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Gemüsebrühe-Pulver Thermomix®: ohne Hefeextrakt

Thermomix® Gemüsebrühpulver ab jetzt stets in deinem Gewürzschrank bereit.

5,00 · 4 Bewertungen · Aktualisiert 9. Juni 2026
Gemüsebrühe-Pulver für Suppen aus dem Thermomix®Pin
Gemüsebrühe-Pulver für Suppen aus dem Thermomix®
Aktiv
5 Min
Gesamt
6,3 Std
Portionen
1
Aufwand
Aufwändig

Wer einmal die Zutatenliste eines gekauften Brühwürfels gelesen hat, mag das nicht mehr in jeder Suppe haben. Hefeextrakt, Maltodextrin, Aromen, oft Palmöl, Glutamat in seinen vielen Tarn-Namen. Wir machen unser Gemüsebrühe-Pulver seit Jahren selbst, und seitdem steht der Becher mit den gekauften Würfeln nicht mehr im Schrank.

Das Prinzip ist simpel und alt. Frisches Gemüse wird im Thermomix® fein zerkleinert, mit Salz vermischt, im Backofen getrocknet und am Ende noch einmal zu Pulver gemixt. Genau in dieser Reihenfolge. Das Salz übernimmt dabei zwei Aufgaben gleichzeitig: Es konserviert das Gemüse und ist später unsere Würzbasis. Wer Suppen, Eintöpfe oder Soßen kocht, hat damit ab jetzt einen Standard im Schrank, der ohne einzige fragwürdige Zutat auskommt.

Warum das Salz kein Geschmacks-, sondern ein Konservierungsthema ist

Bei diesem Rezept arbeiten wir mit 60 g Salz auf rund 510 g frisches Gemüse plus 10 g getrocknete Tomaten. Das klingt nach viel, ist aber bewusst gewählt. Salz entzieht dem Gemüse Wasser, hemmt Mikroorganismen und macht das Pulver am Ende lange haltbar. Wer den Salzanteil drastisch reduziert, bekommt entweder Schimmel oder muss das Pulver dauerhaft im Tiefkühler lagern. Beides wollen wir nicht.

Die zweite Konsequenz dieser Salzmenge: Eine Suppe braucht später kein zusätzliches Salz mehr. Faustregel aus unserer Küche: 1 gestrichener Teelöffel Pulver auf 500 ml Wasser ergibt eine kräftige Brühe. Wer es feiner mag, nimmt einen halben Teelöffel und schmeckt am Ende ab. Wichtig zu wissen: Das hier ist ein Würzpulver, kein 1:1-Ersatz für eine Brühwürfel-Hefeextrakt-Bombe. Der Geschmack ist klarer, gemüsiger, weniger künstlich rund. Genau deswegen machen wir das.

Welches Gemüse rein muss, welches optional ist

Das Grundgerüst sind Karotten (200 g), Knollensellerie (200 g), Lauch (100 g), Zwiebeln (2 Stück), Knoblauchzehen (2 Stück) und ein halbes Bund Petersilie. Dazu 10 g getrocknete Tomaten als Umami-Träger und 2 TL Pfeffer. Diese Mischung ist nach vielen Versuchen unser Standard, weil sie eine balancierte Brühe ergibt: Karotte und Sellerie liefern Süße und Tiefe, Lauch und Zwiebel den klassischen Suppengrund, Knoblauch den Druck im Hintergrund, Petersilie die Frische. Die getrockneten Tomaten sind der eigentliche Trick. Sie bringen den Umami-Anteil, den industrielles Brühpulver über Hefeextrakt holt. Nur eben echt.

Wer kein Sellerie mag oder nicht im Haus hat, ersetzt ihn durch Pastinake oder Petersilienwurzel. Wer mehr Süße will, gibt 50 g Fenchel dazu. Liebstöckel (frisch oder getrocknet, 5 g reichen) macht aus dem Pulver eine fast schon Maggi-artige Würze, ohne dass Maggi drin ist. Was wir nie reinpacken: Tomaten frisch (zu viel Wasser, längere Trocknungszeit), Paprika (wird beim Trocknen bitter) oder Kartoffeln (stärken zu stark, Pulver wird klebrig).

Resteverwertung statt frischer Einkauf

Der schönste Anlass für dieses Pulver ist die Gemüseschublade am Ende der Woche. Eine schlaffe Karotte, die Hälfte einer Sellerieknolle, ein paar Lauchstangen-Reste, der Knoblauchzehen-Rest aus dem Netz, der gerade keimt. Genau diese Sachen ergeben das beste Pulver, weil intensiv schmeckendes Gemüse durch das Trocknen noch konzentrierter wird. Ein Tipp aus der Praxis: Wir sammeln über die Woche die Gemüsereste in einer Tüte im Kühlschrank und machen sonntags eine Ladung. Das spart Geld und passt zu unserer Resteverwertung mit dem Thermomix®.

