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Zitronensalzpaste Thermomix®: 6 Monate haltbar im Glas

Sauer macht lustig! Der perfekte, haltbare Zitronengrundstock zum Würzen.

4,93 · 378 Bewertungen · Aktualisiert 2. Juni 2026
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Zitronensalzpaste aus dem Thermomix®
Aktiv
10 Min
Gesamt
15 Min
Portionen
1
Aufwand
Einfach

270 g unbehandelte Zitronen plus 35 g Salz, gemixt zu einer Paste, ergeben den haltbarsten Würzgrundstock, den wir kennen. Das Verhältnis ist kein Zufall: So viel Salz bindet das Wasser der Zitrone so stark, dass die Mischung über Monate stabil bleibt, ohne dass wir kochen, einfrieren oder einkochen müssten. Schale, Fruchtfleisch und Saft landen zusammen im Glas, und genau das ist der Punkt.

Wir haben die Paste vor einigen Jahren angefangen, regelmäßig zu machen, weil uns immer wieder Zitronen im Obstkorb verschimmelt sind. Heute steht ein Glas dauerhaft im Kühlschrank, und 1 TL davon ersetzt im Alltag den Saft und die abgeriebene Schale einer halben Zitrone. Wenn ein Rezept nach „Schale einer Zitrone“ verlangt, müssen wir nicht erst auf den Markt, sondern öffnen das Schraubglas.

Warum 35 g Salz auf 270 g Zitrone das richtige Verhältnis sind

Salz konserviert nicht durch Magie, sondern durch Wasserbindung. Das Salz zieht das Wasser aus dem Fruchtfleisch und der Schale, bindet es osmotisch und entzieht damit Bakterien und Schimmelpilzen die Lebensgrundlage. Bei 35 g Salz auf 270 g Zitrone liegt der Salzanteil im fertigen Glas bei rund 13 Prozent, und das ist genau die Schwelle, ab der die Paste über Monate stabil bleibt.

Wir haben es mit weniger Salz probiert, weil wir die Paste milder wollten. Bei 25 g Salz wurde die Mischung nach acht Wochen gärig und schäumte leicht, wenn wir das Glas öffneten. Das ist ein klares Zeichen, dass die Konservierung kippt. Seitdem halten wir uns strikt an das Verhältnis und gleichen den Salzgehalt im Endgericht aus, indem wir beim Würzen einen TL der Paste mitrechnen und die zusätzliche Prise Salz weglassen.

Schale ist Pflicht, Saft alleine reicht nicht

Das eigentliche Aroma einer Zitrone sitzt nicht im Saft, sondern in den ätherischen Ölen der gelben Schale. Limonen, Citral und eine Reihe weiterer Duftstoffe sind dort eingelagert und werden erst freigesetzt, wenn wir die Schale zerkleinern. Saft alleine schmeckt nur sauer, die Schale liefert das, was wir umgangssprachlich „zitronig“ nennen. Genau deshalb landen die Zitronen bei uns mit Schale im Mixtopf.

Bedingung dafür sind unbehandelte Bio-Zitronen. Konventionelle Zitronen werden mit Wachsen und Fungiziden behandelt, damit sie auf dem Transportweg nicht verderben. Diese Schicht löst sich auch unter heißem Wasser nicht vollständig ab, und sie landet sonst direkt im Glas. Wir nehmen ausschließlich Bio-Ware, waschen sie unter heißem Wasser ab und trocknen sie kurz ab, bevor wir sie in Scheiben schneiden und die Kerne entfernen.

Stufe 5 zerkleinert, Stufe 8 püriert

Der Thermomix erledigt die Paste in zwei Schritten und das hat einen Grund. Im ersten Schritt geben wir die Zitronenscheiben mit dem Salz für 5 Sekunden auf Stufe 5 in den Mixtopf. Auf dieser Stufe werden die Stücke grob zerkleinert, das Salz verteilt sich und beginnt sofort, Wasser aus dem Fruchtfleisch zu ziehen. Würden wir direkt mit Stufe 8 starten, würde die Schale ungleichmäßig zerhackt und ein Teil bliebe oben am Rand kleben.

Im zweiten Schritt schieben wir die Masse mit dem Spatel nach unten und pürieren 10 Sekunden auf Stufe 8. Das wiederholen wir einmal, weil die Schale sonst noch faserige Stücke enthält. Erst nach dem zweiten Durchgang ist die Paste so fein, dass wir sie später ohne Klümpchen in eine Soße rühren können. Die zwei Stufen sind unsere wichtigste Erkenntnis aus mittlerweile über zwanzig Gläsern: Wer alles auf einmal mit hoher Stufe macht, bekommt eine inhomogene Masse mit Faserresten.

