Klassischer Kartoffelsalat aus dem Thermomix® ist bei uns seit Jahren Grillparty-Standard. Die Radieschen mixen wir direkt im Dressing mit, das färbt die Joghurt-Marinade rosa und gibt dem Salat die typische Schärfe ohne extra Schneiden.
Wir bereiten diesen Salat am liebsten am Vorabend zu und lassen ihn über Nacht durchziehen. Das Dressing saugt sich in die Kartoffelwürfel und die Radieschen-Schärfe verteilt sich gleichmäßiger. Direkt nach dem Anmachen schmeckt der Salat dagegen flach und die einzelnen Komponenten wirken getrennt.
Warum Radieschen ins Dressing und nicht drüber
Die meisten schneiden Radieschen in Scheiben und streuen sie über den fertigen Salat. Wir mixen sie auf Stufe 5 mit der Joghurt-Basis. Das hat drei Gründe:
- Farbe: Das Rosa aus den Radieschen färbt die gesamte Marinade leicht pink. Der Salat sieht weniger neutral aus und man erkennt sofort, dass hier Radieschen drin sind.
- Schärfe: Beim Zerkleinern platzen die Senfölzellen der Radieschen auf. Die Schärfe verteilt sich im Joghurt und jeder Bissen schmeckt nach Rettich, nicht nur die Stellen mit sichtbaren Stücken.
- Textur: Statt großer, knackiger Scheiben bekommt man kleine, weiche Stückchen. Die Radieschen geben dem Dressing Struktur, ohne dass man beim Kauen auf harte Brocken beißt.
3 Sekunden auf Stufe 5 sind genau richtig. Kürzer und die Radieschen bleiben zu grob, länger und das Dressing wird zu flüssig durch das austretende Radieschenwasser.
Kartoffelsorte und Würfelgröße
Wir nehmen festkochende Kartoffeln und würfeln sie auf etwa 1,5 cm. Mehligkochende zerfallen beim Dampfgaren im Varoma zu schnell und der Salat wird matschig. Zu kleine Würfel (unter 1 cm) saugen zu viel Dressing auf und werden weich, zu große (über 2 cm) bleiben nach 25 Minuten innen fest.

Die Eier garen parallel oben im Varoma. Nach 25 Minuten sind sie hartgekocht und die Kartoffeln durch. Länger garen lohnt nicht, weil die Kartoffeln dann am Rand austrocknen und das Eigelb grün wird.
Abkühlen ist Pflicht, nicht optional
Wir lassen Kartoffeln und Eier komplett abkühlen, bevor wir das Dressing darüber geben. Warme Kartoffeln nehmen Joghurt-Dressing zu schnell auf, der Salat wird dadurch trocken und braucht Nachschuss. Kalte Kartoffeln behalten ihre Form und das Dressing bleibt an der Oberfläche, wo es hingehört.

Zum Beschleunigen die Kartoffeln aus dem Garkörbchen direkt auf ein Blech kippen und ausbreiten. Im Kühlschrank dauert das Abkühlen dann 20 statt 40 Minuten.
Erbsen und Schnittlauch erst zum Schluss
Wir streuen TK-Erbsen und Schnittlauch-Röllchen erst ganz am Ende über den fertigen Salat. Beide verlieren bei zu viel Kontakt mit Säure ihre Farbe. Wenn du sie direkt ins Dressing mischst und den Salat über Nacht ziehen lässt, werden die Erbsen graugrün und der Schnittlauch braun.

Die Erbsen müssen aufgetaut sein, sonst kühlen sie den Salat zu stark. Einfach 30 Minuten vorher aus dem Gefrierschrank nehmen und bei Raumtemperatur auftauen lassen.
Dill statt Schnittlauch funktioniert anders
Die Notes schlagen Dill als Alternative vor. Das stimmt, aber Dill ist dominanter. Wenn du Dill nimmst, reduzier die Menge auf ein Drittel (ca. 5 g statt 15 g). Sonst überlagert das Dill-Aroma die Radieschen-Schärfe und der Salat schmeckt nur noch nach Gurkensalat.
Dill passt besser zu klassischem Mayo-Kartoffelsalat. Bei Joghurt-Basis bleibt Schnittlauch die bessere Wahl, weil er milder ist und die anderen Aromen durchlässt.
Über Nacht ziehen oder sofort essen
Du kannst den Salat direkt nach dem Mischen servieren, aber er schmeckt deutlich besser nach mindestens 4 Stunden im Kühlschrank. Die Kartoffeln nehmen die Joghurt-Marinade auf, die Radieschen-Schärfe verteilt sich und der Senf entwickelt sein Aroma. Frisch angemacht schmeckt der Salat nach einzelnen Zutaten, durchgezogen nach einem runden Ganzen.
Abgedeckt im Kühlschrank hält sich der Salat 2 Tage. Länger wird er wässrig, weil die Radieschen und Erbsen Flüssigkeit ziehen. Einfrieren funktioniert nicht, das Joghurt-Dressing trennt sich beim Auftauen.
Mehr klassische Salate
Dazu passt: Schnitzel.
Wenn dir dieser Kartoffelsalat gefällt, probier auch unseren Coleslaw aus dem Thermomix®, Nudelsalat mit Mayo oder Gurkensalat. Alle drei sind Grillbeilagen-Klassiker, die im Thermomix® schneller und einfacher werden.
Klassischer Kartoffelsalat mit Radieschen und Ei aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 11 ✓
- 1000 g Kartoffel
- 4 Ei
- 200 g Erbsen TK
- 500 g Gemüsebrühe
- 1/2 Bund Schnittlauch
- 7 Radieschen
- 200 g Naturjoghurt (3,5 % Fett)
- 20 g Apfelessig
- 20 g Olivenöl
- 10 g mittelscharfer Senf
- etwas frisch gemahlener Pfeffer
Anleitung 0 / 6
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1
Kartoffeln und Eier vorbereiten.
Kartoffeln waschen, schälen, würfeln und in das Garkörbchen geben. Eier waschen und in den Varoma geben. Erbsen auftauen lassen.
- 1000 g Kartoffel
- 4 Ei
- 200 g Erbsen
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2
Kartoffeln und Eier kochen.
Gemüsebrühe in den Mixtopf geben, Garkörbchen einhängen, Varoma aufsetzen. und 25 Minuten/Varoma/Stufe 2 garen.
- 500 g Gemüsebrühe
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3
Zutaten abkühlen lassen.
Varoma beiseite geben, Garkörbchen entnehmen, Mixtopf ausleeren. Eier und Kartoffeln abkühlen lassen.
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4
Schnittlauch hacken.
Inzwischen Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in Röllchen schneiden.
- 1/2 Bund Schnittlauch
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5
Dressing mixen.
Radieschen waschen und mit Joghurt, Essig, Öl und Senf in den Mixtopf geben und 3 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern.
- 7 Radieschen
- 200 g Naturjoghurt (3,5 % Fett)
- 20 g Apfelessig
- 20 g Olivenöl
- 10 g mittelscharfer Senf
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6
Salat mischen und servieren.
Kartoffeln in eine Schüssel füllen. Eier pellen, klein schneiden und in die Schüssel geben. Marinade darüber verteilen, mit Erbsen, Schnittlauch und Pfeffer bestreuen, gut durchmischen und servieren.
- etwas frisch gemahlener Pfeffer
Tipp: Du kannst den Schnittlauch durch frischen Dill ersetzen!
Du kannst den Kartoffelsalat am Vortag zubereiten und über Nacht, abgedeckt im Kühlschrank, durchziehen lassen.









