Süßes Erdbeer-Dessert aus dem Thermomix® mit Frischkäse

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Beim Erdbeer-Frischkäse-Dessert hängt fast alles an einem Vorbereitungsschritt, den viele unterschätzen: dem Zitronenzucker. Wir mahlen Zitronenschale und Zucker im Thermomix® 8 Sekunden auf Stufe 10 und nutzen genau diese eine Zubereitung gleich zweifach. Drei Esslöffel davon ziehen den Saft aus den 500 g Erdbeeren, der Rest aromatisiert die Creme aus Mascarpone und körnigem Frischkäse über den Zitronensaft. Ohne diesen Zwischenschritt ist das Dessert entweder zu fad oder die Erdbeeren bleiben trocken.

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Süßes Erdbeer-Frischkäse-Dessert aus dem Thermomix® mit Frischkäse

Wir machen dieses Schichtdessert seit Jahren in der Erdbeersaison. Es war eines der ersten Rezepte, bei dem wir gemerkt haben, dass körniger Frischkäse mehr kann als Brotaufstrich. Die Mischung aus Mascarpone und körnigem Frischkäse ergibt eine Creme, die fester ist als reine Sahnesahne, aber trotzdem nicht so dicht wie reines Mascarpone. Genau diese Mitte trägt die Erdbeeren ohne sie zu erdrücken. Wer das einmal so gegessen hat, will keine reine Sahnecreme mehr im Erdbeerdessert.

Warum dieses Dessert mit körnigem Frischkäse besser wird als mit Sahne

Die Creme bleibt stabil, auch nach Stunden. Eine geschlagene Sahne fällt im Glas nach zwei bis drei Stunden zusammen und gibt Wasser ab. Mascarpone mit körnigem Frischkäse hält die Form bis zum nächsten Tag. Wir können das Dessert morgens vorbereiten und abends servieren, ohne dass die Schichten sich auflösen. Das ist der Hauptgrund, warum wir dieses Rezept zum Vorbereiten für Gäste nutzen.

Der Thermomix® mahlt die Zitronenschale fein genug, dass sie in der Creme nicht mehr stört. Von Hand abgeriebene Schale bleibt körnig und liegt später als Faser auf der Zunge. Bei 8 Sekunden auf Stufe 10 wird Schale plus Zucker zu einem aromatischen Pulver, das sich rückstandslos in die Creme einarbeitet. Diesen Schritt von Hand zu ersetzen funktioniert nicht zufriedenstellend.

Die Creme wird nur 5 Sekunden auf Stufe 4 vermischt, nicht länger. Mascarpone reagiert empfindlich auf zu viel Bewegung im Mixtopf. Ab etwa 10 Sekunden auf Stufe 4 trennt sich das Fett, die Creme wirkt körnig und glänzt fettig. Wir bleiben kompromisslos bei der kurzen Mischzeit. Wenn nach 5 Sekunden noch ein Rest Mascarpone am Rand klebt, hilft der Spatel nach, nicht ein zweiter Mixvorgang.

Die Zitronenzucker-Mechanik im Detail

Aus 100 g Zucker und der Schale einer Zitrone entstehen rund 100 g aromatisierter Zitronenzucker. Davon brauchen wir 3 Esslöffel für die Erdbeeren, damit sie Saft ziehen. Dieser Saft macht später beim Servieren den Unterschied: Er sammelt sich am Boden des Glases und durchzieht die untere Cremeschicht.

Der Rest des Zitronenzuckers bleibt im Mixtopf. Wir geben Vanillemark, Mascarpone, körnigen Frischkäse und 3 Esslöffel Zitronensaft dazu. Der Zitronensaft trägt die Säure, der zurückgebliebene Zitronenzucker im Topf süßt nach. So müssen wir keine zwei Schalen abwiegen. Ein Mahlvorgang, zwei Aufgaben.

Ziehzeit ist Pflicht, nicht Empfehlung

Frisch geschichtet schmeckt das Dessert flach. Die Erdbeeren haben noch keinen Saft abgegeben, die Creme hat das Zitronenaroma noch nicht aufgenommen. Wir lassen die Gläser mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen, besser eine ganze Stunde. In dieser Zeit passiert drei Dinge gleichzeitig: Die Erdbeeren ziehen Saft, der Saft sickert in die Creme, die Creme wird durch die Kühle fester.

