Karotten machen diese Tomatensauce cremig, kinderfreundlich und sparen den extra Zucker. 120 g Karotten liefern die natürliche Süße, die Tomatensäure ausgleicht, ohne dass Kinder das Gemüse schmecken. Die Sauce gelingt in 25 Minuten für alle Modelle (TM7, TM6, TM5, TM31).

Wir kochen diese Sauce seit Jahren regelmäßig. Die Kombination aus frischen Tomaten, Karotten und Basilikum funktioniert für Nudeln, Pizza, Aufläufe und als Basis für Bolognese. Das Grundrezept bleibt gleich, die Verwendung variiert.
Karotten statt extra Zucker
Tomaten bringen von Natur aus Säure mit. Ohne Ausgleich schmeckt die Sauce kratzig. Viele Rezepte setzen 1 bis 2 Teelöffel Zucker ein. Wir nutzen 120 g Karotten. Die liefern rund 6 g natürlichen Zucker (USDA FoodData Central, 2024), gleichen die Säure aus und machen die Sauce cremiger durch ihren Pektingehalt.
Kinder essen die Sauce, ohne das Gemüse zu bemerken. Die Karotten werden fein zerkleinert und beim Pürieren unsichtbar. Der Geschmack bleibt tomatig, die Konsistenz wird samtiger als ohne Karotten. Das funktioniert auch bei wählerischen Essern.

Stufe 6 bis 9 schrittweise, nicht direkt auf 10
Die Rezeptkarte gibt 45 Sekunden auf Stufe 6 bis 9 schrittweise ansteigend vor. Das hat einen Grund. Direktes Pürieren auf höchster Stufe zerstört die Pektin-Struktur in den Tomatenzellwänden zu stark (Harold McGee, „On Food and Cooking“, 2004). Die Sauce wird dünnflüssig statt cremig.
Schrittweises Ansteigen erhält genug Struktur für Bindung. Du startest bei Stufe 6, steigerst alle 10 bis 15 Sekunden um eine Stufe, endest bei Stufe 9. Die Sauce bleibt sämig und haftet an der Pasta. Bei Stufe 10 von Anfang an wird sie wässrig.
Gareinsatz als Spritzschutz, Messbecher bleibt draußen
Die Karte sagt „ohne eingesetzten Messbecher 15 Minuten kochen“. Das ist keine Nachlässigkeit. Dampf muss während des Kochens entweichen können. Mit eingesetztem Messbecher baut sich Überdruck auf, beim Öffnen spritzen heiße Tomaten.
Wir setzen stattdessen den Gareinsatz kopfüber auf den Deckel. Er fungiert als Spritzschutz, lässt Dampf durch die Löcher entweichen und hält Tomatenspritzer von der Küchendecke fern. Beide Tricks zusammen (kein Messbecher, Gareinsatz oben) halten die Küche sauber.

TM31 nutzt Varoma statt 120 Grad
Der Dünstschritt sagt „4 Minuten / 120 °C (TM31: Varoma) / Stufe 1″. TM31-Besitzer haben keine 120-Grad-Funktion. Die höchste Einstellung am TM31 ist Varoma, die entspricht ungefähr 120 °C im geschlossenen Mixtopf (Vorwerk Bedienungsanleitung TM31, 2004).
TM5, TM6 und TM7 nutzen direkt 120 °C. Beide Wege erzeugen Röstaromen beim Dünsten von Zwiebeln, Knoblauch und Tomatenmark. Das Ergebnis schmeckt gleich. Die Modell-Unterschiede betreffen nur die Temperaturwahl, nicht den Geschmack.

