Rosenkohl garen im Thermomix® dauert 25 Minuten im Varoma auf Stufe 1. Wir geben 600 g Wasser mit 1 TL Salz und 1 TL Gemüsebrühpulver in den Mixtopf, verteilen 500 g geputzten Rosenkohl im Varoma und dämpfen 25 Minuten auf Varoma-Temperatur und Stufe 1. Der Natron-Trick vorher nimmt die Bitterstoffe raus. Das Ergebnis ist bissfest, mild und gleichmäßig gegart, ganz ohne Topf am Herd.

Rosenkohl ist bei uns von Oktober bis Februar fast jede Woche Beilage. Frisch gegart schmeckt er nussig und mild, vorausgesetzt, er gart gleichmäßig und nicht zu lange. Genau das kann der Thermomix® besser als der Topf: Der Dampf zieht von unten durch alle Röschen, während wir oben im Mixtopf gleichzeitig die Soße oder das Kartoffelpüree machen. Ein Gerät, kein extra Topf, kein Überkochen.
Warum der Varoma den Rosenkohl gleichmäßig gar macht
Im Kochtopf liegen die unteren Röschen im sprudelnden Wasser und zerfallen, während die oberen noch hart sind. Im Varoma passiert das nicht: Der Dampf umströmt jedes Röschen von allen Seiten. Wir verteilen die 500 g Rosenkohl in einer Lage, nicht gestapelt, damit der Dampf überall durchzieht. Die 600 g Wasser im Mixtopf reichen für die vollen 25 Minuten, ohne dass der Topf trockenläuft.
Der zweite Vorteil ist die Schonung: Beim Dampfgaren bleibt das Vitamin C deutlich besser erhalten als im Kochwasser, in dem es ausgeschwemmt wird. Eine Portion liefert so noch rund 106 mg Vitamin C bei nur 55 Kalorien. Und während der Rosenkohl oben gart, ist der Mixtopf frei für die Parallelverarbeitung, dazu unten mehr.
Natron und kaltes Wasser: so wird der Rosenkohl mild
Vor dem Garen legen wir den geputzten Rosenkohl in eine Schüssel mit 1000 g kaltem Wasser und 1 TL Natron. Das Natron zieht die Bitterstoffe aus den Röschen und hält die grüne Farbe stabil. 10 bis 15 Minuten einweichen lassen, dann abgießen und kurz abspülen. Dieser Schritt ist optional, aber er macht einen deutlichen Unterschied. Wer Rosenkohl bisher zu bitter fand, sollte den Natron-Trick unbedingt ausprobieren.
Wichtig: nicht zu viel Natron nehmen. 1 TL auf 1000 g Wasser reicht. Mehr macht die Röschen seifig und matschig, weil Natron die Zellwände aufweicht. Die Zaubertopf- und Cookidoo-Rezepte sparen diesen Schritt komplett aus, dort gart der Rosenkohl einfach pur. Genau deshalb schmeckt er dort öfter bitter. Der Natron-Trick ist unser wichtigster Unterschied.
25 Minuten Varoma, Stufe 1: die richtige Garzeit
600 g Wasser mit 1 TL Salz und 1 TL Gemüsebrühpulver in den Mixtopf geben. Den Rosenkohl im Varoma verteilen, nicht zu eng stapeln, damit der Dampf überall hinkommt. 25 Minuten auf Varoma-Temperatur und Stufe 1 dämpfen. Das passt für alle Modelle gleich: TM31, TM5®, TM6® und TM7® brauchen hier keine andere Einstellung, weil Varoma in jedem Modell dieselbe Dampftemperatur erzeugt.

Die Garzeit hängt von der Größe der Röschen ab. Kleine Röschen sind nach 22 Minuten fertig, große brauchen die vollen 25 Minuten oder etwas länger. Unser Trick: große Röschen vorher halbieren, dann gart alles gleichzeitig durch. Bei tiefgefrorenem Rosenkohl rechnen wir 5 Minuten dazu, also rund 30 Minuten, und würzen mit etwas Kräutersalz direkt im Varoma.
Woran wir erkennen, dass der Rosenkohl fertig ist
Nach 25 Minuten mit einem Messer in das dickste Röschen stechen. Es sollte leicht durchgehen, aber noch etwas Widerstand bieten. Wer den Rosenkohl weicher mag, gibt 5 Minuten dazu. Wer ihn richtig bissfest will, nimmt 2 bis 3 Minuten weg. Die Probe machen wir immer am größten Röschen, nicht am Rand, weil die kleinen außen schneller gar sind.
