Varoma® Zitronenkuchen aus dem Thermomix® braucht keinen Backofen. Wir dämpfen den Teig 60 Minuten im Varoma-Behälter, während unten 1300 g Wasser kochen. Das Ergebnis ist ein saftigerer Kuchen als aus dem Ofen, weil die feuchte Hitze den Teig nicht austrocknet.
Das Rezept funktioniert nur mit einer passgenauen Kastenform. Die Form muss in den Varoma-Behälter passen und oben genug Platz für den Deckel lassen. Wir nehmen eine Kastenform mit 20 cm Länge. Größere Formen passen nicht, kleinere lassen den Teig zu hoch aufgehen und der Kuchen wird in der Mitte noch roh sein, wenn außen schon zu dunkel.
Warum Stärke statt nur Mehl
Das Rezept kombiniert 100 g Mehl mit 25 g Stärke. Die Stärke bindet die Feuchtigkeit aus dem Dampf und verhindert, dass der Kuchen matschig wird. Nur Mehl macht den Teig zu kompakt, weil Mehl im Dampf anders reagiert als im trockenen Backofen. Die Stärke sorgt für die lockere Krume, die du von einem guten Zitronenkuchen erwartest.
Wenn du keine Stärke hast, nimm 125 g Mehl. Der Kuchen wird fester und weniger luftig, aber er gelingt trotzdem. Kartoffelstärke oder Maisstärke funktionieren beide gleich gut.
Folie straff ziehen und mit Gummiband sichern
Die Kastenform wird mit Folie abgedeckt und die Folie mit einem Gummiband befestigt. Das ist keine Empfehlung, sondern Pflicht. Ohne Folie kondensiert der Dampf direkt auf dem Teig und macht die Oberfläche nass. Der Kuchen bekommt dann keine feste Kruste und läuft beim Stürzen auseinander.
Die Folie muss straff sitzen. Wenn sie lose aufliegt, sammelt sich Kondenswasser in den Falten und tropft zurück auf den Teig. Das Gummiband hält die Folie auch bei der Dampfentwicklung an Ort und Stelle.
Puderzucker pulverisieren statt kaufen

Wir pulverisieren 200 g Zucker 20 Sekunden auf Stufe 10 zu Puderzucker. Das spart den Kauf von Puderzucker und du hast die richtige Menge ohne Reste. Gekaufter Puderzucker enthält oft Maisstärke als Trennmittel. Selbst pulverisierter Zucker ist reiner und löst sich im Teig schneller auf.
Von den 200 g Puderzucker gehen 130 g in den Teig. Der Rest wird mit Zitronensaft zum Guss verrührt. Wenn du gekauften Puderzucker verwendest, nimm die gleiche Menge.
Zitronensaft aufteilen für Teig und Guss

Aus 1 1/2 Zitronen bekommst du etwa 60 ml Saft. Davon gehen ungefähr 40 ml in den Teig, der Rest wird für den Guss beiseitegestellt. Die genaue Menge ist nicht kritisch, aber du brauchst mindestens 2 EL Saft für den Guss. Wenn deine Zitronen wenig Saft geben, nimm lieber 2 ganze Zitronen.
Die Schale von einer Zitrone wird abgerieben und kommt komplett in den Teig. Mehr Schale macht den Kuchen zu bitter. Die ätherischen Öle in der Schale sind konzentriert und eine Zitrone reicht für das Aroma.
1 Stunde Varoma bei Stufe 1
Der Kuchen dämpft genau 60 Minuten bei Varoma und Stufe 1. Kürzer und die Mitte bleibt teigig, länger und die Ränder werden zu trocken. Die Einstellung Varoma entspricht etwa 120 °C Dampftemperatur. Das ist deutlich weniger als die 180 °C im Backofen, deshalb braucht der Kuchen eine Stunde statt 40 Minuten.
