5 Eier, 150 g Zucker, 150 g Mehl, ein halbes Päckchen Backpulver und 30 Minuten. Dieser Biskuitteig ist das Grundrezept für Erdbeertorte, Schwarzwälder Kirsch, Obstkuchen und fast jede andere Torte. Der Thermomix® übernimmt das Aufschlagen mit dem Rühraufsatz, und genau da liegt der Vorteil gegenüber dem Handrührer.
Warum der Rühraufsatz den Unterschied macht
Biskuit lebt von Luft. Die 5 Eier müssen mit den 2 EL heißem Wasser so lange geschlagen werden, bis eine stabile, cremige Masse entsteht. Im Thermomix® läuft das über den Rühraufsatz (Schmetterling): 5 Minuten auf Stufe 4, während die 150 g Zucker und der Vanillezucker langsam durch den Deckel einrieseln. Die Masse verdoppelt sich im Volumen.
Ohne Rühraufsatz funktioniert es nicht. Stufe 4 mit dem normalen Messer würde die Eimasse zerkleinern statt aufschlagen. Der Schmetterling arbeitet wie ein Schneebesen und schlägt Luft unter die Eier, bis sie hellgelb und dickschaumig sind.

Mehl unterheben: 10 Sekunden auf Stufe 3, nicht mehr
Der kritischste Moment beim Biskuit: die 150 g Mehl und das halbe Päckchen Backpulver kommen in den Mixtopf und werden nur 10 Sekunden auf Stufe 3 untergemischt. Wer hier 20 Sekunden oder Stufe 5 nimmt, rührt die Luft wieder raus, die wir gerade 5 Minuten lang eingeschlagen haben. Das Ergebnis wäre ein flacher, zäher Boden statt eines luftigen Biskuits.
Lieber nach 10 Sekunden stoppen, den Deckel öffnen und mit dem Spatel prüfen. Sind noch Mehlnester sichtbar, mit dem Spatel per Hand unterheben. Das ist schonender als nochmal den Motor laufen zu lassen.
Die drei häufigsten Fehler beim Biskuitboden
Ofen zu früh öffnen: Der Biskuit geht in den ersten 15 Minuten auf. Wer in dieser Zeit die Ofentür öffnet, lässt kalte Luft rein. Der Boden fällt zusammen und wird nicht wieder hoch. Erst nach 20 Minuten öffnen, und auch dann nur kurz für die Stäbchenprobe.
Kalte Eier: Eier direkt aus dem Kühlschrank lassen sich schlechter aufschlagen. Das Volumen bleibt geringer und der Boden wird dichter. Die Eier 30 Minuten vorher rauslegen. Raumtemperatur macht einen spürbaren Unterschied.

Zu viel Mehl: 150 g sind exakt. Wer das Mehl nicht wiegt, sondern mit dem Becher misst, hat schnell 180 g oder mehr. Das macht den Biskuit trocken und schwer. Einfach den Thermomix® zum Wiegen nutzen: Mixtopf auf die Waage, tarieren, Mehl einfüllen.
Tortenboden waagerecht aufschneiden

Für eine Torte muss der Boden in 2 oder 3 Schichten geteilt werden. Den Biskuit dafür komplett auskühlen lassen, mindestens 2 Stunden. Ein warmer Boden bröckelt beim Schneiden.
Am besten funktioniert ein langes Brotmesser * mit Sägekante. Auf der gewünschten Höhe rundherum mit dem Messer eine Kerbe ritzen, dann langsam durchsägen. Wer unsicher ist: Zahnstocher auf gleicher Höhe rundherum einstecken und das Messer daran entlangführen.
Schoko, Nuss oder Zitrus: drei Abwandlungen
Schoko-Biskuit: 20 g Mehl durch Kakaopulver ersetzen. Die Gesamtmenge bleibt bei 150 g (130 g Mehl + 20 g Kakao). Passt zu Schwarzwälder Kirsch oder Schokoladentorten.
Nuss-Biskuit: 50 g Mehl durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse ersetzen. Der Boden wird etwas fester und nussiger, hält sich dafür besser als Basis für schwere Cremes.
Zitrus-Biskuit: Den Abrieb einer Bio-Zitrone oder Bio-Orange zum Zucker geben. Die ätherischen Öle aus der Schale geben dem Biskuit eine frische Note. 1 TL Vanilleextrakt * verstärkt das Aroma zusätzlich.
Aufbewahren und Einfrieren
Der fertige Biskuitboden hält in Frischhaltefolie eingewickelt 1 Tag bei Raumtemperatur oder 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Einfrieren geht problemlos: flach in einen Gefrierbeutel legen, Luft rausdrücken, bis zu 3 Monate haltbar. Zum Auftauen über Nacht im Kühlschrank lassen.
Diesen Biskuitteig verwenden wir unter anderem für unseren Erdbeerkuchen, den Fantakuchen und den Käsekuchen ohne Boden. Auch der Paradiescremekuchen basiert auf diesem Grundrezept.
Warum fällt mein Biskuit zusammen?
Fast immer, weil die Ofentür zu früh geöffnet wurde oder das Mehl zu lange untergerührt wurde. Die Luft, die wir in 5 Minuten auf Stufe 4 eingeschlagen haben, entweicht bei Temperaturschwankungen oder durch Überrühren. Zweite Ursache: zu wenig Backpulver. Ein halbes Päckchen muss rein, nicht weniger.
Kann ich den Biskuit auch mit Dinkelmehl backen?
Ja, Dinkelmehl Typ 630 funktioniert 1:1 als Ersatz. Der Biskuit wird minimal nussiger im Geschmack und etwas fester in der Textur. Die Mengen und Thermomix®-Zeiten bleiben identisch.
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Biskuitteig (Tortenboden) aus dem Thermomix® Grundrezept
Zutaten 0 / 7 ✓
- 10 g Butter
- 5 Ei
- 2 EL Wasser heiß
- 150 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 150 g Mehl
- 1/2 Päckchen Backpulver
Anleitung 0 / 5
-
1
Backofen heizen.
Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze (Umluft 160 °C) vorheizen.
-
2
Springform fetten.
Eine Springform mit 26 cm mit Butter (oder Backtrennmittel) einfetten.
- 10 g Butter
-
3
Eier aufschlagen.
Rühraufsatz in den Mixtopf einsetzen. Eier und heißes Wasser in den Mixtopf geben und 5 Minuten/Stufe 4 rühren. Während der Rührzeit Zucker und Vanillezucker durch den Mixtopfdeckel einrieseln lassen.
- 5 Ei
- 2 EL Wasser
- 150 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
-
4
Teig mischen.
Mehl und Backpulver in den Mixtopf geben und 10 Sekunden/Stufe 3 mischen.
- 150 g Mehl
- 1/2 Päckchen Backpulver
-
5
Tortenboden backen Backen.
Teig in die gefettete Springform geben und auf der mittleren Schiene des Backofens 20 Minuten backen. Dabei darauf achten, dass der Boden nicht dunkel wird, eventuell mit Backpapier abdecken. Stäbchenprobe machen, ob der Tortenboden fertig ist.
Tipp: Je nach Bedarf kann der Tortenboden waagerecht durchgeschnitten werden um 2 oder 3 Böden zu erhalten.













Hallo, ich habe eine Frage wieviel Eier soll ich nehmen?
Liebe Sabine, in den Teig gehören fünf Eier. Danke für deinen Hinweis. Wir haben das Rezept ergänzt. ❤️