Grießbrei klumpt fast immer dann, wenn der Grieß zu schnell in die heiße Flüssigkeit fällt und sofort quillt. Der Thermomix® löst das Problem durch konstantes Rühren auf Linkslauf: Der Grieß quellt gleichmäßig, die Konsistenz bleibt seidig. So geht es in Kurzform: 500 g Milch, 200 g Sahne, 60 g Zucker, 1 Vanilleschote, 1 Prise Salz und Zimt 8 Minuten/100 °C/Stufe 1 erhitzen. Dann 80 g Hartweizengrieß plus 1/4 TL Zitronenschale dazu und 15 Minuten/90 °C/Linkslauf/Stufe 2 garen. Zum Schluss 20 g Butter 10 Sekunden/Linkslauf/Stufe 3 untermischen. Fertig in 30 Minuten, 4 Portionen.

Wir machen diesen Grießbrei seit Jahren als schnelles Mittag- oder Abendessen, das auch Kinder ohne Diskussion löffeln. Der Unterschied zu den meisten Rezepten: Wir arbeiten mit 200 g Sahne statt nur Milch und ziehen eine echte Vanilleschote mit. Das Ergebnis ist cremiger und runder als die klassische Variante mit 1000 g Milch und sonst nichts. Genauso unkompliziert gelingt unser Thermomix® Milchreis, wenn ihr lieber Reis statt Grieß löffelt.
Hartweizengrieß oder Weichweizengrieß: was kommt in den Brei?
Das ist die häufigste Frage und der Punkt, an dem sich die Rezepte unterscheiden. Viele Thermomix®-Rezepte greifen pauschal zu Weichweizengrieß, weil er mehr Stärke enthält und schneller bindet. Wir nehmen bewusst 80 g Hartweizengrieß, weil er fester quillt, mehr Biss behält und beim Abkühlen nicht zu Pudding zusammenfällt. Beide Sorten funktionieren im Thermomix® mit denselben Einstellungen, der Unterschied zeigt sich erst auf dem Teller.
Weichweizengrieß wird zarter und cremiger, fast wie ein lockerer Pudding. Hartweizengrieß zieht beim Stehen fester nach und schmeckt minimal nussiger. Wer den Brei für Kleinkinder kocht oder es sehr weich mag, kann auf Weichweizengrieß wechseln und dann nur 70 g statt 80 g nehmen, weil er stärker bindet. Wer Reste am nächsten Tag schneiden und in der Pfanne anbraten will, bleibt bei Hartweizen. Beide saugen über Nacht weiter Flüssigkeit, deshalb planen wir beim Anrichten immer einen Schuss warme Milch ein.
Warum Linkslauf auf Stufe 2 der entscheidende Schritt ist
Der Linkslauf ist der Grund, warum der Brei im Thermomix® klümpchenfrei gelingt, ohne dass wir danebenstehen und rühren. Auf dem Herd musst du ständig mit dem Schneebesen arbeiten, sonst setzt sich der Grieß am Topfboden ab und brennt an. Im Thermomix® drehen sich die Messer bei Linkslauf mit der stumpfen Seite voran. Sie rühren also nur um, statt zu zerkleinern. So bleibt der Grieß in Bewegung, quillt gleichmäßig und bekommt keine Klumpen.
Die 90 °C in der Garphase sind ebenfalls kein Zufall. Bei vollen 100 °C würde der Brei in den 15 Minuten zu stark sprudeln und durch das Loch im Deckel kleckern. 90 °C halten ihn knapp unter dem Kochpunkt, der Grieß quillt trotzdem vollständig auf. Die Sahne hat den gleichen praktischen Hintergrund: Das Fett stabilisiert die Bindung und verhindert, dass der Brei beim Quellen körnig wird. Wer es leichter mag, ersetzt die 200 g Sahne durch 200 g Milch, dann wird der Brei dünner und etwas weniger samtig.
Die Vanilleschote * kommt ganz zu Beginn in den Mixtopf. Wir schlitzen sie auf, kratzen das Mark aus und geben beides zusammen mit der Milch-Sahne-Basis hinein. Mark und Schote ziehen 8 Minuten bei 100 °C mit, bevor der Grieß dazukommt, so löst sich das volle Vanillearoma. Die Schote nehmen wir erst vor dem Servieren wieder heraus. Wer keine frische Vanilleschote da hat, nutzt selbst gemachten Vanillezucker oder Vanilleextrakt aus dem Thermomix® als Ersatz.