Die drei Fehler, die Rosenkohl ruinieren
Röschen zu eng im Varoma gestapelt
Wenn der Rosenkohl in zwei oder drei Schichten übereinander liegt, kommt der Dampf nicht durch. Die unteren Röschen sind dann matschig, die oberen noch roh. Unsere Lösung: In einer Lage verteilen. Bei mehr als 500 g lieber den Varoma-Einlegeboden mitnutzen und gleichmäßig auf beide Ebenen verteilen, dann zieht der Dampf überall durch.
Bitterer Nachgeschmack trotz frischer Röschen
Bitterer Rosenkohl liegt meist an den natürlichen Senfölglykosiden, die mit der Lagerung zunehmen. Älterer Rosenkohl aus dem Kühlregal schmeckt deshalb bitterer als frisch geernteter. Unsere Lösung: Der Natron-Trick mit 1 TL auf 1000 g kaltes Wasser, 15 Minuten Einweichzeit. Zusätzlich die äußersten welken Blätter entfernen, dort sitzen die meisten Bitterstoffe.
Strunk nicht eingeschnitten
Der dicke Strunk braucht länger als die zarten Blätter. Wer ihn nicht vorbereitet, hat außen weiche Blätter und innen einen harten Kern. Unsere Lösung: Mit einem Messer ein kleines Kreuz in den Strunk schneiden. So gart der Kern in der gleichen Zeit durch wie die Blätter, und die Garzeit von 25 Minuten passt für das ganze Röschen.
Sahne, Speck, Parmesan: so wird aus der Beilage ein Hauptgericht
- Rosenkohl mit Sahne: Den gegarten Rosenkohl mit 100 ml Sahne und einer Prise Muskatnuss in einer Pfanne kurz schwenken.
- Mit Speck: 100 g Speckwürfel in einer Pfanne knusprig anbraten, den Rosenkohl dazugeben und 2 Minuten mit anbraten.
- Parmesan-Rosenkohl direkt im Mixtopf: 50 g Parmesan in Stücken 8 Sekunden/Stufe 10 reiben, beiseite stellen. Dann 50 g Butter mit 1/2 TL Salz 3 Minuten/60 °C/Stufe 2 schmelzen, über den Rosenkohl gießen und mit dem Parmesan bestreuen.
- Honig-Senf: 1 EL Honig mit 1 EL Senf verrühren und den warmen Rosenkohl darin wenden. Passt besonders gut zu Geflügel.
Komplettes Gericht in einem Gang: Rosenkohl plus Kartoffeln
Hier liegt der eigentliche Grund für den Thermomix®. Während der Rosenkohl oben im Varoma gart, ist der Mixtopf nicht leer. Wir geben statt purem Salzwasser gleich geschälte, gewürfelte Kartoffeln (rund 600 g) mit 600 g Wasser und 1 TL Salz in den Mixtopf. Beides gart in den 25 Minuten gleichzeitig: Rosenkohl im Varoma, Kartoffeln im Wasser darunter.
Danach das Kochwasser abgießen, die Kartoffeln im Mixtopf mit etwas Milch und Butter 30 Sekunden/Stufe 4 zu Püree verarbeiten und den Rosenkohl dazu servieren. So steht eine komplette Beilage aus einem Gang auf dem Tisch, ohne dass wir einen zweiten Topf anfassen. Das ist die Parallelverarbeitung, die kein Kochtopf kann.
Was wir zum Rosenkohl servieren
Gedämpfter Rosenkohl passt als Beilage zu Braten, Schnitzel oder Fisch. Wer mehr Gemüse im Varoma garen will: Brokkoli funktioniert mit der gleichen Technik, braucht aber nur 20 Minuten. Dazu passt unser Rahmwirsing als zweite Gemüsebeilage, oder Kartoffelpüree als sättigende Basis direkt aus dem Mixtopf.
So lange hält sich gegarter Rosenkohl
Im Kühlschrank hält sich gegarter Rosenkohl in einer verschlossenen Dose 3 bis 4 Tage. Zum Aufwärmen geben wir ihn kurz mit einem Schuss Wasser in die Pfanne oder erneut für 5 Minuten in den Varoma, dann wird er nicht trocken. Aus den Resten machen wir gern eine schnelle Gemüsepfanne mit Speck oder eine Quiche-Füllung.
