Das Gyros-Aroma sitzt nicht im Fleisch. Es sitzt in der Gewürzmischung, die beim Anbraten karamellisiert, und im Dressing, das alles zusammenzieht. Unser Gyros-Salat aus dem Thermomix® macht sich das zunutze: Wir mischen das Dressing aus griechischem Joghurt, Schmand und Knoblauch im Mixtopf in 10 Sekunden auf Stufe 4, und dann zieht der Salat im Kühlschrank durch. Je länger, desto besser.

Wir machen diesen Nudelsalat seit Jahren zur Grillparty. 8 Portionen, 10 Euro, fertig in 40 Minuten, und dann braucht er nur noch Zeit im Kühlschrank. Mindestens drei Stunden, besser über Nacht. Die Farfalle saugen sich voll, der Knoblauch verliert seine Schärfe, Feta und Peperoni geben Salz und Säure ab. Am nächsten Tag schmeckt er oft besser als frisch.
Warum das Fleisch separat in der Pfanne
Wir lassen den Thermomix® das Gemüse und das Dressing übernehmen, das Gyros-Fleisch kommt in die Pfanne. Das ist kein Kompromiss, sondern Absicht. Schweinegeschnetzeltes Gyros-Art braucht direkte Hitze und Röstaromen. Im Mixtopf würde es dämpfen statt braten, die Kruste bleibt aus. Wenn du das Fleisch wirklich knusprig willst, brätst du es in der Pfanne scharf an und lässt es danach leicht abkühlen, bevor es in die Schüssel kommt. Dann weicht es im Dressing nicht sofort durch.
Das Dressing ist der Kern. Wir zerkleinern den Knoblauch im Thermomix® auf 3 Sekunden/Stufe 8, dünsten ihn dann mit Rapsöl auf 3 Minuten/Varoma/Stufe 1, und geben danach Joghurt, Schmand, Olivenöl und die Gewürze dazu. 10 Sekunden/Stufe 4 reichen für eine gleichmäßige Emulsion. Das Ergebnis liegt näher an einem Tzatziki als an einer klassischen Salatsoße: joghurtbasiert, knoblauchbetont, mit dem Kreuzkümmel als Gyros-Signatur.
Was du beim Gemüse beachten solltest
Paprika, Spitzkraut und Frühlingszwiebeln geben wir zusammen in den Mixtopf und zerkleinern auf 3 Sekunden/Stufe 5. Das reicht für grobe Stücke, die im Salat Biss behalten. Wenn du feinere Stücke willst, kannst du kurz zuhalten und nochmal 2 Sekunden geben. Wichtig: Vor dem Start alles mit dem Spatel nach unten schieben, damit kein Gemüse am Rand hängt.
Die Peperoni kommen separat in den Mixtopf, weil sie schon vorzerkleinert sein müssen. Eingelegte Peperoni haben viel Eigensäure, die das Dressing mitprägt. Wer weniger Schärfe will, nimmt statt der 10 Peperoni nur 5 bis 6. Wer mehr will, lässt sie kurz im Sud liegen und gibt einen Löffel des Einlegesafts ins Dressing.
Tomaten und Feta kommen nicht in den Mixtopf. Beides von Hand würfeln und erst in der großen Schüssel unterheben, wenn alles andere schon drin ist. Tomaten würden im Mixtopf zu Brei, Feta zu Bröseln, die sich nicht mehr von der Nudelmasse unterscheiden lassen.
Das Fleisch marinieren oder nicht?
Schweinegeschnetzeltes Gyros-Art kommt fertig gewürzt. Wenn wir die Gewürzintensität noch steigern wollen, geben wir es vor dem Anbraten kurz in eine Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft und einem Teelöffel der selbst gemachten Gyros-Gewürzmischung aus dem Thermomix®. Zwei Stunden im Kühlschrank reichen. Das Fleisch brät danach aromatischer an, weil die Fette die Gewürze bereits aufgenommen haben.
Wenn du keine Zeit hast, geht es auch direkt in die Pfanne. Das Dressing übernimmt den Rest.
