Nudelteig aus dem Thermomix® gelingt mit nur 3 Grundzutaten und ergibt 4 Portionen frische Pasta. So geht es: 200 g Mehl Type 405, 2 Eier (Größe M), 1/2 TL Salz und 1 EL Olivenöl in den Mixtopf geben und 2 Minuten auf Knetstufe kneten. Den krümeligen Teig auf eine bemehlte Fläche geben, mit den Händen elastisch kneten, zur Kugel formen und in Frischhaltefolie 20 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Danach 2 bis 3 mm dünn ausrollen, in Form schneiden und 2 bis 4 Minuten in sprudelndem Salzwasser garen. Das ist der ganze Trick.

Wir machen frische Pasta seit Jahren mindestens einmal die Woche, meistens als Bandnudeln zu einer einfachen Tomatensoße. Der Thermomix® nimmt uns dabei den nervigsten Teil ab: das Kneten von Hand auf der bemehlten Platte, bei dem die halbe Küche voller Mehl ist. Nach 2 Minuten auf Knetstufe kommt ein krümeliger, aber gleichmäßig durchmischter Teig heraus, den wir nur noch kurz mit den Händen zur Kugel formen müssen. Wer noch nie selbst Pasta gemacht hat, fängt am besten hier an. Dazu passt unser Thermomix® Pizzateig, mit dem ihr den nächsten italienischen Abend komplett selbst macht.
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Warum das Verhältnis 100 g Mehl pro Ei im Thermomix® funktioniert
Wir halten uns an die klassische italienische Faustregel: 100 g Mehl pro Ei. Bei 200 g Mehl Type 405 und 2 Eiern der Größe M wird der Teig elastisch genug zum Ausrollen und fest genug für saubere Bandnudeln. Der eine Esslöffel Olivenöl ist unser kleiner Unterschied zum Vorwerk-Original aus Cookidoo, das mit nur 1/4 TL Salz und teils ganz ohne Öl arbeitet. Mit Öl wird der Teig geschmeidiger und reißt beim Durchdrehen durch die Nudelmaschine seltener.
Der Thermomix® hat hier zwei konkrete Vorteile. Erstens portioniert die Knetstufe das Mehl gleichmäßig um die Eier, ohne dass trockene Nester übrig bleiben. Zweitens bleibt die Arbeitsfläche fast sauber, weil das eigentliche Kneten im geschlossenen Mixtopf passiert. Von Hand auf der Platte dauert dieselbe Arbeit gut 8 Minuten und verteilt Mehl in der ganzen Küche. Wer klassisch italienisch will, nimmt Tipo 00 statt Type 405, dessen Mahlgrad zwischen Type 405 und 550 liegt. Wer richtig bissfeste Pasta für kräftige Soßen will, ersetzt die Hälfte des Mehls durch Hartweizengrieß (Semola). 2 Minuten auf Knetstufe reichen, danach kurz mit den Händen nachkneten und in Frischhaltefolie 20 Minuten ruhen lassen. Die Ruhezeit ist Pflicht, sonst zieht sich der Teig beim Ausrollen immer wieder zusammen.
Stolperfallen beim Nudelteig und wie wir sie lösen
Der Teig ist zu klebrig oder zu trocken
Eier sind nicht genormt. Ein großes Ei der Größe L bringt mehr Flüssigkeit als ein kleines, und schon kippt das 100-Gramm-Verhältnis. Zu klebrig heißt: zu viel Ei oder zu wenig Mehl. Zu krümelig und brüchig heißt: zu wenig Flüssigkeit.
Unsere Lösung: Bei klebrigem Teig löffelweise Mehl nachgeben, jeweils 10 g, und 10 Sekunden auf Knetstufe nachmischen, bis sich der Teig vom Topfrand löst. Bei zu trockenem Teig ein zweites Eigelb oder einen Teelöffel Wasser einarbeiten. Lieber in kleinen Schritten korrigieren als auf einmal, sonst überschießt ihr in die andere Richtung.
Eier direkt aus dem Kühlschrank
Zu kalte Eier machen den Teig brüchig und schwerer zu verarbeiten, weil sich das Mehl mit kalter Flüssigkeit ungleichmäßiger verbindet. Das merkt man spätestens beim Ausrollen, wenn die Ränder einreißen.
Unsere Lösung: Die Eier 20 Minuten vor dem Kneten aus dem Kühlschrank nehmen. Wer es eilig hat, legt sie 5 Minuten in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser. Zimmerwarme Eier binden das Mehl deutlich gleichmäßiger.