Klumpen, zu flüssig, zu fest: die typischen Stolperfallen
Der Brei hat doch Klümpchen bekommen
Das passiert fast nur, wenn der Grieß auf einen Schlag in eine ruhende Flüssigkeit fällt. Im Thermomix® ist das selten, aber möglich, wenn der Linkslauf nicht eingestellt war oder die Stufe zu niedrig lief. Unsere Lösung: Den Grieß immer bei laufendem Linkslauf auf Stufe 2 einrieseln lassen, nicht den Topf vorher stoppen. Sind trotzdem kleine Klümpchen drin, hilft am Ende 5 Sekunden auf Stufe 4 im Rechtslauf, das glättet die Masse wieder.
Der Grießbrei ist viel zu flüssig geblieben
Grieß reagiert je nach Mahlgrad und Sorte unterschiedlich, und direkt nach dem Garen wirkt jeder Grießbrei dünner als am Ende. Unsere Lösung: Erst 5 Minuten mit geschlossenem Deckel ruhen lassen, dann beurteilen. Ist er dann noch zu flüssig, einfach weitere 3 bis 5 Minuten/90 °C/Linkslauf/Stufe 2 nachgaren oder 10 g Grieß zusätzlich einrieseln. Hafermilch und andere Pflanzenmilch binden schwächer als Kuhmilch, hier von vornherein 10 g mehr Grieß einplanen.
Der Brei ist beim Abkühlen steinhart geworden
Hartweizengrieß zieht stark nach, vor allem über Nacht im Kühlschrank. Unsere Lösung: Beim Aufwärmen einen ordentlichen Schuss Milch zugeben (50 bis 100 g auf eine Portion) und kurz auf Stufe 1 bei 80 °C erwärmen. Die Cremigkeit kommt vollständig zurück. Wer den Brei von Anfang an weicher haben will, nimmt 20 g weniger Grieß oder 50 g mehr Milch.
Auf dem Brei bildet sich eine Haut
Eine Haut entsteht, sobald der heiße Brei offen steht und die Oberfläche austrocknet. Unsere Lösung: Die 20 g Butter, die wir ohnehin am Ende untermischen, zusätzlich in kleinen Flöckchen auf den fertigen Brei legen. Sie schmelzen und legen einen dünnen Fettfilm über die Oberfläche, der die Haut verhindert. Alternativ Frischhaltefolie direkt auf den Brei drücken.
Belag und Geschmack: so wird der Grießbrei abwechslungsreich
Klassisch streuen wir Zimt-Zucker darüber, das ist und bleibt der Favorit am Tisch. Wer es fruchtig mag, kombiniert den Grießbrei mit Pflaumenmus aus dem Thermomix® oder Apfelmus aus dem Thermomix®. Beide lassen sich parallel vorbereiten, während der Brei zieht. Ein schnelles Beerenkompott aus 250 g gefrorenen Beeren, 30 g Zucker und einem Spritzer Zitrone passt ebenfalls: 8 Minuten/100 °C/Stufe 1 köcheln, fertig.
Für mehr Geschmackstiefe im Brei selbst tauschen wir gelegentlich Komponenten aus. Statt Zimt geben wir 1/4 TL gemahlenen Kardamom dazu, das macht den Brei orientalisch. Wer es nussig mag, rührt am Ende 1 EL Mandelmus unter. Für eine Erwachsenen-Version ersetzen wir 50 g der Milch durch Eierlikör oder Amaretto, dann allerdings nichts mehr für Kinder. Mehr süße Klassiker findet ihr in unserem Kaiserschmarrn aus dem Thermomix®.
Grießbrei oder Grießpudding: wo liegt der Unterschied?
Die beiden werden oft verwechselt, sind aber zwei verschiedene Dinge. Grießbrei isst man warm und cremig direkt aus dem Topf, er bleibt löffelweich. Grießpudding wird in eine Form gefüllt, kalt gestürzt und ist deutlich fester, fast schnittfest. Der Unterschied liegt im Verhältnis und in der Behandlung: Pudding nutzt weniger Flüssigkeit pro Gramm Grieß und kühlt in Form aus. Wer die feste Variante sucht, ist bei unserem Grießpudding aus dem Thermomix® richtig. Eine ganze Übersicht zu cremigen Nachtischen haben wir in den Pudding-Rezepten aus dem Thermomix® gesammelt.
