Karotten-Brokkoli-Salat aus dem Thermomix® ist bei uns die Antwort auf die Frage, was schnell auf den Tisch kommt, wenn der Hunger schon da ist und niemand Lust auf Wasserbad-Salate mit gezogenem Krautgemüse hat. 10 Minuten reichen, weil wir komplett auf das klassische Salzen mit Standzeit verzichten und stattdessen die Säure aus Joghurt, Apfelessig und Orangensaft direkt arbeiten lassen.

Das Rezept steht bei uns seit 2015 in der Datenbank und wir kochen es mehrmals pro Monat als Beilage zu kurzgebratenem Fleisch, als Pausenbox für die Schule oder einfach als kleine Zwischenmahlzeit am Nachmittag. Die Mischung aus 300 g Karotten, 200 g Brokkoliröschen, einer Paprika und einem Apfel ergibt vier ordentliche Portionen, die wir auch problemlos am Vorabend vorbereiten und in Meal-Prep-Boxen abfüllen.
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Warum wir das Gemüse roh und im Mixtopf zerkleinern
Bei den meisten klassischen Karotten-Brokkoli-Salaten wird der Brokkoli kurz blanchiert, abgeschreckt und danach mit den Karotten vermengt. Das funktioniert, kostet aber 15 zusätzliche Minuten und das Gemüse verliert spürbar an Biss. Wir gehen den anderen Weg: Beide Gemüse kommen roh in den Mixtopf, werden kontrolliert auf einer mittleren Stufe zerkleinert und behalten dadurch ihre Knackigkeit.
Der entscheidende Schritt: Karotten und Erdnüsse zuerst, 4 Sekunden auf Stufe 5. Die Karotten werden dadurch in feine Stifte zerkleinert, ohne dass sie zu Brei werden. Wer hier auf Stufe 8 oder 9 geht, bekommt Karottensaft und Karottenpüree statt Salat. Bei 4 Sekunden auf Stufe 5 trifft das Messer die Karotten genau richtig oft, um sie zu raffeln und nicht zu pulverisieren. Die Erdnüsse werden im selben Schritt grob gehackt und entwickeln dabei das Röstaroma erst beim Mischen mit dem feuchten Gemüse richtig.

Direkt danach kommen Brokkoliröschen, Apfel und Paprika dazu, alles wieder 4 Sekunden auf Stufe 5. Wir benutzen den Spatel von oben durch die Einfüllöffnung, um die Stücke nach unten zu schieben. Ohne Spatel-Hilfe bleibt zu viel oben am Rand kleben und wird ungleichmäßig zerkleinert. Der Brokkoli wird in feine Krümel geschnitten, fast wie Couscous, und genau das ist der Punkt: In dieser Größe nimmt er das Dressing sofort auf, ohne dass wir wässriges Brokkoli-Wasser am Schüsselboden haben.
Warum wir auf Salzziehen verzichten
Bei Karotten- oder Krautsalat ist es üblich, das geraspelte Gemüse mit Salz zu vermengen und 30 Minuten ziehen zu lassen, bis Wasser austritt. Das Wasser wird dann abgegossen, der Salat wird kompakter. Bei diesem Rezept brauchen wir das nicht, und das ist der Grund, warum 10 Minuten reichen.
Die Säure-Kombination im Dressing übernimmt die Arbeit, die sonst das Salz machen würde. 50 g Naturjoghurt mit 3,5 % Fett, 20 g Olivenöl, 20 g Orangensaft und 10 g Apfelessig ergeben ein Dressing, das die Zellwände der Karotten und der Paprika sanft öffnet, ohne sie auszulaugen. Der Joghurt bindet das Olivenöl direkt, und die zwei Säuren (Essigsäure plus Fruchtsäure aus dem Orangensaft) dringen schneller in die Gemüsestruktur ein als reines Salzwasser. Wir geben am Ende nur eine kleine Menge Salz dazu (1/2 TL) und 1/4 TL Pfeffer, um das Dressing abzuschmecken, nicht um Wasser zu ziehen.
