So gelingt das Deutschland-Glasdessert aus dem Thermomix® in drei Schichten: 16 Oreo-Kekse 2 Sekunden auf Stufe 5 hacken, 100 g Mango mit 30 g Zucker 10 Sekunden auf Stufe 10 pürieren, die Creme aus Sahne, Eigelb, Stärke und der weißen Oreo-Füllung 7 Minuten bei 90 °C auf Stufe 2 kochen und 30 Sekunden auf Stufe 10 glatt mixen. Creme in 4 Gläser à 250 ml füllen, 30 Minuten bei Zimmertemperatur und dann 1 Stunde im Kühlschrank fest werden lassen, erst danach 400 g geviertelte Erdbeeren und die Oreo-Streusel auflegen. Schwarz von den Keksen, Gold von der Mango, Rot von den Erdbeeren: drei Lagen, ein Takt.

Wir schichten dieses Dessert in genau drei Lagen, weil sich Oreo-Streusel, Vanille-Mango-Creme und frische Erdbeeren im Glas nicht vermischen dürfen. Jede Schicht braucht ihren eigenen Kälte-Takt. Es ist unser Standard-Dessert für jeden Fußballabend, weil man die Gläser am Vortag vorbereiten und einfach aus dem Kühlschrank holen kann, wenn die Gäste kommen. Wer mehr für den Spieltag plant, kombiniert es mit unseren Fußball-Cakepops aus dem Thermomix® und Fußball-Shots.
Gekochte Creme statt kalter Sahne hält die Schicht
Der wichtigste Unterschied zu vielen anderen Oreo-Mango-Glasdesserts: Wir kochen die Creme, statt nur Sahne mit Joghurt aufzuschlagen. 7 Minuten bei 90 °C auf Stufe 2 aktivieren die 20 g Speisestärke, das Eigelb bindet ab und die Masse wird so fest, dass sie als saubere Schicht im Glas stehen bleibt. Eine kalt aufgeschlagene Sahne-Joghurt-Mischung zieht über Nacht Wasser und sackt zusammen. Genau das ist beim Vorbereiten für viele Gäste das Problem.
Die weiße Oreo-Füllung ist dabei nicht nur Deko, sondern Bindemittel. Fett und Zucker aus der Füllung stabilisieren die Creme zusätzlich beim Abkühlen. Ohne sie wird die Masse selbst mit Stärke zu dünn und läuft im Glas auseinander. Deshalb drehen wir die 16 Kekse auseinander, kratzen die Füllung ab und geben sie zur Sahne, während nur die dunklen Kekshälften zu Streuseln werden.

Die Kekshälften kommen 2 Sekunden auf Stufe 5 in den Mixtopf. Länger nicht, sonst wird aus Streuseln Mehl. Die Stücke müssen noch körnig bleiben, damit sie im Mund knacken und einen Kontrast zur cremigen Schicht geben.
Warum 30 g Zucker ins Mangopüree gehören
Das Mangofruchtfleisch wird mit 30 g Zucker 10 Sekunden auf Stufe 10 glatt püriert. Der Zucker macht das Püree nicht nur süßer, er bindet auch die Feuchtigkeit und verzögert das Oxidieren. Ohne Zucker kippt die helle Mangonote bräunlich und der Geschmack wird säuerlich, sobald die Creme länger im Kühlschrank steht. Genau deshalb mixen wir Zucker direkt mit, statt ihn später unterzurühren.

Frisches Mangofruchtfleisch gibt die beste Farbe und die meiste Süße. Wenn nur Tiefkühlmango da ist, vorher vollständig auftauen und das Tauwasser abgießen, sonst wird das Püree zu flüssig und die Creme nimmt die zusätzliche Feuchtigkeit auf. Eine sehr reife, fast schon weiche Mango braucht oft weniger Zucker. Vor dem Pürieren kurz probieren und bei sehr süßer Frucht 5 g bis 10 g Zucker weniger nehmen.
7 Minuten bei 90 °C, dann 30 Sekunden Turbo
Die Vanillecreme wird aus weißer Oreo-Füllung, 250 g Sahne, 2 Eigelb, 1 TL Vanille und 20 g Speisestärke 7 Minuten bei 90 °C auf Stufe 2 gekocht. Die Temperatur aktiviert die Stärke und lässt das Eigelb sanft abbinden, ohne zu stocken. Direkt danach folgt der Turbo-Durchgang: 30 Sekunden auf Stufe 10, damit sich die Oreo-Füllung komplett einrührt und keine Klümpchen bleiben.

