Frischer Bärlauch hält unverarbeitet drei bis vier Tage im Kühlschrank. Als Pesto mit Öl-Schutzschicht mindestens eine Woche, eingefroren mehrere Monate. Das ist der eigentliche Grund, warum sich Bärlauchpesto im Thermomix® lohnt: sechs Wochen Saison, aber der Vorrat reicht bis in den Herbst.

Das Rezept ist schnell erledigt: 10 Sekunden auf Stufe 8 für die Feststoffe, dann 25 Sekunden auf Stufe 4 mit dem Olivenöl. In 15 Minuten steht ein 250-g-Glas fertig. Wir laufen bei großen Mengen dasselbe Programm mehrmals durch, statt die Menge zu verdoppeln und die Konsistenz zu riskieren. Wenn du gleich mehrere Gläser einplant, kaufe genug frischen Bärlauch auf Vorrat.

Die Öl-Schicht macht den Unterschied
Das Pesto direkt nach dem Mixen in ein sterilisiertes Schraubglas füllen und die Oberfläche mit einem Schuss Natives Olivenöl extra * bedecken. Dieses Öl bildet eine Sperrschicht gegen Sauerstoff und hält das Pesto frisch und grün. Ohne diese Schicht verfärbt sich Bärlauchpesto innerhalb von Tagen bräunlich. Mit ihr hält es sich im Kühlschrank problemlos eine Woche, oft länger.
Wer mehrere Gläser herstellt, friert die restlichen Portionen direkt ein. Dazu eignen sich luftdicht schließende Behälter gut, zum Beispiel eine Emsa Clip & Close Frischhaltedose *. Im Gefrierfach bleibt das Pesto mehrere Monate haltbar. Viele machen deshalb gleich die gesamte Jahresernte auf einmal, solange frischer Bio Bärlauch * auf dem Markt zu haben ist.
Pecorino oder Parmesan, und warum Pinienkerne
Das Rezept arbeitet mit Pecorino, einem kräftigen Schafskäse, der mehr Salz und Schärfe bringt als Parmesan. Wer es milder mag, wechselt auf Grana Padano * oder Parmesan. Beides funktioniert, die Mengen bleiben gleich.
Die Pinienkerne * kurz in der trockenen Pfanne anrösten, bevor du sie in den Mixtopf gibst. Das dauert zwei Minuten und macht einen spürbaren Unterschied im Geschmack. Wenn du keine Pinienkerne hast, funktionieren Walnüsse. Die Textur wird etwas grober, das Aroma leicht bitterer, beides ist kein Problem. Beim Salz * sparsam anfangen: Pecorino bringt bereits viel Eigensalz mit, lieber am Ende nachwürzen als direkt zu viel hinein.
Beim Sammeln: Bärlauch oder Maiglöckchen?

Wer Bärlauch selbst sammelt, muss auf zwei Verwechslungen achten: Maiglöckchen und Herbstzeitlose sehen dem Bärlauch ähnlich, beide sind jedoch stark giftig. Das sicherste Erkennungsmerkmal ist der Geruch: Zerreibe ein einzelnes Blatt zwischen den Fingern. Riecht es klar nach Knoblauch, ist es Bärlauch. Riecht es neutral oder leicht süßlich, Finger weg. Ein zweites Merkmal ist der Wuchs: Bärlauchblätter kommen einzeln aus einer kleinen Zwiebel am Boden, Maiglöckchen wachsen paarweise aus einem gemeinsamen Stiel.
Wir empfehlen, beim ersten Mal zu zweit zu sammeln oder lieber auf dem Markt zu kaufen. Die Saison läuft von März bis Mitte Mai, Marktware ist in dieser Zeit überall zu finden.
Womit das Pesto am besten läuft

Klassisch auf Pasta: Einen Löffel Bärlauchpesto in heiße Parmesan-Pasta rühren, etwas Pastakochwasser dazu, fertig. Ein direkter Vergleich lohnt sich: Das Basilikum-Pesto aus dem Thermomix® bleibt feiner und milder, Bärlauchpesto hat mehr Schärfe und Knoblaucharoma. Beides hat seine Berechtigung, je nach Gericht.
Gut als Aufstrich auf Brot, als Sauce über gebratenem Hähnchen oder als Einrührer in Tomatensuppe. Für eine vegane Version den Pecorino durch Hefeflocken ersetzen. Wer Schärfe mag, gibt am Ende einen Teelöffel Sambal Oelek dazu. Wir machen das Pesto gerne etwas schärfer, wenn es als Dip zu Brot soll.
Mehr Sauce-Klassiker aus dem Thermomix® holen: Saucen aus dem Thermomix® bündelt Mayo, Pesto, Aufstrich und mehr.
Anzeige Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
Bärlauchpesto aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 6 ✓
- 100 g Bärlauch
- 60 g Pecorino
- 40 g Pinienkerne
- 1/2 TL Salz
- 1/4 TL schwarzer Pfeffer
- 70 g Olivenöl + etwas mehr zum Bedecken
Anleitung 0 / 3
-
1
Pesto zerkleinern.
Bärlauch waschen und gut trocknen, Pecorino in Stücke schneiden. Alle Zutaten, außer Olivenöl, in den Mixtopf geben und 10 Sekunden/Stufe 8 mixen.
- 100 g Bärlauch
- 60 g Pecorino
- 40 g Pinienkerne
- 1/2 TL Salz
- 1/4 TL schwarzer Pfeffer
-
2
Olivenöl einrühren.
Olivenöl in den Mixtopf geben und 25 Sekunden/Stufe 4 verrühren.
- 70 g Olivenöl
-
3
In ein sterilisiertes Einmachglas geben. Um das Pesto länger haltbar zu machen, Oberfläche mit etwas Olivenöl abdecken und im Kühlschrank aufbewahren.
Tipps:
- Das selbstgemachte Bärlauchpesto hält sich im Kühlschrank etwa ein bis zwei Wochen. Im Gefrierfach kannst du es gut verschlossen mehrere Monate aufbewahren.
- Wenn du mehr Schärfe in dein Bärlauchpesto bringen möchtest, verfeinere es mit etwas Sambal Oelek.
- Das Pesto gelingt auch perfekt mit Parmesan.












Ich liebe dieses Bärlauchrezept!
Sehr gutes Pesto zur Bärlauchzeit. Ich liebe den Frühling!
Sehr lecker, vielen Dank für das Rezept! 🙂
Prima Rezept! Danke dafür!
Kann ich nur weiterempfehlen. Sehr lecker
Lecker und würzig. Top!
Dickes Lob für das feine Rezept!
Schnell gemacht! Wird heute Abend mit Penne ausprobiert.
Im Frühling ist Bärlauchpesto nicht wegzudenken
Habe es heute in 2,5 facher Menge gemacht mit gerösteten Mandeln. Pinienkerne hatte ich nicht und muss sagen es schmeckt traumhaft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lecker, mit Mandeln, das ist natürlich auch eine tolle Idee! Nicht nur, wenn man keine Pinienkerne hat, sondern auch einfach mal zur Abwechslung. Werden wir bestimmt ausprobieren. Es gibt gerade so viel Bärlauch ❤️ Herzlichen Dank für deinen Kommentar ❤️
Sehr köstlich!
Super, haben uns letztes Jahr 15 Gläser gemacht.
Sehr lecker! Statt Pinienkerne habe ich Sonnenblumenkerne genommen. Die sind sehr lecker!
Einfach soooo lecker ?
Superlecker!
Sehr fein. Das Pesto machen wir immer im großen Stil und frieren uns die einzelnen Portionen für das ganze Jahr ein. ??
Volle Punktzahl heute!