Wer den Salat länger als 24 Stunden im Kühlschrank lassen will, sollte das im Hinterkopf haben: Ohne Salzziehen tritt mit der Zeit etwas Flüssigkeit aus, und der Salat wird am zweiten Tag etwas weicher. Für die Tagesportion oder die Pausenbox am nächsten Morgen ist das nicht relevant.
Das Honig-Senf-Verhältnis im Dressing
Die Originalversion arbeitet mit Naturjoghurt, Olivenöl, Orangensaft und Apfelessig. Wir machen das Dressing oft etwas runder, indem wir einen knappen Teelöffel Honig und einen halben Teelöffel mittelscharfen Senf dazugeben. Die 30 Sekunden auf Stufe 4 mit dem Joghurt-Mix emulgieren das Olivenöl in die wässrigen Zutaten und ergeben eine cremige Soße, die nicht trennt, wenn der Salat im Kühlschrank steht.
Wichtig: Das Dressing wird im sauberen Mixtopf gemacht, nicht in der gleichen Schüssel wie das zerkleinerte Gemüse. Wenn wir versuchen, alles im Mixtopf zu vermengen, gibt es zwei Probleme. Erstens dreht sich das Gemüse weiter und wird zu Püree. Zweitens verteilt sich das Dressing nicht gleichmäßig, weil unten am Messer alles cremig ist und oben am Rand trocken bleibt. Deshalb: Gemüse aus dem Mixtopf in eine große Schüssel umfüllen, Mixtopf kurz ausspülen, Dressing-Zutaten rein, 30 Sekunden auf Stufe 4 mixen, dann das Dressing über das Gemüse geben und mit dem Spatel unterheben.

Wo es schiefgeht und wie wir gegensteuern
Brokkoli wird zu Mus. Der häufigste Fehler ist, beide Mixstufen zusammenzulegen und Karotten plus Brokkoli gleichzeitig in den Mixtopf zu geben. Karotten sind hart, Brokkoli ist weich. Wenn die Karotten erst nach 4 Sekunden grob zerkleinert sind, ist der Brokkoli schon Püree. Deshalb laufen die beiden Schritte nacheinander, jeweils 4 Sekunden auf Stufe 5, mit Spatel-Hilfe.
Apfel wird braun. Wenn wir den Salat länger als 2 Stunden vor dem Servieren machen, neigt der Apfel zur Braunfärbung. Der Orangensaft im Dressing hilft dagegen, weil die Vitamin-C-Säure die enzymatische Bräunung bremst. Wer ganz sicher gehen will, gibt einen Teelöffel Zitronensaft an die Apfelstücke, bevor sie in den Mixtopf kommen.
Salat wird wässrig. Das passiert, wenn der Brokkoli zu fein zerkleinert wird (länger als 4 Sekunden) oder wenn statt frischer Röschen Tiefkühl-Brokkoli verwendet wird. Tiefkühl-Brokkoli zieht beim Auftauen Wasser, und das Wasser landet im Salat. Für dieses Rezept zwingend frischen Brokkoli verwenden, am besten direkt vom Strunk in Röschen geschnitten.
Was wir am Rezept verändern, je nach Anlass
Vegan ohne Joghurt. Statt Naturjoghurt nehmen wir 50 g Sojajoghurt natur oder 30 g Cashewmus mit 20 g zusätzlichem Wasser. Beide Versionen funktionieren genauso wie der Kuh-Joghurt im Dressing-Mix.
Mit Cranberries und Walnüssen. Für die Herbstvariante geben wir 30 g getrocknete Cranberries und tauschen die Erdnüsse gegen 30 g Walnüsse. Walnüsse erst nach dem Mixen unterheben, weil sie sonst bitter werden, wenn das Messer sie zu fein hackt.
Asia-Variante. Statt Apfelessig 10 g Reisessig, statt Orangensaft 20 g Limettensaft, dazu 1 TL Sesamöl und 1 TL Sojasoße. Erdnüsse bleiben drin, der Apfel kommt raus. Schmeckt zu kurzgebratenen Hähnchenstreifen oder als Beilage zu Reispfanne.
