Brotsticks aus dem Thermomix® brauchen weder Hefe noch Gehzeit. Der Teig wird mit Eigelb und kalter Butter auf Stufe 5 geknetet, das Eiweiß kommt erst außerhalb als Pinselglasur drauf. Dieser Trick hält die Sticks beim Backen kompakt statt aufzugehen.
Wir machen die Sticks regelmäßig für Filmabende oder wenn Besuch kommt. In 15 Minuten ist der Teig fertig, nach weiteren 10 bis 15 Minuten im Ofen knusprig. Der Mango-Curry-Dip braucht parallel nur zwei Mix-Durchgänge und ist fertig, bevor die Sticks aus dem Ofen kommen.
Warum Eigelb im Teig und Eiweiß außen
Das Eigelb bindet Mehl und Butter zu einem kompakten Teig, der sich dünn ausrollen lässt. Das Eiweiß wird getrennt aufbewahrt und erst nach dem Formen als Pinselglasur aufgetragen. Es versiegelt die Oberfläche und lässt den Sesam kleben, ohne den Teig schwer zu machen.
Wenn du das ganze Ei in den Teig gibst, wird die Masse weicher und klebriger. Die Sticks lassen sich dann schwerer formen und gehen beim Backen zu stark auf. Mit getrennten Eiern bleiben sie dünn und knusprig.
30 Sekunden Stufe 5 reichen für den Teig
Der Thermomix® knetet Eigelb, Mehl, 160 g Butter, 100 g Milch, Chiliflocken und Salz in 30 Sekunden zu einem glatten Teig. Die kalte Butter wird in kleine Stücke zerteilt und gleichmäßig verarbeitet, ohne dass du sie vorher zimmerwarm werden lassen musst.

Bei Stufe 4 wird der Teig nicht richtig homogen, bei Stufe 6 zu warm und weich. Stufe 5 ist die Balance zwischen sauberer Vermischung und kühler Verarbeitung. Der Teig sollte nach dem Kneten noch kühl sein, damit er sich gut ausrollen lässt.
Dünner schneiden ist wichtiger als gleichmäßig
Die Brotsticks müssen dünn sein, damit sie in 10 bis 15 Minuten durchbacken. Etwa 0,5 cm Durchmesser ist das Ziel. Wenn die Sticks dicker werden, brauchen sie länger und verbrennen außen, bevor die Mitte durch ist.

Gleichmäßigkeit ist zweitrangig. Ein paar unterschiedlich dicke Sticks sind kein Problem, solange alle unter 1 cm bleiben. Du kannst sie mit den Händen zu Stangen rollen oder den ausgerollten Teig mit einem Messer in Streifen schneiden. Beide Methoden funktionieren.
Wir nutzen die Lékué-Silikonform, weil die Sticks dann direkt die richtige Form haben. Ohne Form die Streifen in entgegengesetzter Richtung drehen und mit Abstand aufs Backblech legen, sonst kleben sie zusammen.
Eiweiß vor dem Sesam aufpinseln
Die Sticks werden mit dem übrigen Eiweiß bepinselt, bevor der Sesam drauf kommt. Das Eiweiß wirkt als Kleber und sorgt dafür, dass die Sesamkörner beim Backen nicht abfallen. Ohne Eiweiß rutscht der Sesam runter oder verbrennt direkt auf dem Blech.

Die Eiweißschicht trocknet beim Backen und wird zu einer dünnen Glasur. Das gibt den Sticks die typische glänzende Oberfläche und verstärkt den Knusper-Effekt. 2 TL Sesam sind genug für alle Sticks, mehr macht sie nur bitter.

180 °C und mittlere Schiene
Die Sticks backen bei 180 °C Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene. Bei höherer Temperatur verbrennt der Sesam, bevor der Teig durch ist. Bei niedrigerer Temperatur werden die Sticks trocken statt knusprig.

Die Backdauer schwankt je nach Dicke der Sticks zwischen 10 und 15 Minuten. Prüfe nach 10 Minuten, ob sie leicht gebräunt sind. Wenn nicht, gib ihnen weitere 3 bis 5 Minuten. Sobald sie hellbraun werden, sind sie fertig.