Frische Tomaten oder Dosentomaten
Die Karte nutzt 500 g frische Tomaten. Frische Tomaten schmecken fruchtiger und leichter. Dosentomaten (stückig oder passiert) sind konzentrierter und würziger, weil sie beim Konservieren 20 bis 30 Prozent Wassergehalt verlieren (Lebensmittel-Lexikon, 2024).
Beide funktionieren. Bei Dosentomaten die Kochzeit auf 10 bis 12 Minuten reduzieren statt 15 Minuten. Du bist bereits weicher und brauchen weniger Zeit zum Einkochen. Der Geschmack wird intensiver, die Konsistenz dicker. Das ist eine Frage der Präferenz, nicht der Qualität.
Haltbarkeit: Kühlschrank, Einfrieren, Einkochen
Im Kühlschrank hält sich die Sauce 3 bis 4 Tage in einem sauberen Schraubglas. Eingefroren in Portionsbechern (100 ml entsprechen einer Portion Pasta) bleibt sie 3 bis 6 Monate verwendbar.
Eingekocht hält die Sauce bis zu 12 Monate kühl und dunkel gelagert (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, 2023). Dafür die heiße Sauce in sterilisierte Schraubgläser füllen, Deckel fest verschließen und 30 Minuten bei 100 °C im Backofen oder Dampfgarer nachsterilisieren. Ein Vakuum entsteht beim Abkühlen, erkennbar am eingezogenen Deckel.

4 Portionen Sauce reichen für circa 400 g gekochte Pasta (100 g pro Person als Hauptgericht). Bei größeren Mengen die Zutaten verdoppeln. Die Sauce funktioniert als Basis für Spaghetti Bolognese, Lasagne oder als Pizzasauce auf selbstgemachtem Pizzateig.
Basilikum frisch oder getrocknet
Die Karte nutzt 1 Teelöffel getrockneten Basilikum. Das funktioniert zuverlässig und ist das ganze Jahr verfügbar. Frischer Basilikum bringt intensiveres Aroma, wird aber bitter beim Mitkochen.
Bei frischem Basilikum 5 bis 6 Blätter nach dem Pürieren mit dem Spatel unterheben. Nicht mitkochen. Die ätherischen Öle bleiben so erhalten. Getrockneter Basilikum verträgt Hitze besser und wird beim Kochen mit den restlichen Zutaten zugegeben.



