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Low-Carb-Porridge Thermomix®: Mandeln statt Hafer

Aktualisiert 3. Juni 2026
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Low-Carb-Por­ridge aus dem Thermomix®Pin
Low-Carb-Por­ridge aus dem Thermomix®

Low-Carb-Porridge aus dem Thermomix® gelingt in 15 Minuten und ergibt 4 Portionen. Der Kern: Wir ersetzen den Großteil der Haferflocken durch 30 g Leinsamen und 100 g Mandeln und lassen nur 20 g zarte Haferflocken als Bindemittel drin. So mahlen wir die Leinsamen 15 Sekunden auf Stufe 10, hacken die Mandeln 3 Sekunden auf Stufe 6, rösten sie 5 Minuten auf Varoma-Temperatur und köcheln dann mit 800 g Milch 5 Minuten bei 98 °C auf Stufe 2. Das liefert Cremigkeit und 14 g Eiweiß pro Portion bei deutlich weniger verwertbaren Kohlenhydraten als klassisches Haferflocken-Porridge.

Low-Carb-Porridge aus dem Thermomix® mit frischen Beeren in einer SchüsselPin
Low-Carb-Porridge aus dem Thermomix® mit gerösteten Mandeln und frischen Beeren.

Inzwischen machen wir dieses Rezept mehrmals pro Woche. Es hält bei uns bis zum Mittagessen satt, ohne dass der Blutzucker nach zwei Stunden abstürzt. Bei klassischem Haferflocken-Porridge passiert uns das anders. Ein Wort vorweg zur Ehrlichkeit, weil wir es selbst getestet haben: Mit 500 g Beeren und 20 g Kokosblütenzucker ist das hier kein striktes Keto-Frühstück. Es ist die kohlenhydratärmere Porridge-Variante. Wie ihr es echt keto-tauglich macht, zeigen wir weiter unten.

Was Leinsamen und Mandeln im Thermomix® besser machen als Haferflocken

Der ganze Trick steckt in der Reihenfolge. Leinsamen bleiben im Ganzen nahezu unverdaulich und rutschen einfach durch. Wir pulverisieren sie deshalb zuerst 15 Sekunden auf Stufe 10, bevor irgendetwas anderes dazukommt. Erst gemahlener Leinsamen quillt später in der Milch auf und macht das Porridge sämig. Genau deshalb ist diese eine Sekunden-Angabe wichtig: Bei nur 5 Sekunden bleiben zu viele Samen heil.

Die 100 g Mandeln hacken wir danach nur grob, 3 Sekunden auf Stufe 6. Größere Stücke bleiben nach dem Rösten knackig und geben Biss, feinere Krümel binden mit. Das ist der Punkt, an dem der Thermomix® einen echten Unterschied macht: mahlen, hacken, rösten und köcheln passieren alle im selben Mixtopf. Kein Mörser, keine Pfanne, kein extra Topf. Für ein Frühstück unter der Woche ist das der Grund, warum wir überhaupt dabei geblieben sind.

Die 20 g zarte Haferflocken bleiben bewusst drin, aber nur als Stabilisator. Sie binden die 800 g Milch beim Köcheln. Ohne sie bleibt das Porridge dünn, selbst nach 8 Minuten Quellzeit. Mehr als 20 g brauchen wir auf diese Milchmenge aber nicht, sonst kippt das Verhältnis zurück Richtung normales Haferporridge.

Mandeln trocken rösten auf Varoma statt in der Pfanne

Nach dem Hacken erhitzen wir die Mandeln 5 Minuten auf Varoma-Temperatur bei Stufe 1. Trocken, ohne Butter, ohne Öl. Die Hitze setzt die ätherischen Öle frei und gibt dem Porridge eine nussige Tiefe, die geröstete Mandeln eben haben und ungeröstete nicht. Bei weniger als 5 Minuten bleibt das Aroma flach, das ist unser Erfahrungswert aus etlichen Morgen.

Mandeln im Mixtopf des Thermomix® grob zerkleinernPin
Mandeln nur grob hacken: 3 Sekunden auf Stufe 6 reichen, dann direkt rösten.

Wichtig: die Mandeln nach dem Hacken sofort rösten. Wenn sie länger an der Luft liegen, oxidieren die Fette und das Porridge bekommt einen leicht ranzigen Beiton. Deshalb hacken wir erst, wenn die Milch schon abgewogen bereitsteht, und gehen dann ohne Pause in den Röst-Schritt.

Diese Stolperfallen kosten Cremigkeit und Geschmack

Leinsamen im Ganzen statt gemahlen

Ganze Leinsamen binden nicht und die Ballaststoffe bleiben weitgehend ungenutzt. Das Porridge wirkt dann dünn und körnig zugleich. Unsere Lösung: Immer als ersten Schritt 15 Sekunden auf Stufe 10 pulverisieren, solange der Mixtopf noch trocken ist. In feuchtem Topf klumpen die Samen und mahlen schlechter.