Was nicht geht: angeschimmelte Stellen, weiche Zwiebeln mit Fäulniskern, Karotten mit weißem Bart. Bei der Trocknung im niedrigen Bereich (80 °C Umluft) werden Keime nicht zuverlässig abgetötet. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt das Pulver vor dem Mahlen kurz auf 100 °C nachtrocknen. Drei Minuten reichen.

Der Trocknungs-Schritt entscheidet über die Haltbarkeit

Nach dem Hacken liegt eine feuchte, klebrige Gemüsemasse auf dem Backblech. 80 °C Umluft, 6 Stunden, mittlere Schiene. Das ist nicht verhandelbar. Wer höher geht, röstet die Mischung an und bekommt einen leicht angebrannten Geschmack ins Pulver. Wer niedriger geht, riskiert, dass das Pulver später nicht trocken genug ist und im Glas zusammenklumpt oder Schimmel ansetzt.

Die Backofentüre öffnen wir stündlich kurz. Das ist wichtig, weil sonst die Feuchtigkeit im Ofen bleibt und das Gemüse statt zu trocknen eher dünstet. Ein Holzlöffel zwischen Türe und Rahmen geklemmt funktioniert auch und spart das ständige Aufstehen. Wer ein Dörrgerät hat, fährt damit besser: 60 °C, 8 bis 10 Stunden, fertig. Der Geschmack ist eine Spur frischer als beim Backofen, weil noch weniger Maillard-Reaktionen passieren.

Fertig getrocknet ist das Gemüse, wenn es zwischen den Fingern bricht und nicht mehr biegt. Karotten-Stücke werden glasig-orange, Lauchstreifen knistern, die Zwiebel ist hellbraun und durchsichtig. Wer noch unsicher ist, nimmt ein paar Krümel raus und lässt sie 10 Minuten abkühlen. Wenn sie dann hart sind und nicht mehr nachgeben, ist alles trocken. Wenn sie noch zäh sind, kommen sie zurück in den Ofen für eine weitere halbe Stunde.

Mahlen auf Stufe 10: warum 15 Sekunden reichen

Das getrocknete Gemüse kommt zurück in den Mixtopf und wird 15 Sekunden auf Stufe 10 zu feinem Pulver verarbeitet. Länger macht das Pulver nicht feiner, sondern erwärmt es nur unnötig. Wer ein wirklich staubfeines Pulver will, lässt den Mixtopf vorher in den Tiefkühler stellen. Kalt mahlt der Thermomix® feiner, weil weniger Reibungswärme entsteht. Das ist derselbe Trick wie bei Mehl aus Getreide.

Wer ein gröberes Pulver bevorzugt, das man als Topping über Salate oder geröstetes Gemüse streuen kann, mahlt nur 8 Sekunden auf Stufe 8. Das ergibt eine Streu-Konsistenz mit sichtbaren Karotten- und Lauchstücken. Schmeckt auch über Quark oder Avocado-Brot.

Lagerung im Schraubglas und realistische Haltbarkeit

Das fertige Pulver kommt in ein gut verschließbares Schraubglas. 200 g passen in ein Standard-Marmeladenglas. Wichtig: Das Glas muss sauber und trocken sein. Wer Restfeuchtigkeit drin hat, holt sich Klumpenbildung und im schlimmsten Fall Schimmel. Wir spülen das Glas heiß aus und lassen es kopfüber auf einem Tuch über Nacht durchtrocknen, bevor wir es nutzen.

Mit dem Salzanteil von rund 12 Prozent Salz im Endpulver hält sich das Ganze bei dunkler, kühler Lagerung problemlos 6 Monate, oft auch 12 Monate. Nach einem halben Jahr wird der Geschmack flacher, weil die ätherischen Öle aus Petersilie und Knoblauch verfliegen. Deshalb machen wir lieber zweimal im Jahr eine kleine Charge als einmal eine große. Wer den Salzanteil auf 50/50 erhöht (also 250 g Salz auf 250 g Gemüse), bekommt ein deutlich salzigeres Pulver, das aber praktisch unbegrenzt haltbar ist. Das ist die klassische italienische Variante (Dado).