Wer Löffelbiskuit oder Butterkekse als Boden ergänzen möchte, braucht entsprechend mehr Zeit. Bei einer zusätzlichen Keksschicht rechnen wir mindestens 4 Stunden Kühlzeit, damit der Keks den Erdbeer-Saft aufnimmt und weich wird. Drunter trockene Kekse, drüber feuchte Creme funktioniert nicht. Entweder durchgezogen oder weglassen.

Worauf wir bei den Erdbeeren achten

Wir nehmen ausschließlich vollreife, dunkelrote Erdbeeren. Helle, hart angeerntete Erdbeeren aus dem März-Supermarkt geben keinen Saft ab und schmecken im Dessert nach nichts. In der deutschen Saison von Mai bis Juli ist das einfach. Außerhalb der Saison machen wir das Rezept nicht.

Vier ganze Erdbeeren legen wir vor dem Schneiden zur Seite. Die kommen am Schluss als Deko obenauf. Den Rest zerteilen wir mit dem Messer in mundgerechte Stücke, nicht im Mixtopf. Bei den Stufen 5 oder höher würden die Erdbeeren matschig, der Saft trübt die Creme und die Schichten verschwimmen. Hand-Schnitt ist hier nicht Tradition, sondern Texturentscheidung.

Vier Fehler, die das Dessert kippen

Creme zu lange gemixt, Mascarpone trennt sich

Wenn die Creme nach dem Mixen körnig wirkt und Fett am Topfrand sitzt, war 5 Sekunden zu wenig oder Stufe 4 zu hoch eingestellt. Mascarpone bricht bei zu viel Reibung. Unsere Lösung: Stoppuhr nehmen, exakt 5 Sekunden, Stufe 4. Wenn noch Klümpchen im Topf sind, mit dem Spatel von Hand verrühren, nicht den Thermomix® erneut starten.

Gläser zu früh angerichtet, Erdbeeren noch trocken

Wer die Erdbeeren mit dem Zitronenzucker bestreut und sofort schichtet, bekommt ein langweiliges Dessert. Der Zucker hat noch keinen Saft gezogen. Unsere Lösung: Erdbeeren mindestens 10 Minuten in der Schüssel mit dem Zitronenzucker stehen lassen, bevor wir die ersten Stücke ins Glas geben. In dieser Zeit kann die Creme im Thermomix® entstehen.

Zu viel Zitronensaft in der Creme

Drei Esslöffel Zitronensaft sind genug. Wer den ganzen ausgepressten Saft in die Creme gibt, macht sie sauer und flüssig. Unsere Lösung: Den Rest des Zitronensafts behalten und entweder über die fertig geschichteten Erdbeeren träufeln oder am nächsten Tag für Salatdressing verwenden.

Falsche Frischkäse-Sorte gewählt

Wer aus Versehen Doppelrahm-Frischkäse oder Streichfrischkäse statt körnigem Frischkäse nimmt, bekommt eine glatte, dichte Creme ohne den charakteristischen Biss. Unsere Lösung: Im Kühlregal explizit nach körnigem Frischkäse greifen, oft als „Hüttenkäse“ deklariert. Die Verpackung ist meistens transparent, sodass die kleinen Klümpchen sichtbar sind.

Fünf Wege, das Grundrezept abzuwandeln

Mit Löffelbiskuit als Boden: Zwei Löffelbiskuit pro Glas, leicht in Erdbeersaft tunken (nicht in die Creme), als unterste Schicht. Mindestens 4 Stunden ziehen lassen. Ergibt eine Mini-Tiramisu-Variante mit Erdbeeren.

Mit Limette statt Zitrone: Eine Bio-Limette ersetzt die Zitrone. Limettenschale ist intensiver, also lieber nur die halbe Schale verwenden. Schmeckt sommerlicher, etwas tropischer.

Mit Pistazien-Crunch: 30 g geröstete, gehackte Pistazien zwischen die Schichten streuen. Gibt Biss und Farbe. Wir rösten die Pistazien vorher trocken in der Pfanne, das Aroma wird intensiver.

Mit Holunderblüten-Sirup: 2 Esslöffel Holunderblüten-Sirup zur Erdbeer-Mazerierung statt Zitronenzucker. Funktioniert besonders gut in der späten Saison im Juni.

