Quark wird cremig, wenn man ihn mit Haferkleie mischt. Das klingt seltsam, funktioniert aber: Die Kleie bindet Flüssigkeit aus dem Quark und macht die Masse stabiler, ohne dass sie körnig wird. Wir nutzen das seit Jahren für Low-Carb-Desserts, weil normale Zucker-Stabilisatoren wegfallen.
Dieser Beeren-Nuss-Quark ist in 15 Minuten fertig und liefert 11 g Protein pro Portion. Der Thermomix® hackt die Nüsse und püriert die Beeren separat, bevor alles zusammenkommt. Das hält die Textur klar: knackige Nüsse, cremiger Quark, fruchtige Beeren. Kein Matsch.
Warum Haferkleie statt Chiasamen
Haferkleie bindet Flüssigkeit schneller als Chiasamen und wird nicht glibberig. Bei 20 g Kleie auf 250 g Quark reichen 10 Sekunden Stufe 3, und die Masse ist stabil genug zum Anrichten. Chiasamen brauchen 10 Minuten Quellzeit und verändern die Textur zu stark. Außerdem hat Haferkleie mehr Ballaststoffe bei weniger Kohlenhydraten.
Du kannst auch Flohsamenschalen nehmen (5 g statt 20 g), aber die Masse wird dann sehr fest. Haferkleie hält den Quark cremig.
Nüsse erst rösten, dann mischen
Wir hacken die Nüsse im Thermomix® auf Stufe 5 für 4 Sekunden und rösten sie dann in der Pfanne. Das setzt ätherische Öle frei und gibt ihnen einen karamellisierten Geschmack. Wenn du die Nüsse direkt mit dem Quark mischst, werden sie weich und verlieren den Biss.

Die Röstzeit in der Pfanne liegt bei 3 bis 4 Minuten auf mittlerer Hitze. Rühren nicht vergessen, sonst verbrennen sie an einer Stelle. Sobald sie goldbraun sind und duften, raus aus der Pfanne. Sie rösten sonst in der Resthitze weiter.
Kokosblütenzucker ist die einzige Süße
1 TL Kokosblütenzucker reicht für 2 Portionen, weil die Beeren selbst Fruchtzucker mitbringen. Der Kokosblütenzucker hat einen niedrigeren glykämischen Index als normaler Zucker und einen leichten Karamellton, der zu den gerösteten Nüssen passt. Erythrit funktioniert auch, schmeckt aber kühler und weniger rund.
Wenn du komplett zuckerfrei bleiben willst, lass den Kokosblütenzucker weg. Die Vanilleschote gibt genug Aromavolumen.
Vanilleschote auskratzen, nicht Vanillearoma
Eine halbe Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark mit dem Messerrücken herauskratzen. Das Mark wandert mit den Beeren in den Mixtopf. Vanillearoma oder Vanillezucker sind hier keine Alternative, weil sie die Fruchtigkeit überdecken. Das Mark gibt Vanillepunkte im Quark, die man sieht und schmeckt.

Die ausgekratzte Schote nicht wegwerfen. Sie kann in Zucker trocknen oder in Alkohol ziehen. Für dieses Rezept brauchst du nur das Mark.
Mineralwasser macht die Beeren cremiger
2 TL Mineralwasser mit Kohlensäure in den Mixtopf zu den Beeren geben, bevor du sie auf Stufe 10 pürierst. Die Kohlensäure belüftet das Püree leicht und macht es luftiger. Ohne Wasser wird das Beerenpüree zu dick und lässt sich nicht gleichmäßig in den Quark einrühren.
Stilles Wasser funktioniert auch, aber das Püree bleibt dann kompakter. Die 8 Sekunden auf Stufe 10 reichen, weil die Beeren weich sind. Länger pürieren bringt nichts außer Wärme.
20 g Beeren bleiben ganz
Von den 220 g Beeren gehen 200 g in den Mixtopf zum Pürieren. Die restlichen 20 g bleiben ganz und kommen beim Anrichten obendrauf. Das gibt dem Dessert Struktur und zeigt, dass echte Beeren drin sind. Du kannst jede Beerensorte nehmen: Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren oder eine Mischung.
Gefrorene Beeren gehen auch, aber dann musst du sie vorher antauen lassen. Sonst wird das Püree zu kalt und der Quark klumpt.
Quark auf Stufe 3 für Cremigkeit
Haferkleie und Quark kommen in den Mixtopf, 10 Sekunden Stufe 3 reichen. Die Kleie verteilt sich gleichmäßig und bindet die Flüssigkeit aus dem Quark. Wenn du länger mixt oder eine höhere Stufe nimmst, wird der Quark zu flüssig, weil die Struktur zerstört wird.
Wir nehmen Quark mit 20 % Fett i. Tr., weil Magerquark zu trocken wird und Sahnequark zu fett für Low Carb ist. Die 20 % sind der beste Kompromiss zwischen Cremigkeit und Nährwerten.
Sofort servieren oder kühlen
Der Beeren-Nuss-Quark kann direkt nach dem Anrichten gegessen werden oder 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen. Kalt wird er fester, weil die Haferkleie weiter nachbindet. Länger als 4 Stunden solltest du ihn nicht stehen lassen, sonst werden die Nüsse weich.
Dazu passt: Leinsamen und Vollkornbrot.
Wenn du ihn am Vorabend vorbereitest, füge die gerösteten Nüsse erst kurz vor dem Servieren hinzu. So bleiben sie knackig.
Low-Carb-Beeren-Nuss-Quark aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 7 ✓
- 30 g Nüsse
- 220 g Beeren
- 1/2 Vanilleschote
- 2 TL Mineralwasser mit Kohlensäure
- 1 TL Kokosblütenzucker z.B. nu3°
- 20 g Haferkleie
- 250 g Quark (20 % Fett i. Tr.)
Anleitung 0 / 3
-
1
Nüsse hacken.
Nüsse in den Mixtopf geben und 4 Sekunden/Stufe 5 hacken. Eine Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen, die Nüsse darin unter rühren goldbraun anrösten und beiseite geben.
- 30 g Nüsse
-
2
Beeren zugeben.
Beeren putzen, Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark heraus schaben. 200 g Beeren, Vanillemark, Mineralwasser und Kokosblütenzucker in den Mixtopf geben, 8 Sekunden/Stufe 10 pürieren und mit dem Spatel nach unten schieben.
- 220 g Beeren
- 1/2 Vanilleschote
- 2 TL Mineralwasser
- 1 TL Kokosblütenzucker
-
3
Servieren.
Haferkleie mit Quark in den Mixtopf geben und 10 Sekunden/Stufe 3 mischen. Die Quarkmischung mit den gerösteten Nüssen anrichten und mit den restlichen Beeren garnieren.
- 20 g Haferkleie
- 250 g Quark (20 % Fett i. Tr.)
Tipp: Beeren und Nüsse könnt ihr nach Geschmack wählen.
Rezept-Zubehör Affiliate
Nährwerte pro Portion
Für mehr Low-Carb-Rezepte im Thermomix® schau dir auch unseren Milchreis an. Der lässt sich ebenfalls mit Beeren und Nüssen kombinieren.








Sehr lecker geworden!