Mango-Curry-Dip: 5 Sekunden grob, 20 Sekunden fein
Während die Sticks backen, spülst du den Mixtopf kurz aus und gibst 250 g Mangofruchtfleisch und eine halbe Zwiebel hinein. 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern die Stücke grob. Dann 200 g Crème Fraîche, 50 g Mayonnaise, 1 TL Currypulver, 1/4 TL Paprikapulver, Salz und Pfeffer zugeben und 20 Sekunden auf Stufe 8 pürieren.
Der Dip ist fertig, wenn er cremig ist und keine sichtbaren Mangostücke mehr enthält. Die Zwiebel gibt eine leichte Schärfe, das Curry den Charakter. Wenn du mehr Schärfe willst, rühre zusätzlich Chiliflocken unter, bis der Dip passt.
Die Mayonnaise macht den Dip stabiler und verhindert, dass sich Crème Fraîche und Mango trennen. Ohne sie wird der Dip nach ein paar Stunden wässrig.
Wie lange haltbar
Die Brotsticks halten sich in einer Blechdose bei Raumtemperatur 3 bis 4 Tage knusprig. Im Kühlschrank werden sie weich. Wenn du sie trotzdem gekühlt aufbewahren musst, röste sie kurz im Ofen bei 150 °C, dann werden sie wieder knusprig.
Der Mango-Curry-Dip hält sich im Kühlschrank in einem verschlossenen Behälter 2 bis 3 Tage. Länger nicht, weil die Mango anfängt zu gären. Vor dem Servieren kurz durchrühren, falls sich etwas Flüssigkeit abgesetzt hat.
Sesam-Chili-Brotsticks mit Mango-Curry-Dip
Zutaten 0 / 15 ✓
- 2 Ei
- 250 g Mehl
- 160 g Butter
- 100 g Milch
- 1 TL Chiliflocken
- 1/2 TL Salz
- 2 TL Sesam
- 250 g Mangofruchtfleisch
- 1/2 Zwiebel
- 200 g Crème Fraîche
- 50 g Mayonnaise
- 1 TL Currypulver + etwas mehr zum Garnieren
- 1/4 TL edelsüßes Paprikapulver + etwas mehr zum Garnieren
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
Anleitung 0 / 8
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1
Teig kneten.
Eier trennen. Eigelb, Mehl, Butter, Milch, Chili und Salz in den Mixtopf geben und 30 Sekunden/Stufe 5 kneten.
- 2 Ei
- 250 g Mehl
- 160 g Butter
- 100 g Milch
- 1 TL Chiliflocken
- 1/2 TL Salz
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2
Brotsticks formen.
Ofen auf 180 °C vorheizen und Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Den Teig ausrollen, in dünne Streifen schneiden und in die Lékué-Brotstick-Backform geben. Alternativ die Streifen in entgegengesetzter Richtung drehen und mit etwas Abstand auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen.
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3
Mit Eiweiß bepinseln.
Die Stangen mit Eiweiß bepinseln.
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4
Mit Sesam bestreuen.
Die Stangen mit Sesam bestreuen.
- 2 TL Sesam
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5
Backen.
Auf mittlerer Schiene 10 - 15 Minuten backen.
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6
Mango und Zwiebeln zerkleinern.
Inzwischen Mixtopf spülen. Mango und Zwiebel in den Mixtopf geben und 5 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern.
- 250 g Mangofruchtfleisch
- 1/2 Zwiebel
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7
Alle Zutaten pürieren.
Restliche Zutaten zugeben und 20 Sekunden/Stufe 8 pürieren.
- 200 g Crème Fraîche
- 50 g Mayonnaise
- 1 TL Currypulver
- 1/4 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
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8
Garnieren.
Den Dip mit etwas Curry- und Paprikapulver bestreuen und mit den Brotsticks servieren.
Tipp: Wenn du etwas mehr Schärfe magst, rühre in den Mango-Curry-Dip einfach auch etwas Chiliflocken unter, bis dein gewünschter Schärfegrad erreicht ist.
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Nährwerte pro Portion
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Der Mango Curry Dip ist fantastisch, sehr lecker, danke für das tolle Rezept 🙂