Zu viel Stützmehl beim Ausrollen
Beim Ausrollen wandert ständig Mehl auf die Arbeitsfläche, damit nichts klebt. Arbeitet man zu großzügig, nimmt der Teig immer mehr Mehl auf und wird beim Kochen zäh und ledrig statt zart.
Unsere Lösung: Nur so viel Mehl wie nötig, und überschüssiges Mehl vor dem Aufrollen mit einem trockenen Pinsel abkehren. Eine Nudelmaschine braucht generell weniger Stützmehl als das Ausrollen mit dem Holz, weil die Walzen den Teig nicht festdrücken.
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Salz im Teig oder ins Kochwasser?
Manche Pasta-Puristen geben gar kein Salz in den Teig, weil es die Eier angreifen und den Teig brüchiger machen kann. Wir nehmen bewusst nur 1/2 TL auf 200 g Mehl, weil das den Teig würzt, ohne ihn zu schwächen.
Unsere Lösung: Wenig Salz in den Teig, das eigentliche Würzen passiert im Kochwasser. Faustregel fürs Kochwasser: 10 g Salz pro Liter. Frische Pasta zieht beim Garen Salz und Geschmack aus dem Wasser, deshalb darf das Wasser ruhig kräftig gesalzen sein.
Pasta-Sorten und Aromen aus einem Grundteig
Aus demselben Teig holen wir je nach Lust verschiedene Formen und Farben. Die Mengen beziehen sich immer auf die 200 g Grundmenge.
- Bandnudeln und Tagliatelle: Platten 2 bis 3 mm dünn ausrollen, locker mit Mehl bestäuben, aufrollen und in 4 mm breite Scheiben schneiden, dann wieder entrollen.
- Farfalle: Teig in 2 x 5 cm große Rechtecke schneiden und in der Mitte zu Schleifchen zusammendrücken.
- Lasagne und Ravioli: Platten auf 20 x 10 cm zuschneiden, für Ravioli aufrollen und nach Belieben füllen.
- Spinat-Pasta (grün): 50 g blanchierten, gut ausgedrückten Spinat mit den Eiern auf Stufe 6 pürieren, dann erst das Mehl dazu.
- Tomaten-Pasta (rot): 50 g Tomatenmark mit in den Mixtopf, dann etwa 30 g Mehl mehr, weil das Mark Flüssigkeit mitbringt.
Für Vollkorn-Pasta ersetzen wir die Hälfte durch Vollkornmehl (100 g Vollkorn plus 100 g Type 405) und geben einen Schuss Wasser dazu, weil Vollkorn mehr Flüssigkeit aufnimmt.
Welche Soßen und Gerichte zur frischen Pasta passen
Frische Pasta saugt Soße schneller auf als getrocknete aus der Packung, deshalb passen leichte, glänzende Soßen am besten. Eine schnelle Tomatensoße oder ein Pesto sind unsere Standard-Begleiter. Wer es deftiger mag, kombiniert die Bandnudeln mit einer kräftigen Fleischsoße. Zum kompletten Italien-Menü servieren wir vorab unseren Thermomix® Pizzateig als kleine Vorspeisen-Pizza, und für ein süßes Frühstück am Tag danach gibt es bei uns Thermomix® Pfannkuchen aus einem ganz ähnlichen Mehl-Ei-Teig. Eine Übersicht über alle Stufen und Geschwindigkeiten findet ihr im Ratgeber Stufen und Geschwindigkeit des Thermomix® richtig nutzen.
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So lagert ihr Nudelteig und frische Pasta richtig
Frischen, noch nicht ausgerollten Teig wickeln wir fest in Frischhaltefolie und halten ihn 2 Tage im Kühlschrank. Vor dem Verarbeiten 20 Minuten Zimmertemperatur annehmen lassen, sonst reißt er beim Ausrollen.
Geschnittene Pasta hält frisch im Kühlschrank 3 Tage. Wer länger lagern will, breitet die Nudeln locker auf einem bemehlten Küchentuch aus und lässt sie etwa 2 Stunden trocknen, danach verpackt luftdicht. Vollständig durchgetrocknete Pasta ist so rund 4 Wochen haltbar. Zum Einfrieren formen wir kleine Nester, frieren sie auf einem Brett vor und füllen sie dann in einen Beutel. So kleben sie nicht zusammen und halten 3 Monate. Gefrorene Pasta kommt ohne Auftauen direkt ins kochende Wasser und braucht 1 bis 2 Minuten länger.
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Häufige Fragen zum Nudelteig aus dem Thermomix®
Dazu passt: Carbonara, Bolognese und Pesto.