So lange hält sich der Grießbrei im Kühlschrank
Im verschlossenen Behälter hält der Grießbrei 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Er zieht dabei fester nach, das ist normal und kein Zeichen, dass er schlecht ist. Zum Aufwärmen einen Schuss Milch zugeben und kurz auf Stufe 1 bei 80 °C erhitzen, dann ist die Cremigkeit zurück. Auch kalt schmeckt der Brei gut, dann eher wie ein lockerer Pudding.
Einfrieren funktioniert, ist beim Grießbrei aber kein Favorit. Nach dem Auftauen kann die Konsistenz leicht körnig wirken, weil sich die Stärke verändert. Wenn ihr einfriert, dann in einzelnen Portionen und für maximal 2 Monate. Auftauen am besten über Nacht im Kühlschrank, dann mit etwas Milch auf Stufe 1 bei 80 °C glatt rühren. Frisch gekocht bleibt aber immer die beste Variante.
Häufige Fragen zum Grießbrei aus dem Thermomix®
Welcher Grieß ist der richtige für Grießbrei?
Beide funktionieren. Wir nehmen 80 g Hartweizengrieß, weil er fester quillt und mehr Biss behält. Weichweizengrieß wird zarter und cremiger, dann reichen 70 g, weil er stärker bindet.
Wie verhindere ich Klümpchen im Grießbrei?
Den Grieß immer bei laufendem Linkslauf auf Stufe 2 einrieseln lassen, nicht in eine ruhende Flüssigkeit kippen. Sind doch Klümpchen drin, am Ende 5 Sekunden auf Stufe 4 glätten.
Mein Grießbrei ist zu flüssig, was tun?
Erst 5 Minuten mit geschlossenem Deckel ruhen lassen, er bindet noch nach. Reicht das nicht, weitere 3 bis 5 Minuten/90 °C/Linkslauf/Stufe 2 nachgaren oder 10 g Grieß zusätzlich einrieseln.
Welche Mengen brauche ich für 4 Portionen?
500 g Milch, 200 g Sahne, 80 g Hartweizengrieß, 60 g Zucker, 1 Vanilleschote, 1 Prise Salz, 1 Prise Zimt, 1/4 TL Zitronenschale und 20 g Butter. Gesamtzeit 30 Minuten.
Geht Grießbrei auch mit Hafermilch oder Mandelmilch?
Ja. Pflanzenmilch bindet etwas schwächer als Kuhmilch, deshalb 10 g mehr Grieß einplanen. Die Sahne lässt sich durch Hafercuisine ersetzen, der Brei wird dann minimal weniger samtig.
Wie lange hält sich Grießbrei?
2 bis 3 Tage im verschlossenen Behälter im Kühlschrank. Beim Aufwärmen einen Schuss Milch zugeben und auf Stufe 1 bei 80 °C erhitzen. Einfrieren geht, macht ihn aber leicht körnig.
Funktioniert das Rezept mit allen Thermomix®-Modellen?
Ja. TM31, TM5, TM6 und TM7 garen identisch: 8 Minuten/100 °C/Stufe 1 für die Basis, 15 Minuten/90 °C/Linkslauf/Stufe 2 für den Grieß. Kein Modell-Unterschied.
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Bester Grießbrei aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 9 ✓
- 1 Vanilleschote
- 500 g Milch
- 200 g Sahne
- 1 Prise Salz
- 60 g Zucker
- 1 Prise Zimtpulver
- 1/4 TL Zitronenschale
- 80 g Hartweizengrieß
- 20 g Butter
Anleitung 0 / 3
-
1
Zutaten erhitzen.
Vanilleschote aufschlitzen, das Mark mit Milch, Sahne, Salz, Zucker und Zimt in den Mixtopf geben und 8 Minuten/100 °C/Stufe 1 erhitzen.
- 1 Vanilleschote
- 500 g Milch
- 200 g Sahne
- 1 Prise Salz
- 60 g Zucker
- 1 Prise Zimtpulver
-
2
Kochen.
Zitronenschale mit Grieß in den Mixtopf geben und 15 Minuten/90 °C/Linkslauf/Stufe 2 garen.
- 1/4 TL Zitronenschale
- 80 g Hartweizengrieß
-
3
MIschen und servieren.
Butter zugeben und 10 Sekunden/Linkslauf/Stufe 3 mischen.
- 20 g Butter
Tipp: Serviere den Grießbrei mit Zimt-Zucker oder reiche Kompott dazu.
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Sehr lecker!
Super lecker dieser Griesbrei. Mir kommt kein fertiger mehr ins Haus!