Zimtsterne aus dem Thermomix® funktionieren, weil wir die Nüsse selbst mahlen. Gekaufte gemahlene Mandeln sind zu fein und werden ölig. Wir mahlen 20 Sekunden Stufe 10. Das gibt die richtige Körnung für stabilen Teig.

Die Zimtsterne sind ein schwäbisches Weihnachtsgebäck aus dem 16. Jahrhundert. Sie gehören zur Luxusklasse unter den Plätzchen, weil 400 g Nüsse auf 300 g Zucker kommen. Dieses Verhältnis macht den Teig mürbe und gibt den typischen Mandelgeschmack.
Warum wir Mandeln und Haselnüsse mischen
Das Rezept verlangt 300 g Mandeln und 100 g Haselnüsse. Mandeln allein wären zu mild. Haselnüsse bringen eine leichte Bitternote, die den Zimt trägt. Das Mischungsverhältnis 3:1 ist der Korridor, in dem Zimtsterne nach Zimtsternen schmecken. Bei 2:2 wird es zu nussig, bei 4:0 zu flach.

Der Teig braucht eine Stunde Kühlschrank
Nach dem Kneten liegt der Teig eine Stunde im Kühlschrank. Das ist keine Option. Der Teig enthält viel gemahlene Nuss und wenig Mehl. Ohne Kühlung klebt er beim Ausrollen an beiden Lagen Backpapier fest. Mit einer Stunde bei 6 °C bleibt die Konsistenz formstabil. Kürzer führt zu Klebearbeit, länger bringt keinen zusätzlichen Nutzen.
Eischnee als Glasur statt Puderzucker-Paste
Die weiße Oberfläche kommt aus Eischnee mit Puderzucker. Wir schlagen 3 Minuten auf Stufe 3,5. Das gibt eine dickflüssige, streichfähige Masse. Klassische Zuckerglasur würde nach dem Backen steinhart. Der Eischnee trocknet im Ofen zu einer matten, leicht porösen Schicht. Das ist das Erkennungsmerkmal echter Zimtsterne.

170 Grad Ober-/Unterhitze, unterste Schiene
Wir backen auf der untersten Schiene bei 170 °C. Die Sterne brauchen Hitze von unten, damit die Basis fest wird. Von oben würde die Eiweißglasur zu schnell bräunen. Nach 12 bis 13 Minuten ist die Glasur matt und die Basis stabil. Länger und die Ränder werden hart, kürzer bleibt die Mitte weich.
in der Dose
Zimtsterne halten in einer verschlossenen Blechdose bei Zimmertemperatur 4 Wochen. Die Glasur bleibt trocken, der Teig wird mit den Tagen etwas weicher. Das ist gewollt. Einfrieren funktioniert nicht, weil die Eiweißglasur nach dem Auftauen klebrig wird.
Ähnlich funktionieren Vanillekipferl, Butterplätzchen und gebrannte Mandeln.
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Klassische Zimtsterne aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 8 ✓
- 300 g Zucker
- 300 g Mandeln
- 100 g Haselnüsse
- 1 TL Zimtpulver
- 1 EL Vanillezucker
- 2 Ei
- 1 Prise Salz
- 1 Ei
Anleitung 0 / 5
-
1
Zucker pulverisieren.
Zucker in den Mixtopf geben, 15 Sekunden/Stufe 10 pulverisieren und umfüllen.
- 300 g Zucker
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2
Nüsse mahlen.
Mandeln und Haselnüsse in den Mixtopf geben und 20 Sekunden/Stufe 10 mahlen. 200 g Puderzucker, Zimt und Vanillezucker zugeben und 10 Sekunden/Stufe 7 vermischen.
- 300 g Mandeln
- 100 g Haselnüsse
- 1 TL Zimtpulver
- 1 EL Vanillezucker
-
3
Teig kneten.
2 Eier und das Salz zugeben und 15 Sekunden/Stufe 5 unterrühren. Den Teig entnehmen und in Frischhaltefolie etwa 1 Stunde kühlen. Mixtopf spülen.
- 2 Ei
- 1 Prise Salz
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4
Eiweiß aufschlagen.
Das letzte Ei trennen, das Eiweiß in den Mixtopf geben und den übrigen Puderzucker zugeben. 3 Minuten/Stufe 3,5 schaumig schlagen.
- 1 Ei
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5
Zimtsterne backen.
Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig portionsweise zwischen zwei Lagen Backpapier 1 cm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Die Sterne auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit der Eimasse bestreichen. Auf der untersten Schiene etwa 12 bis 13 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Tipp: Versuche die Zimtsterne einmal komplett mit Mandeln zuzubereiten, statt diese mit Nüssen zu mischen.











