Drei Zutaten, zehn Minuten, kein Eismaschinen-Aufwand: Das Erdbeer-Softeis aus dem Thermomix® funktioniert, weil das Eiweiß macht, was Sahne in klassischem Speiseeis macht. Es schlägt Luft ins Fruchteis und gibt dem Ganzen die weiche, cremige Konsistenz, die Softeis von Fruchtsorbet unterscheidet. Ohne Eiweiß wird das Ergebnis eher fest und splittrig. Mit Eiweiß bleibt es löffelbar und soft.

Warum das Eiweiß entscheidend ist
Wer das Eiweiß weglässt, bekommt Fruchtsorbet: fest, eher eis-am-Stiel-Struktur, nichts Cremiges. Wir setzen deshalb auf den Rühraufsatz und schlagen das Eiweiß zwei Minuten auf Stufe 4 auf, nachdem die Erdbeermasse schon zerkleinert ist. Das bringt die Luft hinein, die das Ergebnis soft macht. Wenn du vegan kochst, funktioniert MyEy * oder Aquafaba aus dem Thermomix® als Ersatz. Die Textur wird etwas leichter, das Prinzip bleibt dasselbe.
Gefrorene Erdbeeren: reif einfrieren, nicht irgendwann
Wir nutzen hier ausschließlich gefrorene Erdbeeren, keine frischen. Das ist kein Kompromiss, sondern Methode: Der Thermomix® zermahlt die Eiskristalle und erzeugt dabei gleichzeitig die Kälte, die das Softeis direkt servierfähig macht. Frische Erdbeeren geben zu viel Flüssigkeit ab und kühlen nicht genug. Wenn du eigene Erdbeeren einfrierst, achte darauf, sie reif einzufrieren. Unreife Früchte haben weniger natürlichen Zucker und brauchen mehr Süßungsmittel. Reife Erdbeeren im Gefrierfach geben dem Eis außerdem eine intensivere Farbe.
Der braune Zucker wird zuerst auf Stufe 10 zu Puderzucker gemahlen, damit er sich gleichmäßig verteilt und nicht körnig bleibt. Wer den Zucker ersetzen möchte: Agavendicksaft * oder Ahornsirup * funktionieren als flüssige Alternativen, sie werden direkt mit den Erdbeeren zugegeben statt als erstem Schritt. Xucker * oder Honig * funktionieren wie der braune Zucker und können 1:1 getauscht werden.
Sofort servieren oder kurz ins Gefrierfach
Das Softeis ist direkt nach dem Aufschlagen servierfähig, und wir servieren es fast immer sofort. Wer es etwas fester mag, gibt es 20 bis 30 Minuten in eine gefrierfeste Form. Länger als eine Stunde im Tiefkühl macht es zu fest, weil das Eiweiß-Schaumgitter nachgibt und Eiskristalle dominieren. Dann ist es normales Fruchteis, kein Softeis mehr. Wenn du es als Vorrat einfrierst, lass es vor dem Servieren 10 Minuten bei Zimmertemperatur antauen. Für ordentliche Kugeln empfehlen wir einen Eisportionierer *, der warme Löffelbecher helfen bei tiefgekühltem Eis ebenfalls.

Dasselbe Prinzip funktioniert mit anderen Tiefkühlfrüchten. Wir haben das Himbeer-Softeis aus dem Thermomix® und das Mango-Maracuja-Softeis mit derselben Technik gemacht. Wenn du komplett auf Zucker und Eiweiß verzichten möchtest, findest du bei uns die Erdbeer-Nicecream ohne Zucker, die ausschließlich auf gefrorenen Bananen basiert und eine dichte, eiscreme-artige Konsistenz hat.
Aus unserer Eis-Ausstattung im Einsatz: Gefrierdosen von Springlane *, braunen Xucker *, Stevia * und Einweg-Eisbecher *.
Wer ohne Eismaschine arbeitet: Eis aus dem Thermomix® sammelt Sorten, die auch ohne Maschine cremig werden.

Schnelles Erdbeer-Softeis aus dem Thermomix®
Zutaten
- 60 g brauner Zucker *
- 300 g Erdbeeren gefroren
- 2 Eiweiß
Anleitungen
- Zucker in den Mixtopf geben und 10 Sekunden/Stufe 10 pulverisieren.60 g brauner Zucker
- Erdbeeren zugeben, 15 Sekunden/Stufe 8 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben.300 g Erdbeeren
- Eiweiß in den Mixtopf geben mit dem Spatel unterrühren und 5 Sekunden/Stufe 4 verrühren.2 Eiweiß
- Rühraufsatz einsetzen, 2 Minuten/Stufe 4 verrühren.
- Sofort servieren oder in einer gefrierfesten Form 20 bis 30 Minuten ins Gefrierfach geben.











echt lecker und schnell zubereitet! Danke für das Rezept!