Welches Mehl eignet sich am besten?
Type 405 ist der unkomplizierte Standard und ergibt zarte Pasta. Tipo 00 (zum Beispiel Caputo) ist das italienische Original, sein Mahlgrad liegt zwischen Type 405 und 550. Für bissfeste Pasta zu kräftigen Soßen ersetzt ihr die Hälfte durch Hartweizengrieß (Semola): 100 g Grieß plus 100 g Type 405.
Wie viele Eier brauche ich?
Ein Ei der Größe M pro 100 g Mehl. Für 200 g Mehl also 2 Eier plus 1/2 TL Salz und 1 EL Olivenöl. Wer goldgelbe Pasta will, ersetzt ein ganzes Ei durch 2 Eigelb. Die Eier sollten zimmerwarm sein, sonst wird der Teig brüchig.
Mit oder ohne Olivenöl?
1 EL Olivenöl macht den Teig geschmeidiger und beim Ausrollen reißfester. Das italienische Original und das Cookidoo-Rezept arbeiten oft ohne Öl. Schaden tut der Esslöffel nicht, er erleichtert nur die Verarbeitung.
Wie lange muss der Teig ruhen?
Mindestens 20 Minuten in Frischhaltefolie bei Zimmertemperatur, gern auch 30. In dieser Zeit verbindet sich das Gluten mit der Flüssigkeit, der Teig wird elastischer und zieht sich beim Ausrollen nicht mehr zusammen. Ohne Ruhezeit kämpft ihr beim Ausrollen.
Wie lange koche ich frische Pasta?
Nur 2 bis 4 Minuten in sprudelndem Salzwasser, deutlich kürzer als getrocknete Pasta aus der Packung. Am besten ab Minute 2 probieren. Sofort abgießen und mit der Soße vermischen, weil frische Pasta die Soße schnell aufsaugt.
Welche Thermomix®-Modelle funktionieren?
Alle. TM31, TM5, TM6 und TM7 kneten den Teig identisch in 2 Minuten auf Knetstufe. Beim Kneten gibt es keinen Modell-Unterschied, weil keine Temperatur im Spiel ist.
Nudelteig mit Eiern aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 4 ✓
- 200 g Mehl, Type 405 + mehr zum Bestäuben
- 2 Ei
- 1/2 TL Salz
- 1 EL Olivenöl
Anleitung 0 / 8
-
1
Teig mixen.
Alle Zutaten in den Mixtopf geben und 2 Minuten/Knetstufe kneten.
- 200 g Mehl, Type 405
- 2 Ei
- 1/2 TL Salz
- 1 EL Olivenöl
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2
Teig kneten.
Den krümeligen Teig aus dem Mixtopf auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen so lange kneten, bis er elastisch ist. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie 20 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
-
3
Weiter verabeiten.
Anschließend kann der Teig nach Belieben weiterverarbeitet werden. Rolle für alle folgenden Rezeptvarianten den Teig in einer Nudelmaschine oder auf bemehlter Arbeitsfläche in 2 bis 3 mm dicke, rechteckige Platten aus. Decke diese Platten mit einem leicht feuchten Geschirrtuch ab, dass sie während des Verarbeitens nicht austrocknen.
-
4
Nudeln rollen.
Bestäube die fertigen Teigrechtecke mit Mehl und rolle sie eng auf. Schneide sie anschließend in 4 mm breite Schreiben. Entrolle die Scheiben etwas und bestäube sie mit Mehl.
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5
Nudeln kochen.
Koche die Linguine in sprudelndem Wasser für etwa 2 bis 4 Minuten.
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6
Bänder schneiden.
Schneide die Platten in max. 2 cm x 30 cm lange Streifen und koche sie in sprudelndem Wasser für etwa 2 bis 4 Minuten.
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7
Schleifchen formen.
Schneide die Nudelteigplatten in kleine Rechtecke von etwa 2 cm x 5 cm und drücke sie in der Mitte zu Schleifchen zusammen. Koche sie für etwa 2 bis 4 Minuten.
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8
Platten schneiden.
Schneide die Platten in etwa 20 x 10 cm große Platten. Für die Lasagne verarbeitest du die Platten direkt, für die Ravioli rollst du diese auf und füllst sie nach belieben.
Tipp: Du möchtest deine selbstgemachten Nudeln nicht sofort verarbeiten? Dann lass sie einfach für etwa 2 Stunden auf einem bemehlten Küchentuch trocknen und verpacke sie zur Aufbewahrung luftdicht.