Als Nudelfan probiere auch unsere Carbonara, Mac & Cheese, den mediterranen Nudelsalat oder die One-Pot-Pasta.
Welche Tomaten?
Reife San Marzano (italienisch, wenig Wasser), Roma (fleischig), Strauchtomaten. Im Winter: Dose stückige Tomaten 400 g + 100 g Tomatenmark. Cherry-Tomaten nur als Ergänzung.
Warum Tomatenmark dazu?
50 g Tomatenmark intensiviert das Aroma um Faktor 3 (konzentrierte Glutamate). Plus: schließt die Saucen-Farbe (tiefes Rot statt Wässrig-Orange). Bei sehr reifen Tomaten 30 g, sonst 50 g.
Warum Karotte?
120 g Karotte bringt natürliche Süße, balanciert die Tomatensäure. Italienisches Klassiker-Trick (Soffritto-Basis mit Zwiebel + Karotte + Sellerie). Ohne: müsste man Zucker dazugeben.
Welche Variationen?
Bolognese (300 g Hack mitkochen), Arrabbiata (1-2 Chili scharf), Vodka-Sauce (2 EL Vodka + 50 g Sahne), Basilikum (1 Bund am Ende), Puttanesca (Oliven + Kapern + Sardellen).
Welche Pasta passt?
Spaghetti, Penne, Rigatoni (für stückige Sauce), Tagliatelle (für Bolognese), Linguine (für Meeresfrüchte). Klassisch: 100 g Pasta pro Portion + 100 ml Sauce.
Sahne dazu?
Für cremige Variante: 50-100 g Sahne am Ende. Bei Tomatensahne-Sauce: 200 g Sahne. Achtung: Säure der Tomaten kann Sahne flocken lassen, daher Sahne ZULETZT dazu, nicht mitkochen.
Wie lange haltbar?
3-4 Tage Kühlschrank in Glas. Eingefroren in Portionen 6 Monate. Sterilisiert in Gläsern (10 Min auskochen): 6 Monate Vorratskammer. Geheim: Vorrat aus Sommer für Winter machen.
San Marzano, Knoblauch in Scheiben und Olivenöl zum Schluss
Drei italienische Klassiker-Kniffe heben die Sauce nochmal eine Stufe. San Marzano Dosentomaten enthalten 20 bis 30 Prozent weniger Wasser als normale Dosenware und bringen eine kräftigere, weniger säurelastige Tomatennote (Consorzio San Marzano DOP, 2024). Beim Knoblauch hilft es, die Zehe vor dem Einwerfen kurz mit der flachen Messerseite anzudrücken statt im Mixtopf zu zerkleinern. Das löst die Aromen, hält sie aber milder. Und 1 Esslöffel gutes Olivenöl erst nach dem Pürieren mit dem Spatel unterheben. So emulgiert es kalt mit der Sauce und gibt eine samtige Konsistenz, statt beim Mitkochen seine fruchtige Note zu verlieren.
Tomatensauce aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 11 ✓
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Zwiebel
- 120 g Karotte
- 30 g Olivenöl
- 50 g Tomatenmark
- 500 g Tomaten
- 1 TL Gemüsebrühpulver oder selbstgemachte Thermomix® Gemüsepaste
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Zucker
- 1 TL getrockneter Basilikum
- 2 Prisen schwarzer Pfeffer
Anleitung 0 / 6
-
1
Knoblauch vorbereiten.
Knoblauchzehe abziehen und in den Mixtopf geben.
- 1 Knoblauchzehe
-
2
Zerkleinern.
Zwiebel abziehen, halbieren, zugeben und 3 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern.
- 1 Zwiebel
-
3
Karotten.
Karotten schälen, zugeben und 5 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern. Mit dem Spatel nach unten schieben.
- 120 g Karotte
-
4
Dünsten.
Olivenöl und Tomatenmark zugeben und 4 Minuten/120 °C (TM31 Varoma)/Stufe 1 dünsten.
- 30 g Olivenöl
- 50 g Tomatenmark
-
5
Kochen.
Tomaten waschen, halbieren, mit den restlichen Zutaten zugeben und ohne eingesetzten Messbecher 15 Minuten/100 °C/Stufe 1 kochen. Gareinsatz als Spritzschutz verwenden.
- 500 g Tomaten
-
6
Pürieren.
Messbecher einsetzen und 45 Sekunden/Stufe 6 - 9 schrittweise ansteigend pürieren.
- 1 TL Gemüsebrühpulver
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Zucker
- 1 TL getrockneter Basilikum
- 2 Prisen schwarzer Pfeffer
Tipp: Alternativ kannst auch Dosentomaten verwenden.
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Wir lieben diese Tomatensoße
Selbstgemacht schmeckt am besten ?
Das ist die beste Tomatensoße die wir bisher gekocht haben ??
Kann man die haltbar machen?
Super mega lecker ??
Irre einfach, irre lecker. Hatte statt Möhren auch mal Zucchini genommen. Schmeckte auch prima. Danke für das tolle Rezept. Gruß Thorsten
Hallo lieber Thorsten! Das mit den Zucchini ist eine gute Idee. Werden es bald ausprobieren und das Rezept ergänzen. Liebe Grüße Tobias
Seeehr lecker ?
Super leckere Soße, wir hatten keine frischen Tomaten sondern nur geschälte Tomaten aus der Dose. Aber sonst alles wie im Rezept und meine Familie ist begeistert die darf es jetzt öfters geben. Danke für das Rezept.
Beste Tomatensauce wir lieben sie. Bei uns kommt keine andere mehr auf den Tisch. 💖 lg Kirsten
Ganz lecker, hatte keine frischen Tomaten war aber sehr lecker mit Dosen Tomaten. Wird auf jeden Fall wieder gekocht. Ich habe auch chipotle in Adobo zugefügt. Wir mögen es ein bisschen 🌶️ scharf.