Haltbarkeit und Mitnehmen
Im Kühlschrank hält der Salat 2 bis 3 Tage. Nach dem ersten Tag sind Nudeln und Dressing vollständig verbunden, die Schärfe der Peperoni hat sich gleichmäßig verteilt. Für die Grillparty bereiten wir ihn abends vorher zu, lassen ihn über Nacht stehen und nehmen ihn am nächsten Tag direkt mit.
Kurz vor dem Servieren nochmals durchrühren, weil das Dressing sich am Boden absetzt. Einfrieren funktioniert bei diesem Salat nicht. Tomaten und Paprika werden beim Auftauen weich, das Dressing trennt sich.
Wer Gyros als Hauptgericht liebt, findet hier weitere Rezepte: das Ofengyros aus dem Thermomix®, die Gyros-Suppe mit Metaxa und dazu das selbst gebackene Pita.
Gyros-Salat aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 20 ✓
- 400 g Farfalle
- 500 g Schweinegeschnetzeltes Gyros Art
- 1 rote Paprikaschote
- 200 g Spitzkraut
- 4 Frühlingszwiebeln
- 10 eingelegte Peperoni
- 200 g Tomaten
- 250 g Feta
- 250 g Mais aus der Dose abgetropft
- 150 g eingelegte Oliven ohne Stein
- 2 Knoblauchzehen
- 10 g Rapsöl
- 300 g griechischer Joghurt (10 % Fett)
- 200 g Schmand
- 20 g Olivenöl
- 1/2 TL Salz
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Thymian
- 1 TL bunter Pfeffer aus der Mühle
Anleitung 0 / 11
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1
Nudeln kochen.
Nudeln in einen Topf mit kochendem Salzwasser bissfest kochen, absieben, abkühlen lassen und in eine große Schüssel geben.
- 400 g Farfalle
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2
Fleisch anbraten.
Inzwischen Gyros-Fleisch in einer Pfanne knusprig anbraten.
- 500 g Schweinegeschnetzeltes Gyros Art
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3
Paprika putzen.
Paprika waschen, Kerne und Strunk entfernen, in Stücke schneiden und in den Mixtopf geben.
- 1 rote Paprikaschote
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4
Spitzkraut putzen.
Spitzkraut waschen, Strunk herausschneiden, in Stücke schneiden und in den Mixtopf geben.
- 200 g Spitzkraut
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5
Frühlingszwiebeln putzen.
Frühlingszwiebeln waschen, putzen, in Stücke schneiden und in den Mixtopf geben.
- 4 Frühlingszwiebeln
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6
Peperoni zerkleinern.
Peperoni abtropfen lassen, Strunk abschneiden, in den Mixtopf geben, 3 Sekunden/Stufe 5 mit Hilfe des Spatels zerkleinern, und zu den Nudeln geben.
- 10 eingelegte Peperoni
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7
Tomaten schneiden.
Tomaten waschen, in Würfel schneiden und zu den Nudeln geben.
- 200 g Tomaten
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8
Weitere Zutaten zugeben.
Käse in Würfel schneiden, mit Mais und Oliven zu den Nudeln geben.
- 250 g Feta
- 250 g Mais aus der Dose
- 150 g eingelegte Oliven ohne Stein
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9
Knoblauch zerkleinern.
Knoblauch abziehen, in den Mixtopf geben, 3 Sekunden/Stufe 8 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben.
- 2 Knoblauchzehen
-
10
Knoblauch dünsten.
Rapsöl zugeben, 3 Minuten/Varoma/Stufe 1 dünsten.
- 10 g Rapsöl
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11
Dressing mixen und servieren.
Joghurt, Schmand, Olivenöl und Gewürze zugeben und 10 Sekunden/Stufe 4 mischen. Über den Salat geben und gut durchmischen.
- 300 g griechischer Joghurt (10 % Fett)
- 200 g Schmand
- 20 g Olivenöl
- 1/2 TL Salz
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Thymian
- 1 TL bunter Pfeffer
Tipp: Der Salat schmeckt am besten, wenn er mindestens drei Stunden abgedeckt im Kühlschrank durchgezogen hat.