Über 98 °C köcheln

Wer auf 100 °C geht oder höher dreht, riskiert, dass die Milch am Topfboden ansetzt und das Porridge einen Kochgeschmack bekommt. Unsere Lösung: Konsequent bei 98 °C und Stufe 2 bleiben, dann zieht die Milch sanft und brennt nicht an. Wer mag, gart auf Linkslauf bei Stufe 2, das schont die gequollenen Leinsamen und Mandelstücke zusätzlich, sodass sie nicht zerschlagen werden.

Quellzeit überspringen

Direkt nach dem Köcheln wirkt das Porridge oft noch flüssig, und genau hier hören viele auf. Unsere Lösung: 8 Minuten Quellzeit sind das Minimum. In dieser Zeit saugen sich gemahlener Leinsamen und Mandeln mit Milch voll und das Porridge zieht spürbar an. Wir stellen einfach einen Timer und decken den Mixtopf mit dem Messbecher ab.

Alle Beeren auf einmal hinein

Kippt man die kompletten 500 g Beeren in die heiße Masse, zerfallen sie zu Mus und das Porridge wird wässrig-rosa. Unsere Lösung: Nur die Hälfte der Beeren 4 Sekunden auf Stufe 3 unterheben, die andere Hälfte frisch auf den Teller. So gibt es Kontrast zwischen gekochter Süße und roher Frische, und das Porridge bleibt fest.

So machen wir es echt keto, vegan oder proteinreicher

Streng Low-Carb statt nur kohlenhydratärmer: Den größten Kohlenhydrat-Hebel haben die Beeren und der Kokosblütenzucker. Wir ersetzen die 20 g Kokosblütenzucker durch 10 g Erythrit (süßt etwa halb so stark, hat aber praktisch keinen Einfluss auf den Blutzucker) und reduzieren die Beeren auf 250 g, am besten Himbeeren und Brombeeren, weil die weniger Fruchtzucker haben als Blaubeeren. Wer noch tiefer runter will, lässt die 20 g Haferflocken weg und nimmt stattdessen 10 g Flohsamenschalen, die binden ohne nennenswerte Kohlenhydrate.

Vegan und ohne Kuhmilch: Die 800 g Milch tauschen wir gegen ungesüßte Mandel- oder Sojamilch. Sojamilch hält den Eiweißgehalt oben, Mandelmilch macht es leichter. Wer die Basis selbst macht, findet die Anleitung in unserer Mandelmilch aus dem Thermomix®. Das Köcheln bleibt gleich, nur kann Pflanzenmilch etwas schneller ansetzen, deshalb dann lieber auf Linkslauf rühren.

Mehr Protein für nach dem Sport: 15 g neutrales oder vanilliges Eiweißpulver erst nach dem Köcheln unterrühren, nie mitkochen, sonst flockt es aus. Das hebt die 14 g Eiweiß pro Portion auf rund 25 g. Alternativ 1 Esslöffel Mandelmus einrühren, das macht cremiger und bringt zusätzliche Fette für die Sättigung.

Wärmer und winterlich: Einen halben Teelöffel Zimt nach dem Köcheln unterrühren. Zimt verstärkt den Eindruck von Süße, ohne Zucker zu sein, und passt besonders an kalten Morgen. Eine Prise Salz hebt nebenbei das Mandelaroma.

Diese Frühstücke aus dem Thermomix® kombinieren wir damit

An Tagen, an denen wir mehr Abwechslung wollen, wechseln wir mit unserem klassischen Porridge mit dem Thermomix® oder dem fruchtigeren Apfel-Porridge aus dem Thermomix®. Wer es kalt und löffelbar mag, ist mit unserer Blaubeer-Smoothie-Bowl aus dem Thermomix® gut bedient.

Wer beim kohlenhydratarmen Frühstück bleiben will, sollte unsere Low-Carb-Waffeln mit Quark aus dem Thermomix® probieren. Für den Klassiker am Wochenende gibt es noch das Bircher-Müsli aus dem Thermomix®.

So bereitet ihr das Porridge im Voraus zu und lagert es richtig

Das fertige Porridge hält sich 3 Tage im Kühlschrank. Wir kochen sonntags die volle Menge für 4 Portionen vor und erwärmen morgens eine Schüssel in der Mikrowelle, 1 Minute bei 600 Watt reicht. Danach einmal umrühren, weil sich der gemahlene Leinsamen unten absetzt. Falls es über Nacht zu fest geworden ist, einfach einen Schuss Milch dazugeben, dann wird es wieder cremig.

