärgert sich nach drei Minuten über eine wässrige Pfütze am Boden. Wir stellen unsere 6 Gläser eine Viertelstunde vor dem Mixen ins Gefrierfach. Beschlagene, eisgekühlte Gläser halten die Konsistenz doppelt so lange und sehen aus wie aus dem Eiscafé. Oben drauf kommt bei uns ein Tupfer geschlagene Sahne, ein Spritzer Schokosauce und ein paar geröstete Erdnüsse oder Bananenchips. Für Kinder lohnt sich ein bunter Strohhalm und ein Stück Banane am Glasrand. So wird aus dem schnellen Shake ein kleines Sommer-Highlight, das wir auf der Terrasse genauso gerne servieren wie nach dem Mittagessen.
Bananen-Milchshake aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 4 ✓
- 300 g Banane
- 30 g Zucker
- 350 g Milch
- 350 g Vanilleeis
Anleitung 0 / 2
-
1
Bananen schälen.
Bananen schälen und in Stücken in den Mixtopf geben.
- 300 g Banane
-
2
Zutaten mixen.
Zucker, Milch und Vanilleeis in den Mixtopf geben und 45 Sekunden/Stufe 8 pürieren.
- 30 g Zucker
- 350 g Milch
- 350 g Vanilleeis
Tipp: Variiere die Zutaten, um neue Geschmacksrichtungen zu entdecken. Wie wäre es mit einem Schokoladen-Milchshake oder einem Erdbeer-Milchshake?
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Nährwerte pro Portion
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Hat uns sehr gut geschmeckt, habe den Zucker weg gelassen, da die Bananen sehr, sehr reif waren