Sterilisieren ist kein Detail, sondern entscheidend

Wir kochen das Schraubglas und den Deckel jedes Mal mit kochendem Wasser aus, bevor wir die Paste einfüllen. Das ist kein Ritual, sondern der Punkt, an dem über die Haltbarkeit entschieden wird. Selbst wenn ein Glas frisch gespült aus der Maschine kommt, sitzen am Rand und im Gewinde Restkeime. Im salzhaltigen, leicht sauren Milieu der Zitronenpaste vermehren sie sich zwar langsam, aber irgendwann kippt das Glas trotzdem.

Konkret machen wir es so: Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen, Glas und Deckel in eine hitzebeständige Schüssel stellen, mit dem kochenden Wasser übergießen, eine Minute stehen lassen, dann das Wasser ausgießen und das Glas auf einem sauberen Geschirrtuch kopfüber abtropfen lassen. Erst wenn das Glas innen wieder trocken aussieht, füllen wir die Paste ein. Mit dieser Methode hält die Paste bei uns regelmäßig sechs Monate, manchmal länger.

Was 1 TL Paste konkret ersetzt

Wir rechnen für den Alltag mit einer einfachen Faustregel. Ein gestrichener TL Zitronensalzpaste entspricht etwa dem Saft und der abgeriebenen Schale einer halben Bio-Zitrone plus einer kleinen Prise Salz. Das ist genug für eine Salatsoße für vier Portionen, eine Marinade für Fisch oder den letzten Schliff in einer Tomatensuppe. In Mehlspeisen wie Zitronenkuchen rechnen wir mit zwei TL Paste statt der abgeriebenen Schale einer ganzen Zitrone und reduzieren die Salzmenge im Teig um eine Prise.

Wenn wir die Paste in eine Flüssigkeit einrühren wollen, also etwa in eine fertige Soße oder ein Dressing, lösen wir sie vorher mit etwa der gleichen Menge Wasser an. Direkt in heiße Flüssigkeit gegeben, kann sie kleine Klümpchen bilden, weil das Salz ungleichmäßig in Lösung geht. Mit einem Esslöffel Wasser vorgelöst, verteilt sie sich glatt.

Wo wir die Paste konkret einsetzen

Im Alltag landet die Paste vor allem in herzhaften Gerichten. Beim Zitronen-Knoblauch-Fisch aus dem Varoma rühren wir 2 TL Paste in den Sud, das ersetzt komplett die Zitronenscheiben auf dem Filet und das Aroma zieht gleichmäßiger ins Fischfleisch. In Vinaigretten, Dips und Hummus geben wir 1 TL Paste mit, weil sich der Salzgehalt des Endgerichts dadurch besser kontrollieren lässt als mit frischem Saft plus Salz separat.

In süßen Rezepten setzen wir sie sparsamer ein. Für einen klassischen Zitronenkuchen oder den saftigen Zitronenblechkuchen mischen wir die Paste in den Teig statt der abgeriebenen Schale, ziehen die im Rezept angegebene Salzmenge ab und schmecken nach dem Backen einmal kurz ab, ob ein Schuss frischer Zitronensaft im Guss noch nötig ist. Bei Limonaden und Sirupen wie unserer Zitronenlimonade oder dem Zitronen-Ingwer-Sirup bleiben wir bei frischen Zitronen, weil dort die Säure die tragende Rolle spielt und nicht die Schale.

Die Paste vergleichbar zum Knoblauchgrundstock denken

Wer unseren Knoblauchgrundstock kennt, kann die Zitronensalzpaste fast eins zu eins gleich denken. Auch dort konserviert Salz die frische Zutat, auch dort ersetzt 1 TL Paste eine Knoblauchzehe plus eine Prise Salz, auch dort sterilisieren wir das Glas und entnehmen ausschließlich mit sauberem Löffel. Wer beide Pasten gleichzeitig im Kühlschrank stehen hat, deckt damit den Großteil der schnellen Aromabasis für Soßen, Dips und Marinaden ab, ohne jedes Mal frische Zitrone und Knoblauch parat haben zu müssen.

Was passieren kann und was kein Problem ist

Nach einigen Wochen verfärbt sich die Paste oft etwas dunkler, von hellgelb in Richtung gedecktes Ocker. Das ist eine ganz normale Oxidation der ätherischen Öle und kein Hinweis auf einen Verderb. Geruch und Geschmack bleiben dabei stabil. Wenn die Paste dagegen muffig riecht, sich oben an der Oberfläche ein Pelz bildet oder das Glas beim Öffnen zischt, gehört sie sofort in den Müll. Wir hatten diesen Fall in über drei Jahren genau einmal, und es lag damals an einem Glas, das wir nicht richtig sterilisiert hatten.