Die frischen Beeren geben wir grundsätzlich erst beim Servieren dazu. Mitgekocht und gekühlt aufbewahrt verlieren sie Saft und machen das Porridge wässrig. Einfrieren funktioniert zur Not portionsweise für etwa 1 Monat, die Konsistenz wird nach dem Auftauen aber leicht körnig, deshalb kochen wir lieber frisch für maximal 3 Tage vor.

Häufige Fragen zum Low-Carb-Porridge aus dem Thermomix®

Dazu passt: Beeren, Banane und Honig.

Wie viele Kohlenhydrate hat das Low-Carb-Porridge?

Pro Portion rund 40 g Kohlenhydrate bei 404 kcal, 14 g Eiweiß und 23 g Fett. Der Großteil der Kohlenhydrate kommt aus den 500 g Beeren und 20 g Kokosblütenzucker. Mit Erythrit statt Zucker und nur 250 g Beeren drückt ihr die Kohlenhydrate deutlich.

Warum muss man die Leinsamen zuerst mahlen?

Ganze Leinsamen sind nahezu unverdaulich und binden nicht. Erst 15 Sekunden auf Stufe 10 gemahlen, quellen sie in der Milch auf und machen das Porridge sämig. Im trockenen Mixtopf mahlen, sonst klumpen sie.

Wie wird das Porridge vegan?

Die 800 g Kuhmilch durch ungesüßte Soja- oder Mandelmilch ersetzen. Sojamilch hält den Eiweißgehalt oben, Mandelmilch macht es leichter. Pflanzenmilch lieber auf Linkslauf köcheln, weil sie schneller ansetzt.

Wie bekomme ich mehr Eiweiß ins Porridge?

15 g neutrales oder vanilliges Eiweißpulver erst nach dem Köcheln unterrühren, nie mitkochen. Das hebt die 14 g Eiweiß pro Portion auf rund 25 g. Alternativ 1 EL Mandelmus für mehr Fett und Sättigung.

Wie lange hält sich das Porridge?

3 Tage im Kühlschrank. Morgens 1 Minute bei 600 Watt in der Mikrowelle erwärmen, danach umrühren, weil sich der Leinsamen absetzt. Bei zu fester Konsistenz einen Schuss Milch dazugeben. Frische Beeren immer erst beim Servieren zugeben.

Funktioniert das Rezept mit jedem Thermomix®-Modell?

Ja, TM31, TM5, TM6 und TM7 arbeiten hier identisch. 15 Sek Stufe 10 für die Leinsamen, 3 Sek Stufe 6 für die Mandeln, 5 Min Varoma zum Rösten und 5 Min bei 98 °C Stufe 2 zum Köcheln. Beim TM31 ohne 98-°C-Stufe einfach 100 °C wählen.

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Low-Carb-Por­ridge aus dem Thermomix®

von Tobias
Low-Carb-Por­ridge aus dem Thermomix®
5,00 · 2 Bewertungen
Kochmodus — Bildschirm bleibt an
Portionen
4 Portionen

Zutaten 0 / 6 ✓

  • 30 g Leinsamen
  • 100 g Mandeln
  • 20 g zarte Haferflocken
  • 800 g Milch
  • 500 g gemischte Beeren
  • 20 g Kokosblütenzucker

Anleitung 0 / 5

  1. 1

    Leinsamen zerkleinern.

    Leinsamen in den Mixtopf geben und 15 Sekunden/Stufe 10 zerkleinern.

    • 30 g Leinsamen
  2. 2

    Mandeln hacken.

    Mandeln zugeben, 3 Sekunden/Stufe 6 zerkleinern und 5 Minuten/Varoma/Stufe 1 erhitzen.

    • 100 g Mandeln
    mandeln im mixtopf zerkleinernPin
  3. 3

    Porridge köcheln.

    Haferflocken und Milch zugeben und 5 Minuten/98 °C/Stufe 2 köcheln.

    • 20 g zarte Haferflocken
    • 800 g Milch
  4. 4

    Beeren zerkleinern.

    Die Hälfte der Beeren zugeben, 4 Sekunden/Stufe 3 unterheben und 8 Minuten quellen lassen.

    • 500 g gemischte Beeren
  5. 5

    Servieren.

    Mit restlichen Beeren und Kokosblütenzucker bestreut servieren.

    • 20 g Kokosblütenzucker
    low carb porridge aus demPin
Tipp.

Tipp: Du kannst dein Low-Carb-Porridge je nach Geschmack mit Zimt verfeinern. Dieser regt die Fettverbrennung an.

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Nährwerte pro Portion

404
kcal
40g
Kohlenhyd.
14g
Protein
23g
Fett
25g
Zucker
3mg
Vit. C
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