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Wassermelonengranité Thermomix®: Kratztechnik erklärt

Aktualisiert 1. Juni 2026
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Granité ist kein Sorbet. Der Unterschied steckt in der Gabel: Während Sorbet glatt und cremig wird, kratzt du ein Granité alle 45 bis 60 Minuten mit der Gabel auf, bis grobe Eiskristalle entstehen, die auf der Zunge zerschmelzen. Genau diese Textur macht es zu etwas Eigenem. Der Thermomix® übernimmt den Mixpart in 30 Sekunden, den Rest erledigt das Gefrierfach.

Wassermelonengranité aus dem ThermomixPin
Wassermelonengranité aus dem Thermomix®

700 g Wassermelonenfruchtfleisch, 200 g Wasser, 10 g Zucker, 1 Prise Salz und 1 TL Rosenwasser. Das war’s. Zucker und Salz kommen 10 Sekunden auf Stufe 10, dann alles zusammen 20 Sekunden auf aufsteigend Stufe 6 bis 10. Die Masse läuft danach in eine flache Form. Für 6 Portionen sind das bei knapp 4 € Materialkosten kaum 40 Kalorien pro Portion.

Wir machen dieses Granité seit Jahren, sobald die ersten guten Wassermelonen im Juni in die Kisten kommen. Es ist das einzige Eis bei uns, für das wir weder Eismaschine noch Eigelb noch Sahne brauchen. Und mit 41 Kalorien pro Portion ist es das leichteste Dessert, das wir im Sommer auf den Tisch stellen.

Warum 10 g Zucker statt 150 g reichen

Die meisten Wassermelonen-Rezepte in der Thermomix®-Welt arbeiten mit einem Zuckersirup aus 100 bis 150 g Zucker, manche zusätzlich mit Eiweiß. Wir nehmen 10 g. Der Grund: Eine reife Wassermelone bringt von sich aus rund 8 g Fruchtzucker pro 100 g mit. Bei 700 g Fruchtfleisch sind das schon etwa 56 g natürlicher Zucker in der Masse. Mehr braucht es nicht, wenn die Melone wirklich reif ist.

Die 10 g Zucker pulverisieren wir vorab mit der 1 Prise Salz 10 Sekunden auf Stufe 10. Das ist kein Schnörkel: Feiner Puderzucker löst sich in der kalten Fruchtmasse sofort auf, grober Kristallzucker würde beim Gefrieren als Korn unten liegen bleiben. Das Salz hebt die Süße der Melone an, ohne selbst zu schmecken. Genau diese kleine Menge ist der Unterschied zwischen fad-wässrig und schmeckt nach Melone.

Beim eigentlichen Mixen fahren wir 20 Sekunden aufsteigend von Stufe 6 auf 8 auf 10. Das langsame Hochfahren zieht die Fruchtstücke zuerst nach unten zum Messer, statt sie an die Wand zu schleudern. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige Masse ohne grobe Stücke. Wer direkt auf Stufe 10 startet, hat oft noch Fruchtfasern an der Oberseite des Mixtopfs.

Warum die Gabel-Kratztechnik funktioniert

Fruchtsäfte frieren ungleichmäßig durch. Wenn du die Masse einfach stehen lässt, bekommst du einen Eisblock. Das erste Kratzen nach einer Stunde bricht die äußere Kristallschicht auf und verteilt sie durch die noch flüssige Mitte. Beim zweiten, dritten und vierten Durchgang (insgesamt 4 bis 5 Stunden, stündlich) wachsen die Kristalle kontrolliert weiter, aber bleiben locker. Das Ergebnis ist diese typische, körnig-flockige Granité-Konsistenz, die im Mund sofort schmilzt.

Wichtig ist die Form: flach und breit, nicht hoch. Wir nehmen eine Auflaufform oder ein tiefes Backblech. Je dünner die Masse liegt (2 bis 3 cm), desto schneller frieren die Ränder an und desto gleichmäßiger werden die Kristalle. In einer hohen Schüssel friert nur außen, innen bleibt es stundenlang flüssig.