Einfrieren funktioniert gut: Den abgekühlten Rosenkohl flach in Gefrierbeutel geben, so hält er 3 Monate. Wir frieren ihn lieber etwas bissfester ein, weil er beim Aufwärmen noch etwas nachgart. Zum Auftauen direkt aus dem gefrorenen Zustand 5 bis 8 Minuten in den Varoma, nicht vorher antauen, sonst wird er matschig.
Dazu passt: Speck.
Warum ist mein Rosenkohl bitter?
Rosenkohl enthält natürliche Bitterstoffe, die mit der Lagerung zunehmen. Den Rosenkohl vor dem Garen 10 bis 15 Minuten in 1000 g kaltes Wasser mit 1 TL Natron legen. Das zieht die Bitterstoffe raus. Zusätzlich die äußersten welken Blätter entfernen.
Wie lange muss Rosenkohl im Varoma garen?
25 Minuten auf Varoma-Temperatur und Stufe 1, mit 600 g Wasser im Mixtopf. Große Röschen vorher halbieren, damit alles gleichmäßig gar wird. Wer ihn weicher mag, gibt 5 Minuten dazu.
Wie lange braucht gefrorener Rosenkohl?
Tiefgefrorener Rosenkohl braucht rund 30 Minuten, also etwa 5 Minuten länger als frischer. Direkt gefroren im Varoma verteilen, nicht antauen, und mit etwas Kräutersalz würzen.
Muss ich den Strunk einschneiden?
Ja. Ein kleines Kreuz in den Strunk schneiden, damit der dicke Kern in der gleichen Zeit gart wie die Blätter. Sonst sind die Blätter weich und der Kern innen noch hart.
Funktioniert das in allen Thermomix-Modellen?
Ja. TM31, TM5, TM6 und TM7 brauchen dieselbe Einstellung: 25 Minuten Varoma, Stufe 1. Der Varoma erzeugt in jedem Modell dieselbe Dampftemperatur, deshalb gibt es keinen Unterschied.
Kann ich gegarten Rosenkohl einfrieren?
Ja. Den abgekühlten Rosenkohl flach in Gefrierbeutel geben, so hält er bis zu 3 Monate. Etwas bissfester einfrieren, weil er beim Aufwärmen nachgart. Zum Auftauen 5 bis 8 Minuten gefroren in den Varoma.
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Rosenkohl garen im Thermomix®
Zutaten 0 / 5 ✓
- 500 g Rosenkohl
- 1 TL Natron optional
- 1600 g Wasser
- 1 TL Salz
- 1 TL Gemüsebrühpulver
Anleitung 0 / 3
-
1
Rosenkohl putzen.
Rosenkohl putzen, in eine Schüssel mit 1 TL Natron und 1000 g Wasser geben. Durch das Natron behält der Rosenkohl beim Dünsten seine schöne grüne Farbe.
- 500 g Rosenkohl
- 1 TL Natron
- 1600 g Wasser
-
2
Brühe einfüllen.
600 g Wasser mit Salz und Gemüsebrühepulver in den Mixtopf geben.
- 1 TL Salz
- 1 TL Gemüsebrühpulver
-
3
Dämpfen.
Rosenkohl im Varoma verteilen und 25 Minuten/Varoma/Stufe 1 dämpfen. Danach nach Belieben weiterverarbeiten.
Tipp: Serviere den Rosenkohl doch mal mit geriebenen Parmesan, etwas Salz und zerlassener Butter. Dazu 50 g Parmesan in Stücken in den Mixtopf geben, 8 Sekunden/Stufe 10 reiben und beiseite geben. 50 g Butter und 1/2 TL Salz in den Mixtopf geben, 3 Minuten/60 °C/Stufe 2 schmelzen und über den Rosenkohl gießen. Mit Parmesan betreuen und servieren.
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Nährwerte pro Portion
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Ich liebe diesen Rosenkohl, er ist so herrlich knackig. Ein sehr leckerer Tipp. Nach dem Varoma Dämpfen in einer Pfanne mit Öl scharf anbraten, ganz kurz. Das schmeckt richtig fein.