Ein letzter Tipp aus der Praxis: Direkt nach dem Mahlen ist das Pulver leicht warm vom Mixen. Wir lassen es immer 20 Minuten offen abkühlen, bevor wir es ins Glas füllen. Sonst kondensiert die Restwärme an der Glaswand und das Pulver bekommt einen feuchten Rand. Klingt kleinlich, macht aber den Unterschied zwischen rieselfähigem Pulver und einem klumpigen Block, den man mit dem Messer aus dem Glas kratzen muss.

Wofür wir das Pulver konkret nutzen

Klassisch in jeder Suppe, die mit Wasser angesetzt wird. Ein Teelöffel pro 500 ml ist unser Standard für eine Kartoffelsuppe, eine Tomatensuppe aus frischen Tomaten oder eine Pekingsuppe aus dem Thermomix®. Auch für Eintöpfe und Schmorgerichte ein guter Standard, ebenso als Würze für Risotto, Couscous oder einen Quinoa-Salat. Wer Soßen ablöscht, kann das Pulver direkt mit ins Wasser geben statt einer Brühwürfel-Auflösung.

Im Glas neben dem Salzstreuer macht das Pulver sich auch gut. Eine Prise über Rührei, gebratenes Gemüse oder eine Ofen-Kartoffel ersetzt locker das Streusalz und bringt deutlich mehr Tiefe. Wer Brot bäckt, kann einen Teelöffel ins Wasser für den Teig geben, das ergibt einen sehr eigenständigen Geschmack im Brot.

Backofen, Dörrgerät oder Heißluftfritteuse: was am Ende wirklich zählt

Dazu passt: Salzteig Thermomix®.

Wir haben alle drei Methoden über die Jahre getestet. Der Backofen bei 80 °C Umluft für 6 Stunden ist unser Standard, weil ihn jeder zu Hause hat. Das Dörrgerät bei 60 °C läuft 8 bis 10 Stunden, frisst dafür weniger Strom und der Geschmack bleibt eine Spur klarer, weil die niedrigere Temperatur kaum Maillard-Reaktionen auslöst. Die Heißluftfritteuse funktioniert nur für kleine Chargen unter 200 g und braucht ständiges Wenden, lohnt sich also kaum. Im Vergleich zur Konkurrenz fällt eines auf: Wir arbeiten mit rund 12 Prozent Salzanteil, viele Standard-Rezepte liegen bei 30 bis 50 Prozent. Das Pulver hält bei uns trotzdem 6 bis 12 Monate, weil die Trocknung wirklich vollständig ist. Wer das Pulver schneller verbraucht, kann ruhig bei unserem Salzanteil bleiben.

Rezept powered by WP Recipe Maker

Gemüsebrühe-Pulver für Suppen aus dem Thermomix®

von Tobias
Gemüsebrühe-Pulver für Suppen aus dem Thermomix®
5,00 · 4 Bewertungen
Kochmodus — Bildschirm bleibt an
Portionen
1 Glas à 200 g

Zutaten 0 / 9 ✓

  • 10 g getrocknete Tomaten
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehe
  • 100 g Lauch
  • 200 g Knollensellerie
  • 200 g Karotte
  • 60 g Salz
  • 2 TL Pfeffer

Anleitung 0 / 5

  1. 1

    Backofen heizen.

    Backofen auf 80 °C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

    vorgeheizter backofen programme und thermomixPin
  2. 2

    Tomaten hacken.

    Tomaten in den Mixtopf geben und 10 Sekunden/Stufe 10 zerkleinern.

    getrocknete tomaten und oliven im thermomix zerkleinernPin
  3. 3

    Gemüse hacken.

    Petersilie waschen, trockenschütteln, mit den restlichen Zutaten in den Mixtopf geben, 15 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern, mit dem Spatel nach unten schieben und Vorgang wiederholen.

    butterschmalz schinken geduenstetPin
  4. 4

    Gemüsemischung trocknen.

    Gemüse-Mischung auf dem Backblech verteilen und auf mittlerer Schiene etwa 6 Stunden trocknen. Backofentüre stündlich kurz öffnen, um Feuchtigkeit entweichen zu lassen.

    gitter backofen programme und thermomixPin
  5. 5

    Abfüllen.

    Gemüse-Mischung in den Mixtopf geben und 15 Sekunden/Stufe 10 pulverisieren. Gemüsebrühpulver in ein Schraubglas füllen und kühl, trocken und dunkel lagern.

    gemuesebruehpulver fuer suppen aus demPin

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Nährwerte pro Portion

360
kcal
82g
Kohlenhyd.
11g
Protein
2g
Fett
30g
Zucker
63mg
Vit. C
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