Wer eine Eismaschine hat, kann den Kratzteil überspringen, die Maschine übernimmt das Rühren. Ohne Eismaschine klappt es aber genauso gut, nur mit mehr Geduld. Ein echter Trick: Wenn du die Wassermelone vorher eine Stunde kalt stellst, startet der Friervorgang schneller und du brauchst seltener zu kratzen.

Stolperfallen beim Granité und wie wir sie lösen

Es wird ein harter Eisblock statt flockig

Das passiert immer dann, wenn das Kratzen vergessen oder zu spät begonnen wurde. Einmal komplett durchgefroren, lässt sich der Block kaum noch auflockern. Unsere Lösung: Stell dir einen Timer auf 60 Minuten und kratze konsequent, solange die Mitte noch matschig ist. Ist der Block schon hart, lass ihn 15 Minuten antauen und zerteile ihn dann grob mit der Gabel. Das rettet die Textur halbwegs.

Das Granité schmeckt wässrig und fad

Meist liegt es an einer unreifen Melone. Wassermelone besteht zu über 90 Prozent aus Wasser, und eine geschmacksarme Frucht wird beim Gefrieren noch flacher. Unsere Lösung: Vor dem Mixen ein Stück probieren. Schmeckt die Melone selbst kaum süß, gib 5 g Zucker mehr dazu und 1 Spritzer Limettensaft. Die Säure hebt das Aroma deutlich an, ohne dass es nach Limette schmeckt.

Kerne knirschen zwischen den Zähnen

Wassermelonen haben Kerne, und der Thermomix® zerkleinert sie nicht komplett. Unsere Lösung: Die fertig gemixte Masse kurz durch ein Sieb in die Gefrierform gießen, bevor sie gefriert. Ein Schritt, 30 Sekunden, Problem gelöst. Bei kernarmen Sorten kannst du dir das sparen.

Rosenwasser, Limette und drei weitere Geschmacksrichtungen

Das Rosenwasser klingt nach viel, aber 1 TL auf 900 g Gesamtmasse gibt nur eine leichte Blumennote. Wer es neutraler mag, lässt es einfach weg. Hier sind unsere fünf liebsten Abwandlungen, die alle mit der gleichen Grundmasse funktionieren:

  • Limette statt Rosenwasser: Saft einer halben Limette (ca. 20 ml) statt des Rosenwassers. Gibt eine frische Säurenote und passt zu jeder Melone.
  • Wassermelone und Minze: 5 frische Minzblätter in den letzten 10 Sekunden mitmixen. Schmeckt nach Sommer und sieht mit grünen Sprenkeln gut aus.
  • Wassermelone und Basilikum: 3 Basilikumblätter statt Minze. Wirkt überraschend, leicht pfeffrig, ein echter Erwachsenen-Geschmack.
  • Aguas-frescas-Stil: 1 EL Limettensaft plus 1 Prise Chiliflocken. Süß-scharf-sauer, der mexikanische Klassiker als Eis.
  • Granité mit Sekt: Nach dem ersten Kratzen 30 ml Prosecco unterrühren. Der Alkohol senkt den Gefrierpunkt, das Granité bleibt lockerer und wird zum Aperitif.

Diese Eis-Rezepte aus dem Thermomix® passen dazu

Das Granité ist für sich ein vollständiges Dessert. Wer an heißen Tagen mehr Auswahl will, schaut sich den Kirsch-Melonen-Slush aus dem Thermomix® an, der in dieselbe Richtung geht. Für ein richtiges Eis ohne Kratztechnik sind das Schokoladeneis und das Vanilleeis aus dem Thermomix® die nächsten Anlaufstellen. Eine ganze Sammlung an Wassereis, Softeis und Sahneeis findest du in unserem Eis aus dem Thermomix®.

So lange hält sich das Granité im Gefrierfach

Frisch geschabt schmeckt das Granité am besten. Im verschlossenen Behälter hält es sich im Gefrierfach problemlos 2 bis 3 Wochen. Allerdings friert es nach ein paar Tagen zum Block zusammen, weil es ohne Sahne oder Eigelb keine Bindung hat. Das ist kein Problem: Lass es vor dem Servieren 10 bis 15 Minuten antauen und kratze es noch einmal mit der Gabel locker.

