Kartoffelsuppe war bei uns immer das Erste, was es gab, wenn draußen der erste Frost kam. Kein aufwendiges Gericht, sondern ein großer Topf, der die ganze Familie satt und warm gemacht hat. Daran hat sich nichts geändert, nur dass heute der Thermomix® den Topf ersetzt.

Dieses Rezept machen wir seit Jahren regelmäßig und es funktioniert jedes Mal. 55 Minuten, ein Gerät, alles drin. Die Suppe wird cremig, aber nicht schleimig. Sie schmeckt nach Kartoffel, nicht nach Brühpulver. Und sie macht satt, ohne schwer im Magen zu liegen.
Was dieses Rezept richtig macht

Die Kartoffeln werden roh mit der Brühe gekocht, nicht vorgegart. Im Thermomix® spart das einen Arbeitsschritt und die Kartoffeln nehmen den Geschmack der Brühe beim Kochen auf. Das Ergebnis schmeckt deutlich besser als Kartoffeln, die separat in Wasser gekocht und dann erst zur Brühe gegeben werden.
Das Pürieren passiert kontrolliert. Wer Kartoffelsuppe im Thermomix® zu lange oder zu schnell mixt, bekommt Kleister statt Suppe. Unser Rezept arbeitet mit kurzen Intervallen auf mittlerer Stufe. Lieber einmal weniger pürieren und noch Stücke drin haben als einmal zu viel und die Suppe ist schleimig. Nachpürieren kann man immer, rückgängig machen nicht.
Gewürzt wird erst am Ende. Kartoffeln nehmen beim Kochen viel Salz auf. Wer zu früh würzt, muss am Ende nachsalzen und übersalzt leicht. Unser Rezept salzt bewusst spät, damit man die richtige Dosierung trifft.
Die drei häufigsten Fehler bei Kartoffelsuppe im Thermomix®
1. Die Suppe wird kleistrig oder schleimig
Das ist das häufigste Problem in den Thermomix®-Foren. Die Ursache ist fast immer zu intensives Pürieren. Die Stärke in den Kartoffeln löst sich bei hohen Geschwindigkeiten und macht die Suppe klebrig statt cremig.
Unsere Lösung: Maximal Stufe 5 bis 7, und nicht länger als 15 Sekunden am Stück. Lieber in 5-Sekunden-Intervallen arbeiten und zwischendurch prüfen. Auf keinen Fall den Turbo verwenden. Das gilt übrigens für jedes Kartoffelgericht im Thermomix®.
2. Die Suppe brennt an
Passiert vor allem beim Andünsten der Zwiebeln oder wenn zu wenig Flüssigkeit im Topf ist. Kartoffelstücke setzen sich am Boden ab und kleben fest.
Unsere Lösung: Beim Anbraten maximal 120 °C auf Stufe 1 verwenden. Und beim Kochen darauf achten, dass genug Brühe im Topf ist (mindestens 800 ml auf 500 g Kartoffeln). Die Rührfunktion auf Stufe 1 immer mitlaufen lassen.
3. Die Suppe schmeckt fad
Kartoffeln sind von Natur aus mild. Ohne die richtigen Gewürze bleibt die Suppe langweilig, egal wie gut die Technik ist.
Unsere Lösung: Muskatnuss ist der Geheimtipp, der den Unterschied macht. Eine frisch geriebene Prise hebt den Geschmack sofort. Dazu ein Schuss Essig oder Zitronensaft am Ende. Klingt komisch, aber die Säure bringt die Kartoffel erst richtig zum Leuchten. Und: Salz und Pfeffer wirklich erst ganz am Schluss abschmecken.
Welche Kartoffeln? Mehligkochend.
Für cremige Kartoffelsuppe immer mehligkochende Kartoffeln nehmen (Agria, Linda, Augusta). Die zerfallen beim Kochen leichter und geben der Suppe ihre natürliche Bindung, ohne dass man sie totpürieren muss. Festkochende Kartoffeln bleiben stückig und brauchen dann mehr Mixzeit, was wieder zum Kleister-Problem führt. Vorwiegend festkochende gehen als Kompromiss, wenn man es etwas rustikaler mag.
Vegane Variante
Funktioniert auch komplett vegan: Einfach den Crème fraîche durch 50 g Kokosmilch ersetzen und den Räucherlachs weglassen. Die Kokosmilch gibt eine leichte Cremigkeit ohne den Geschmack zu dominieren. Wer mag, streut am Ende etwas Kresse auf die fertige Suppe.