1300 g Wasser im Mixtopf sind so berechnet, dass das Wasser während der gesamten Garzeit dampft. Weniger Wasser und der Mixtopf läuft trocken, mehr Wasser brauchst du nicht.
Guss warm oder kalt auftragen
Du kannst den Guss direkt nach dem Dämpfen auf den warmen Kuchen pinseln. Dann zieht der Guss etwas in den Kuchen ein und macht ihn noch saftiger. Oder du lässt den Kuchen komplett auskühlen, schneidest ihn in Stücke und pinselst jedes Stück einzeln ein. Dann bleibt die Glasur außen und der Kuchen bekommt eine glänzende Oberfläche.
Beide Varianten funktionieren. Wir pinseln meist die einzelnen Stücke ein, weil dann jedes Stück eine saubere Glasur bekommt und nichts beim Transport abplatzt.
Wie lange der Kuchen hält
Der Zitronenkuchen hält sich 3 bis 4 Tage bei Zimmertemperatur in einer luftdichten Dose. Wegen der Feuchtigkeit vom Dämpfen trocknet er langsamer aus als ein Kuchen aus dem Ofen. Im Kühlschrank wird er fester, schmeckt aber kälter und weniger aromatisch. Wenn du ihn kühl stellst, nimm ihn 30 Minuten vor dem Servieren raus.
Einfrieren funktioniert ohne Guss. Den Guss erst nach dem Auftauen auftragen, sonst wird die Glasur beim Auftauen matschig. Eingefrorene Stücke halten sich 2 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur 1 bis 2 Stunden stehen lassen.
Mehr Thermomix® Dampfgar-Rezepte findest du in unserem Varoma® Ratgeber. Dort zeigen wir, wie du den Varoma optimal nutzt und welche Gerichte sich besonders gut dafür eignen.
Varoma® Zitronenkuchen aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 8 ✓
- 200 g Zucker
- 1 1/2 Zitrone bio, unbehandelt
- 130 g Butter + etwas mehr für die Form
- 2 Ei
- 100 g Mehl, Type 405
- 25 g Stärke
- 1 TL Weinsteinbackpulver
- 1300 g Wasser
Anleitung 0 / 8
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1
Zucker pulverisieren.
Zucker in den Mixtopf geben, 20 Sekunden/Stufe 10 pulverisieren und beiseite geben.
- 200 g Zucker
-
2
Zitronen auspressen.
Zitronen waschen, Schale von einer Zitrone abreiben und beide Zitronen auspressen. Etwas Zitronensaft für den Guss beiseitegeben. Butter in Stücke schneiden.
- 1 1/2 Zitrone
- 130 g Butter
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3
Eier schlagen.
Zitronensaft und -abrieb mit 130 g Puderzucker, Butter und Eier in den Mixtopf geben und 30 Sekunden/Stufe 5 vermengen.
- 2 Ei
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4
Teig mischen.
Mehl, Stärke und Backpulver vermengen, in den Mixtopf geben und 20 Sekunden/Stufe 5 vermischen.
- 100 g Mehl, Type 405
- 25 g Stärke
- 1 TL Weinsteinbackpulver
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5
Teig in Katenform füllen.
Kastenform fetten, Teig darin verteilen und gut mit Folie abdecken. Folie mit Gummiband befestigen.
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6
Kuchen dämpfen.
Backform in den Varoma-Behälter stellen und Deckel schließen. Wasser in den Mixtopf geben, Varoma aufsetzen und 1 Stunde/Varoma/Stufe 1 garen.
- 1300 g Wasser
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7
Guss mischen.
Inzwischen restlichen Puderzucker mit restlichem Zitronensaft zu einem Guss rühren.
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8
Zitronenkuchen servieren.
Zitronenkuchen aus der Form stürzen, und mit Guss einpinseln.
Tipp: Du kannst deinen Zitronenkuchen auch abkühlen lassen, in Stücke schneiden und die einzelnen Stücke mit Guss einpinseln.