Die Creme wird sofort in die Gläser verteilt und muss zuerst 30 Minuten bei Zimmertemperatur abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommt. Wer die noch warme Creme direkt kalt stellt, riskiert Kondenswasser an der Oberfläche, das die oberste Schicht verwässert. Diese 30 Minuten an der Luft sind der unscheinbarste, aber entscheidende Takt im ganzen Rezept.
Erdbeeren erst auf die abgekühlte Creme
Die 400 g Erdbeeren werden geviertelt und kommen erst auf die durchgekühlte Mangocreme. Warme oder lauwarme Creme zieht Saft aus den Erdbeeren, die Früchte werden matschig und färben die Creme rosa. Nach einer Stunde im Kühlschrank ist die Cremeschicht fest, die Erdbeeren bleiben formstabil und die Farben bleiben sauber getrennt.

Die typischen Stolperfallen beim Schichten
Die Schichten vermischen sich im Glas
Wer die Erdbeeren oder Oreos auf die noch warme Creme gibt, bekommt verlaufene Übergänge statt sauberer Lagen. Die Wärme weicht die Streusel auf und löst Farbe aus den Früchten.
Unsere Lösung: Creme erst 30 Minuten an der Luft, dann 1 Stunde im Kühlschrank fest werden lassen. Erst auf die kalte, feste Oberfläche kommen Erdbeeren und Oreo-Streusel.
Die Creme bleibt zu dünn
Wenn die Creme nicht stockt, lag die Temperatur zu niedrig oder die Stärke fehlte. Bei unter 90 °C bindet die Speisestärke nicht zuverlässig ab und das Eigelb bleibt flüssig.
Unsere Lösung: Volle 7 Minuten bei 90 °C auf Stufe 2 einhalten und die 20 g Speisestärke nicht weglassen. Wirkt die Creme noch zu weich, weitere 1 bis 2 Minuten bei 90 °C nachkochen.
Die Oreo-Streusel werden zu Mehl
Zu langes Mixen zerlegt die Kekse vollständig. Dann fehlt der knackige Kontrast zur weichen Creme und die Streusel sehen staubig aus.
Unsere Lösung: Wirklich nur 2 Sekunden auf Stufe 5. Lieber kurz mixen und die Konsistenz kontrollieren, als zu fein zu zerkleinern.
Abwandlungen für jeden Anlass
Himbeer statt Erdbeere: 400 g Himbeeren passen genauso und bringen mehr Säure als Gegengewicht zur süßen Creme. Sie geben aber schneller Saft ab, deshalb erst kurz vor dem Servieren auflegen.
Schokoladiger: 20 g Kakao mit in die Creme geben, dann wird die mittlere Schicht dunkler und der Oreo-Geschmack intensiver. Der Zucker im Mangopüree gleicht die zusätzliche Bitterkeit aus.
Für Kinder ohne Mango-Säure: Statt Mango 100 g pürierte Banane nehmen. Die Banane ist milder, braucht keinen zusätzlichen Zucker und bleibt ebenfalls hellgelb.
Größere Runde: Das Rezept lässt sich problemlos verdoppeln. Beim Kochen der Creme dann 9 bis 10 Minuten bei 90 °C ansetzen, weil die größere Menge länger zum Abbinden braucht.
Welche Gläser sich am besten eignen
Wir nehmen 250-ml-Gläser, weil sich die drei Schichten darin gleichmäßig verteilen. Bei kleineren 150-ml-Gläschen werden die Lagen zu dünn und die Oreo-Streusel fallen durch die Creme. Bei großen 500-ml-Gläsern fehlt der Farbkontrast, weil die einzelnen Schichten zu flach wirken. Für eine Fußballrunde mit vielen Gästen funktionieren auch 6 kleine 150-ml-Gläschen, dann aber mit nur einer dünnen Erdbeerschicht oben.