Wer auf Vorrat arbeitet, kann auch die pure Wassermelone in Würfeln einfrieren. Bei minus 18 °C bleibt das Fruchtfleisch 8 bis 10 Monate gut. So machst du im Winter aus tiefgekühlten Würfeln in Minuten frisches Granité, wenn keine gute Melone zu bekommen ist.

Häufige Fragen zum Wassermelonengranité

Was ist der Unterschied zwischen Granité und Sorbet?

Granité wird beim Gefrieren stündlich mit der Gabel aufgekratzt und bekommt grobe, flockige Eiskristalle. Sorbet wird in der Eismaschine glatt und cremig gerührt. Unser Granité braucht keine Eismaschine und kein Eiweiß, nur Geduld und eine Gabel.

Geht das Granité auch ohne Eismaschine?

Ja, genau dafür ist es gedacht. Die Masse 4 bis 5 Stunden ins Gefrierfach stellen und stündlich mit der Gabel durchrühren. Mit Eismaschine kannst du das Kratzen sparen, sie übernimmt das Rühren.

Warum so wenig Zucker?

Eine reife Wassermelone bringt schon rund 56 g eigenen Fruchtzucker bei 700 g Fruchtfleisch mit. Die 10 g Zucker plus 1 Prise Salz reichen, um das Aroma zu heben. So kommt das Granité auf nur 41 Kalorien pro Portion.

Muss ich die Kerne entfernen?

Der Thermomix® zerkleinert die Kerne nicht vollständig. Wer kein Knirschen will, gießt die gemixte Masse vor dem Einfrieren kurz durch ein Sieb. Bei kernarmen Melonen ist das nicht nötig.

Was tun, wenn das Granité fad schmeckt?

Meist liegt es an einer unreifen Melone. Vor dem Mixen probieren. Schmeckt sie kaum süß, 5 g Zucker mehr und 1 Spritzer Limettensaft dazugeben. Die Säure hebt das Melonenaroma deutlich an.

Funktioniert das Rezept mit TM31, TM5, TM6 und TM7?

Ja, mit allen Modellen identisch. Zucker und Salz 10 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren, dann alles 20 Sekunden aufsteigend Stufe 6 bis 10 mixen. Es gibt keinen Modell-Unterschied.

Rezept powered by WP Recipe Maker

Wassermelonengranité aus dem Thermomix®

von Tobias
thermomix Wassermelonengranite will mixen.de rezeptbild
5,00 · 4 Bewertungen
Kochmodus — Bildschirm bleibt an
Portionen
6 Portionen

Zutaten 0 / 5 ✓

  • 10 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 700 g Wassermelonenfruchtfleisch
  • 200 g Wasser
  • 1 TL Rosenwasser

Anleitung 0 / 3

  1. 1

    Zucker und Salz pulverisieren.

    Zucker und Salz in den Mixtopf geben und 10 Sekunden/Stufe 10 pulverisieren.

    • 10 g Zucker
    • 1 Prise Salz
    zucker pulverisieren im thermomixPin
  2. 2

    Restliche Zutaten mixen.

    Restliche Zutaten zugeben und 20 Sekunden/aufsteigend Stufe 6-8-10 mixen.

    • 700 g Wassermelonenfruchtfleisch
    • 200 g Wasser
    • 1 TL Rosenwasser
  3. 3

    Granitémasse einfrieren.

    In der Eismaschine gefrieren.

    Alternativ in eine Gefrierform füllen, verschlossen ins Gefrierfach geben und nach einer Stunde mit einer Gabel durchrühren. Mindestens 4 weitere Stunden einfrieren. Während dieser Zeit stündlich durchrühren.

Tipp.

Tipp: Wenn du keine Kerne in deinem Granité magst, gib die Masse vor dem Einfrieren durch ein Sieb.

Am besten gelingt dein Granité natürlich in einer Eismaschine.

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Nährwerte pro Portion

41
kcal
10g
Kohlenhyd.
1g
Protein
1g
Fett
9g
Zucker
9mg
Vit. C

Kannst du nicht genug von Wassermelonen bekommen? Dann schau dir doch gleich einmal das Video zu unserem Kirsch-Melonen-Slush aus dem Thermomix® an!

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