Mit gemischten Beeren: Statt 500 g Erdbeeren je 250 g Erdbeeren und Himbeeren. Himbeeren geben mehr Säure, daher den Zitronensaft in der Creme auf 2 Esslöffel reduzieren.

Was passt dazu

Als komplettes Erdbeer-Menü kombinieren wir das Dessert gerne mit unserem Erdbeerkuchen aus dem Thermomix® zum Nachmittagskaffee und einem Erdbeerlimes als Aperitif. Wer es noch fruchtiger mag, reicht zum Dessert einen Klecks selbst gemachte Erdbeermarmelade mit Cointreau dazu.

Wer Schichtdesserts grundsätzlich mag, sollte unser Erdbeer-Mascarpone-Dessert probieren. Das ist die Variante ohne körnigen Frischkäse, sahniger und süßer. Als heiße Alternative zum kalten Dessert empfehlen wir den Thermomix® Milchreis mit Erdbeeren obendrauf, ein Kindheits-Klassiker. Und für richtig festliche Anlässe machen wir die Crème brûlée.

Wie lange das Dessert hält

Im Kühlschrank halten die fertig geschichteten Gläser bis zu 2 Tage. Wir empfehlen aber, das Dessert am Tag des Servierens zu schichten und mindestens 1 Stunde, höchstens 6 Stunden vorher anzurichten. Nach 24 Stunden gibt die Creme Wasser ab, die Schichten verlieren die klare Trennung.

Einfrieren funktioniert nicht. Mascarpone und körniger Frischkäse trennen sich beim Auftauen, die Creme wird wässrig und körnig. Wer auf Vorrat arbeiten möchte, kann den Zitronenzucker im verschlossenen Glas eine Woche aufbewahren und die Creme einen Tag im Voraus mixen. Geschichtet wird erst am Servier-Tag.

Reste in der Schüssel bleiben einen Tag im Kühlschrank gut. Am zweiten Tag schmeckt die Creme noch, hat aber Wasser gezogen.

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Erdbeer-Dessert aus dem Thermomix® mit Frischkäse

Marion
Frisch, fruchtig, lecker!
4.93 von 409 Bewertungen
Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 10 Minuten
Gesamtzeit 20 Minuten
Gericht Dessert, Soulfood, Thermomix® Rezepte
Küche Deutsch
Portionen 4 Portionen
Kalorien 500 kcal

Zutaten

  • 1 Zitrone unbehandelt
  • 100 g Zucker *
  • 500 g Erdbeeren
  • 1 Vanilleschote *
  • 250 g Mascarpone
  • 300 g körniger Frischkäse

Anleitungen
 

  • Zitrone heiß abwaschen, trocknen, die Schale abreiben und in den Mixtopf geben. Den Saft auspressen und zur Seite geben. Zucker zugeben und 8 Sekunden/Stufe 10 mahlen.
    1 Zitrone, 100 g Zucker
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  • Erdbeeren waschen, putzen, bis auf 4 Stück in kleine Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Mit 3 EL des gemahlenen Zitronenzuckers bestreuen und vorsichtig durchmischen.
    500 g Erdbeeren
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  • Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Mark in den Mixtopf kratzen. Mascarpone, Frischkäse, das Mark der Vanilleschote und 3 EL Zitronensaft 5 Sekunden/Stufe 4 vermischen.
    1 Vanilleschote, 250 g Mascarpone, 300 g körniger Frischkäse
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  • Die Erdbeeren und die Creme schichtweise in Dessertgläser füllen, mit je einer Erdbeere dekorieren und servieren.
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Video

Nährwerte

Serving: 1PortionenKalorien: 500kcalKohlehydrate: 41gProtein: 14gFett: 32ggesättigte Fettsäuren: 19gSodium: 309mgZucker: 34gVitamin A: 995IUVitamin C: 88mgCalcium: 177mgEisen: 1mg
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Autor

  • will-mixen Team Marion

    Marion besitzt den TM31, TM5 und TM6. Als Profi am Thermomix® zaubert sie alltagstaugliche und köstliche Gerichte. Zusammen mit den Bloggern Daniela und Tobias fesselt sie über 200.000 Follower auf will-mixen.de, Facebook, Instagram und Pinterest. Sie konnte ihre Expertise bei der Erstellung mehrerer Thermomix® Kochbuch Bestseller und Kalender beweisen.

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