Dazu passt
Kartoffelsuppe ohne frisches Brot ist nur halb so gut. Wir servieren sie am liebsten mit unseren Ruck-Zuck Frühstücksbrötchen, die in unter 30 Minuten fertig sind. Wer es herzhafter mag, nimmt unser Friss-dich-dumm-Brot dazu.
Noch besser schmeckt die Suppe übrigens mit selbstgemachter Gemüsebrühe aus dem Thermomix® statt mit Fertigbrühe. Der Unterschied ist deutlich.
Wer nicht genug von Suppen bekommt: Unsere Kürbissuppe, die Brokkolisuppe und die Gulaschsuppe sind genauso schnell gemacht.
Aufbewahrung
Die Kartoffelsuppe hält sich im Kühlschrank 3 bis 4 Tage und lässt sich problemlos einfrieren (bis zu 3 Monate). Beim Aufwärmen wird sie manchmal etwas dicker. Einfach einen Schuss Brühe dazugeben und kurz umrühren, dann hat sie wieder die richtige Konsistenz.

Kartoffelsuppe aus dem Thermomix®
Zutaten
- 1 Bund Petersilie
- 1 Knoblauchzehe
- 2 Zwiebeln
- 30 g Olivenöl *
- 750 g mehligkochende Kartoffeln
- 1000 g Gemüsebrühe
- 1 TL Salz *
- 1 TL weißer Pfeffer *
- 100 g Pfifferlinge
- 100 g Räucherlachs
- 2 TL Sahnemeerrettich
- 100 g Crème fraîche
Außerdem:
- 1 EL Olivenöl * zum Anbraten der Pfifferlinge in der Pfanne
Anleitungen
- Petersilie, waschen, trocknen, die Blätter in den Mixtopf geben, 4 Sekunden/Stufe 8 hacken und beiseite geben.1 Bund Petersilie
- Knoblauch abziehen, in den Mixtopf geben und 4 Sekunden/Stufe 8 zerkleinern.1 Knoblauchzehe
- Zwiebeln abziehen, halbieren, in den Mixtopf geben, 4 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern. Öl zugeben und 3 Minuten/Varoma/Stufe 1 dünsten.2 Zwiebeln, 30 g Olivenöl
- Inzwischen Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in den Mixtopf geben. Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer dazugeben, 30 Minuten/ 90°/Stufe 1 kochen.750 g mehligkochende Kartoffeln, 1000 g Gemüsebrühe, 1 TL Salz, 1 TL weißer Pfeffer
- Inzwischen Pfifferlinge putzen und in der Pfanne mit etwas Öl 3 Minuten scharf anbraten. Dabei regelmäßig umrühren. Die Pfanne vom heißen Kochfeld nehmen, geriebene Petersilie dazugeben und gut verrühren. Beiseite geben.Räucherlachs in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.100 g Pfifferlinge, 100 g Räucherlachs, 1 EL Olivenöl
- Mixtopfinhalt 30 Sekunden/Stufe 7 aufsteigend pürieren. Meerrettich und Crème fraîche dazugeben, 20 Sekunden/Stufe 3 vermischen.100 g Crème fraîche, 2 TL Sahnemeerrettich
- Die Suppe mit Pfifferlingen und dem Lachs garniert servieren.













Die Pfifferlinge und der frische Lachs runden die Suppe wirklich nochmal schön ab 🙂