Dazu servieren wir gern
Das Glasdessert ist der süße Abschluss eines Spieltag-Buffets. Dazu passen unsere Fußball-Cakepops aus dem Thermomix® als Fingerfood und die Fußball-Shots für die Erwachsenen. Wer es fruchtig-spritzig mag, reicht den Erdbeer-Mango-Sekt aus dem Thermomix® dazu, der die gleiche Frucht-Kombination aufgreift. Weitere Ideen findet ihr in unserer Dessert-Kategorie.
So lange hält sich das Schichtdessert
Abgedeckt hält sich das Dessert 2 Tage im Kühlschrank. Die Oreo-Streusel werden nach etwa 24 Stunden weicher, bleiben aber knusprig genug. Deshalb streuen wir sie erst kurz vor dem Servieren auf, wenn wir die Gläser am Vortag vorbereiten. Länger als 2 Tage sollte man das Dessert nicht lagern, weil die Erdbeeren Wasser ziehen und die Creme verwässern. Einfrieren funktioniert nicht: Beim Auftauen trennen sich Sahne und Stärke und die Schichten zerlaufen.
Häufige Fragen zum Deutschland-Glasdessert
Dazu passt: Waffeln und Cantuccini.
Kann ich das Glasdessert am Vortag vorbereiten?
Ja. Die gekochte Creme hält fest. Bereitet Creme, Mango und Erdbeeren am Vortag vor und stellt die Gläser abgedeckt in den Kühlschrank. Die Oreo-Streusel erst kurz vor dem Servieren auflegen, damit sie knusprig bleiben.
Warum wird die Creme gekocht und nicht nur Sahne geschlagen?
7 Minuten bei 90 °C auf Stufe 2 aktivieren die Speisestärke und lassen das Eigelb abbinden. So bleibt die Creme als feste Schicht stehen. Eine kalt geschlagene Sahne-Mischung zieht über Nacht Wasser und sackt zusammen.
Kann ich Tiefkühlmango verwenden?
Ja, aber vorher vollständig auftauen und das Tauwasser abgießen. Sonst wird das Püree zu flüssig und die Creme nimmt die zusätzliche Feuchtigkeit auf. 100 g aufgetautes Fruchtfleisch mit 30 g Zucker pürieren.
Wie lange hält sich das Dessert im Kühlschrank?
Abgedeckt 2 Tage. Danach ziehen die Erdbeeren Wasser und die Creme verwässert. Einfrieren funktioniert nicht, weil sich Sahne und Stärke beim Auftauen trennen.
Welche Glasgröße ist ideal?
250-ml-Gläser für 4 Portionen, dann verteilen sich die Schichten gleichmäßig. Alternativ 6 Gläschen à 150 ml für eine größere Runde oder 2 Weckgläser à 500 ml. Bei kleinen Gläsern die Erdbeerschicht dünner halten.
Funktioniert das Rezept mit allen Thermomix®-Modellen?
Ja. TM31, TM5, TM6 und TM7 arbeiten hier identisch. 2 Sekunden auf Stufe 5 für die Kekse, 10 Sekunden auf Stufe 10 für die Mango, 7 Minuten bei 90 °C auf Stufe 2 für die Creme. Kein Modell-Unterschied.
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Deutschland-Glasdessert aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 8 ✓
- 16 Oreo Kekse
- 100 g Mangofruchtfleisch
- 30 g Zucker
- 250 g Sahne
- 2 Eigelb
- 1 TL Vanille
- 20 g Speisestärke
- 400 g Erdbeeren
Anleitung 0 / 5
-
1
Kekse verarbeiten.
Die Oreokekse auseinanderdrehen, die Cremefüllung von den Hälften extrahieren und beiseite geben. Kekse in den Mixtopf geben und 2 Sekunde/Stufe 5 hacken und beiseite geben.
- 16 Oreo Kekse
-
2
Mango pürieren.
Mango und Zucker in den Mixtopf geben und 10 Sekunden/Stufe 10 pürieren.
- 100 g Mangofruchtfleisch
- 30 g Zucker
-
3
Mischung kochen.
Weiße Oreocremefüllung, Sahne, Eigelb, Vanilleextrakt und Stärke zugeben, 7 Minuten/90 °C/Stufe 2 aufkochen und 30 Sekunden/Stufe 10 mixen, in die Gläschen verteilen und 30 Minuten abkühlen lassen.
- 250 g Sahne
- 2 Eigelb
- 1 TL Vanille
- 20 g Speisestärke
-
4
Erdbeeren putzen.
Inzwischen Erdbeeren waschen und in kleine Viertel schneiden.
- 400 g Erdbeeren
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5
Kühlen und servieren.
Erdbeeren über die Mangocreme geben und für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren mit Oreokeksen bedecken. Mit übrigen Erdbeeren und Mangostücken toppen.
Tipp:
Gläschengröße nach Anzahl der Fußballfans und je nach Wunsch: 2 x 500 ml Weckglas oder 4 x 200 ml Glas oder 6 x 150 ml Gläschen








Hoffentlich wird die nächste WM besser. Das Dessert ist sehr fein und kam gut an!