Mit gerösteten Sonnenblumenkernen. Wenn Erdnussallergie ein Thema ist, ersetzen wir die 30 g Erdnüsse durch 30 g geröstete Sonnenblumenkerne. Die kommen erst nach dem Mixen über den Salat, weil sie kleiner sind und schneller zu Mus werden würden.
Was zum Salat passt
Wir servieren den Salat am liebsten als Beilage zu kurzgebratenen Hähnchenbrustfilets, zu gebratenem Lachs oder zu kleinen Frikadellen aus dem Varoma. Auch zum Grillabend funktioniert er gut, weil er nicht so schnell warm wird wie ein klassischer Krautsalat. Für die Pausenbox kombinieren wir ihn mit gekochtem Reis oder einem Stück Vollkornbrot. Wer Lust auf weitere schnelle Salate hat, findet bei uns mehr Inspiration im Grundrezept Brokkolisalat, im Brokkoli-Rohkost-Salat oder in unserer Anleitung, wie man Brokkoli im Varoma® richtig gart.
Wie lange der Salat hält
Im Kühlschrank, in einer geschlossenen Dose, hält der Salat 24 Stunden ohne Qualitätsverlust. Nach 36 Stunden wird der Brokkoli langsam dunkler und das Dressing zieht etwas Flüssigkeit aus dem Apfel. Über 48 Stunden hinaus würden wir ihn nicht mehr essen, weil dann auch die Knackigkeit der Karotten weg ist. Einfrieren funktioniert bei diesem Salat nicht, weil sowohl der Joghurt als auch das rohe Gemüse beim Auftauen Wasser ziehen und der Salat zu einer matschigen Masse wird.
Wenn wir den Salat für die nächsten zwei Tage vorbereiten wollen, lassen wir den Apfel weg und geben ihn erst kurz vor dem Servieren frisch zerkleinert dazu. Damit verlängern wir die Haltbarkeit auf 48 Stunden ohne Bräunung.
Was unsere Version von anderen Thermomix®-Salaten unterscheidet
Die meisten Rezepte im Netz mixen Karotten und Brokkoli in einem Schritt zusammen, oft 5 Sekunden auf Stufe 4. Das Ergebnis ist gleichmäßig, aber der weichere Brokkoli wird dabei feiner als die harten Karotten und verliert Biss. Wir trennen die beiden Stufen bewusst, weil wir die Karotten als Hauptgemüse sehen (300 g zu 200 g Brokkoli, also fast umgekehrtes Verhältnis als bei vielen Konkurrenzrezepten) und die Karotte ihre Stiftform behalten soll. Dazu kommt: Statt klassischer Öl-Essig-Vinaigrette setzen wir auf das Joghurt-Dressing mit Orangensaft, weil es die Erdnüsse besser einbindet und den Salat sahniger macht, ohne ihn schwer zu machen.
Karotten-Brokkoli-Salat aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 11 ✓
- 300 g Karotte
- 30 g Erdnüsse geröstet, gesalzen
- 200 g Brokkoliröschen
- 1 Apfel
- 1 rote Paprikaschote
- 50 g Naturjoghurt (3,5 % Fett)
- 20 g Olivenöl
- 20 g Orangensaft
- 10 g Apfelessig
- 1/2 TL Salz
- 1/4 TL Pfeffer
Anleitung 0 / 3
-
1
Karotten schälen.
Karotten schälen, in Stücke schneiden und mit Erdnüssen in den Mixtopf geben.
- 300 g Karotte
- 30 g Erdnüsse
-
2
Gemüse vorbereiten.
Brokkoli waschen und putzen. Apfel und Paprika waschen, vierteln, Kernhaus und Kerne entfernen.
- 200 g Brokkoliröschen
- 1 Apfel
- 1 rote Paprikaschote
- 50 g Naturjoghurt (3,5 % Fett)
- 20 g Olivenöl
-
3
Gemüse zerkleinern.
Restliche Zutaten in den Mixtopf geben und mithilfe des Spatels 4 Sekunden/Stufe 4 zerkleinern.
Tipp: Probiere statt der Erdnüsse gerne auch andere Nusssorten, wie Walnüsse oder Cashewnüsse aus.
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Nährwerte pro Portion
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