Der zweite Punkt ist der Löffel. Wer mit dem benutzten Suppenlöffel kurz ins Glas taucht, schleppt jedes Mal Mikroorganismen aus dem Gericht in die Paste. Wir entnehmen grundsätzlich nur mit einem frisch gespülten oder neuen Löffel. Das klingt pedantisch, ist aber der Unterschied zwischen sechs Wochen und sechs Monaten Haltbarkeit.

Limetten als Variante, kein Ersatz für Saft

Wir machen die Paste gelegentlich auch mit Limetten statt Zitronen. Das Verhältnis bleibt gleich, also 270 g Limetten auf 35 g Salz. Geschmacklich wird die Paste härter und harziger, weil Limettenschale mehr Bittertöne mitbringt als Zitronenschale. Wir nehmen sie dann gezielt für asiatische Marinaden oder Guacamole, nicht als universellen Ersatz. Wer beide Versionen parallel im Kühlschrank hat, sollte die Gläser deutlich beschriften, weil die Farbe nach zwei Wochen kaum noch zu unterscheiden ist.

Was wir nicht versucht haben und auch nicht empfehlen, sind Mischungen aus Zitrone und Limette in einem Glas. Die Aromaprofile überlagern sich und ergeben am Ende eine Paste, die nirgends richtig passt. Lieber zwei kleine Gläser parallel als ein großes mit Mischfrucht.

Im Kühlschrank lagern, nicht im Vorratsregal

Trotz des hohen Salzgehalts gehört die Paste in den Kühlschrank, nicht in den Küchenschrank. Bei Zimmertemperatur bleiben die ätherischen Öle der Schale instabil, das Aroma flacht innerhalb weniger Wochen merklich ab und die Mischung wird leicht bitter. Bei rund 5 °C im Kühlschrank halten wir die Paste verlässlich ein halbes Jahr. Einfrieren ist möglich, hat sich bei uns aber nicht durchgesetzt, weil die Paste im Kühlschrank ohnehin lange genug hält und im Glas griffbereit steht.

Wir füllen sie immer randvoll ab und drücken die Oberfläche mit einem sauberen Löffel glatt, damit möglichst wenig Luft an der Oberfläche bleibt. Eine dünne Schicht gutes Olivenöl obenauf ist optional und wirkt zusätzlich als Sauerstoffsperre. Wer die Paste regelmäßig benutzt, kann darauf verzichten. Wer das Glas eher selten öffnet, sollte das Öl ergänzen.

Rezept powered by WP Recipe Maker

Zitronensalzpaste aus dem Thermomix®

von Marion
Zitronensalzpaste aus dem Thermomix®
4,93 · 378 Bewertungen
Kochmodus — Bildschirm bleibt an
Portionen
1 Schraubglas (250 g)

Zutaten 0 / 2 ✓

  • 270 g Zitrone unbehandelt
  • 35 g Salz

Anleitung 0 / 4

  1. 1

    Zitronen schneiden.

    Zitronenschale gut mit heißem Wasser abwaschen, in Scheiben schneiden, Kerne entfernen und in den Mixtopf geben.

    • 270 g Zitrone
    zitronen schneidenPin
  2. 2

    Zitronen zerkleinern.

    Salz zugeben und 5 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern.

    • 35 g Salz
    zitronen zerkleinern imPin
  3. 3

    Zitronen pürieren.

    Mit dem Spatel nach unten schieben, 10 Sekunden/Stufe 8 pürieren. Nochmal alles nach unten schieben und weitere 10 Sekunden/Stufe 8 mischen.

    zitronen salz paste im thermomix puerierenPin
  4. 4

    Paste abfüllen.

    Einmachglas mit kochendem Wasser sterilisieren, Paste einfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

    zitronen salz paste thermomix rezeptPin
Tipp.

Tipp: Für eine größere Menge Zitronenpaste kannst du die Zutaten verdoppeln.

Du kannst die Paste auch mit Limetten zubereiten. 

Video

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Nährwerte pro Portion

78
kcal
25g
Kohlenhyd.
3g
Protein
1g
Fett
7g
Zucker
143mg
Vit. C

Mehr Rezepte mit Zitrone gibt es in unserer Sammlung. Empfehlenswert sind der Varoma Zitronen-Knoblauch-Fisch, der Zitronen-Pfirsichkuchen und das Zitronen-Schichtdessert.

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1 Kommentar zu „Zitronensalzpaste Thermomix®: 6 Monate haltbar im Glas“

  1. 5 Sterne
    Danke für die Idee mit der zitronenpaste. Sehr hilfreich, kann man für so viele Gerichte, Kuchen, etc. verwenden. Spart viel Arbeit.

4.93 from 378 votes (377 ratings without comment)

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