Espresso ist von Haus aus bitter. Wenn der gleiche Espresso in Eis landet, mildert die Kälte die Bitterkeit deutlich ab. Das klingt gut, führt aber zu einem typischen Fehler: zu wenig Zucker. Wir zeigen dir, wie du die Balance richtig triffst.
Das Rezept ist kompakter als es wirkt: zuerst Sahne auf Stufe 3,5 steif schlagen, dann Zucker, Eier und Milch in 8 Minuten bei 70 °C auf Stufe 3 zu einer Crème anglaise erhitzen, den Espresso kurz auf Stufe 8 einmixen, alles abkühlen lassen und die Sahne auf Stufe 4 unterheben. Dann einfrieren, fertig. Der Thermomix® erledigt das Rühren der Crème anglaise ohne Topf und ohne Anbrenngefahr.
Der Espresso entscheidet über alles
200 g Espresso klingt nach viel. Das entspricht etwa vier bis fünf Doppelshots, also einem kräftigen Kaffeekonzentrat. Wichtig ist, dass du den Espresso wirklich frisch brüht und vor dem Einmixen vollständig abkühlen lässt. Heißer Espresso würde die Crème anglaise zu früh erwärmen und die Konsistenz ruinieren. Wer keinen Vollautomat oder keine Espresso-Maschine * hat, kann starken Filterkaffee nehmen. Das Ergebnis ist weicher im Aroma, aber völlig in Ordnung.
Für eine kräftigere Bitterkeit mit knuspriger Note: schokolierte Kaffeebohnen * grob zerkleinern und kurz vor dem Einfrieren unter die Masse rühren.
Ohne Eismaschine: was wirklich funktioniert
Eine Eismaschine macht das Ergebnis cremiger, weil sie die Masse beim Gefrieren kontinuierlich rührt und verhindert, dass sich große Eiskristalle bilden. Wer keine hat, kann die Masse in einen Gefrierbehälter füllen und nach einer Stunde kräftig mit dem Schneebesen durchrühren. Das wiederholt man stündlich für insgesamt fünf Stunden. Der Aufwand lohnt sich: durchgerührtes Eis bleibt deutlich cremiger als einmal eingefrorene Masse. Wer das überspringt, bekommt ein festes, eher granita-artiges Eis.
Zucker und Alternativen
150 g Zucker auf 6 Portionen ist die getestete Menge. Wer auf Süßungsmittel umsteigen will: Stevia oder Erythrit gehen, verändern aber die Textur. Erythrit gefriert anders als Zucker und macht das Eis tendenziell härter. Wenn du das probierst, friere ein kleines Testportion-Päckchen separat ein und prüfe die Konsistenz vor dem Einfrieren der Hauptmenge. Pflanzliche Milch geht ebenfalls: Mandelmilch oder Kokosmilch anstatt der 300 g Milch funktionieren, Kokosmilch bringt dabei eine leicht süßliche Eigennote mit, die zum Espresso gut passt.
2 Wochen luftdicht, dann 5 Minuten antauen
In einem luftdichten Gefrierbehälter hält sich das Eis bis zu zwei Wochen. Vor dem Servieren 5 bis 10 Minuten antauen lassen, dann lässt es sich besser mit dem Eisportionierer ausstechen. Im Rezept-Tipp findest du außerdem den Hinweis auf unseren Kaffeesahne-Likör: als Sauce über das fertige Eis ist das eine der besten Kombinationen, die wir kennen.
Für mehr Eis aus dem Thermomix® schau dir unsere Eisrezepte-Übersicht an. Wer lieber in Richtung Kaffee-Desserts stöbert: Tiramisu aus dem Thermomix® passt perfekt dazu. Und für die heiße Variante ohne Einfrieren gibt es den Eiskaffee aus dem Thermomix®, der nichts mit Eis-Zubereitung zu tun hat, sondern ein gekühltes Kaffeegetränk ist.
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Was Mitbewerber anders machen
Dazu passt: Brownie und Amarettini.
Dazu passt: Cola-Wassereis Thermomix®.
Wir haben uns die anderen großen Thermomix®-Blogs angeschaut und ein paar Unterschiede gefunden, die wir bewusst anders loesen. Viele Rezepte arbeiten mit reiner Sahne plus Eigelb-Basis, das wird reichhaltig, aber auch schwer und braucht eine Eismaschine für echte Cremigkeit. Andere mischen Espresso mit Eiskaffeepulver und Vanilleeis und landen damit eher beim Eiskaffee als beim echten Espresso-Eis. Wir setzen auf eine kraeftige Espresso-Konzentration, damit der bittere Kaffee-Kick bleibt, und liefern die crushed Variante als Sommer-Shortcut gleich mit. Wer mag, traeufelt heissen Espresso direkt auf die Kugel und hat sofort einen Affogato im Glas.
Espresso-Eis aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 6 ✓
- 400 g Sahne
- 1 Prise Salz
- 150 g Zucker
- 2 Ei
- 300 g Milch
- 200 g Espresso
Anleitung 0 / 5
-
1
Sahne schlagen.
Mixtopf kalt ausspülen, Rühraufsatz einsetzen. Sahne mit Salz in den Mixtopf geben, auf Stufe 3,5 so lange schlagen, bis sie steif ist und beiseite geben. Rühraufsatz entfernen.
- 400 g Sahne
- 1 Prise Salz
-
2
Eimasse erhitzen.
Zucker, Eier und Milch in den Mixtopf geben und 8 Minuten/70 °C/Stufe 3 erhitzen.
- 150 g Zucker
- 2 Ei
- 300 g Milch
-
3
Espresso zugeben.
Espresso zugeben, 5 Sekunden/Stufe 8 mixen und anschließend abkühlen lassen.
- 200 g Espresso
-
4
Sahne unterheben.
Sahne zugeben und 10 Sekunden/Stufe 4 unterheben.
-
5
Einfrieren.
In der Eismaschine gefrieren.
Alternativ in eine Gefrierform füllen, verschlossen ins Gefrierfach geben und nach einer Stunde mit einem Schneebesen durchrühren. Mindestens 4 weitere Stunden einfrieren. Während dieser Zeit stündlich durchrühren.
Tipp: Verfeinere dein Esspresso-Eis mit einem feinen Kaffeelikör als Soße.













