Spitzbuben aus dem Thermomix® sind das Plätzchen, das in der Weihnachtsdose immer zuerst leer ist. Zwei Mürbeteig-Scheiben, in der Mitte ein Klecks Johannisbeergelee, oben das typische Loch mit Puderzucker. Wir backen sie aus einem puren Plätzchenteig mit 130 g Butter, 130 g Zucker und 250 g Mehl, ganz ohne Mandeln und ohne Backpulver. Wer noch selbstgemachtes Johannisbeergelee im Vorrat hat, ist im Vorteil.

Der ganze Teig ist in 3 Minuten auf Knetstufe fertig, danach braucht er nur noch eine Stunde Ruhe im Kühlschrank. Aus der Menge holen wir etwa 30 fertige Spitzbuben mit rund 101 Kalorien pro Stück. Wir zeigen, warum die kalte Butter über Erfolg oder Misserfolg entscheidet und an welchen drei Stellen die meisten Bleche danebengehen.
Warum kalte Butter den mürben Teig rettet
Der Teig besteht aus 130 g Butter, 250 g Mehl, 130 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 1 Ei. Das Verhältnis ist bewusst butterärmer als der klassische 1-2-3-Mürbeteig, dadurch lässt sich die Masse besser ausstechen und behält beim Backen scharfe Kanten. Die Butter schneiden wir kalt in Stücke und geben sie direkt mit den restlichen Zutaten in den Mixtopf. Dann 3 Minuten auf Knetstufe verkneten, fertig.
Genau hier liegt der Thermomix®-Vorteil: Die Maschine knetet kalte Butter in Sekunden unter, ohne dass wir sie mit warmen Händen anfassen. Von Hand verschmiert kalte Butter, oder wir lassen sie weich werden und der Teig wird beim Backen breit. Viele Thermomix®-Rezepte aus der Vorwerk-Community (etwa bei Zaubertopf oder rezeptwelt) starten deshalb mit weicher Butter und rund 125 g gemahlenen Mandeln plus Backpulver. Das funktioniert, ergibt aber einen weicheren, kuchigeren Keks. Wir gehen den puren Weg ohne Triebmittel, weil Spitzbuben knackig und nicht fluffig sein sollen.
Diese drei Stolperfallen kosten das Blech
Risse beim Ausrollen
Direkt aus dem Kühlschrank ist der Teig oft so hart, dass er an den Rändern reißt. Unsere Lösung: Den Teig nach der Stunde Kühlzeit 5 bis 10 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen und mit den Händen kurz durchkneten, bis er geschmeidig ist. Wir rollen ihn portionsweise zwischen zwei Lagen Backpapier oder einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel auf 2 bis 3 mm aus. So klebt nichts und der Teig bleibt kühl.

Die Deckel werden zu dunkel
Spitzbuben backen wir bei 180 °C Ober- und Unterhitze nur 8 bis 10 Minuten, und zwar hell. Der Rand soll gerade goldgelb werden, nicht braun. Unsere Lösung: ab Minute 7 daneben stehen bleiben. Die dünnen Loch-Deckel sind oft 1 bis 2 Minuten vor den vollen Böden fertig, weil weniger Teig da ist. Wer Loch-Hälften und volle Hälften auf getrennte Bleche legt, hat es leichter mit dem Timing.
Das Gelee weicht den Keks auf
Wer warmes Gelee auf noch warme Plätzchen streicht, bekommt am nächsten Tag matschige Spitzbuben. Unsere Lösung: beide Hälften erst komplett auskühlen lassen. Auf den vollen Boden kommt etwa 1/2 Teelöffel Johannisbeergelee, dann setzen wir den Loch-Deckel vorsichtig auf. Den Puderzucker stäuben wir erst zum Schluss über die Deckel, sonst zieht er ein und verschwindet.
Gelee glatt rühren statt mit Klumpen füllen
Festes Johannisbeergelee ist oft stückig und lässt sich schlecht verstreichen. Hier hilft der Thermomix® erneut: Wir geben die 150 g Konfitüre in den sauberen Mixtopf und rühren sie 20 Sekunden auf Stufe 4 glatt. So entsteht eine seidige Füllung, die durch das Loch im Deckel sauber rot durchscheint. Wichtig bleibt: Die Füllung muss fest genug sein, flüssige Marmelade läuft seitlich heraus und klebt die Dose zusammen.

So wandeln wir Spitzbuben ab
Nussig: Wir ersetzen 50 g Mehl durch gemahlene Mandeln oder Haselnüsse. Das gibt mehr Biss und eine leichte Linzer-Note.
Schoko: 30 g Mehl gegen 30 g Kakao tauschen und statt Gelee eine Schokoladen-Ganache als Füllung nehmen.
Zitrus: Die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone in den Teig geben. Dazu passt eine fruchtige Zitrus-Konfitüre als Füllung.
Cremig: Statt Gelee füllen wir eine Buttercreme mit einem Schuss Rum ein. Diese Variante hält allerdings kürzer und gehört zügig gegessen.
Welche Plätzchen noch in die Weihnachtsdose gehören
Spitzbuben kommen selten allein auf den Teller. Wir kombinieren sie gern mit weiteren Weihnachtsrezepten aus dem Thermomix®. Diese Kombinationen funktionieren bei uns am besten:
- Vanillekipferl (mit Video) als zweiter Mürbeteig-Klassiker
- Schüttel-Kekse für die schnelle Backaktion mit Kindern
- Schoko-Erdnuss-Cookies als saftiger Gegenpart zu den knackigen Spitzbuben
- Gebrannte Mandeln für den Knabber-Vorrat zwischendurch
- Birnen Glühwein oder Kinderpunsch als Getränk zum Plätzchenteller
Teig vorbacken und Plätzchen frisch halten
Spitzbuben sind ein dankbares Vorrats-Gebäck. Den Teig kneten wir bis zu 3 Tage im Voraus und lassen ihn in Alufolie gewickelt im Kühlschrank. Vor dem Ausrollen kurz auf Raumtemperatur kommen lassen. Ungefüllt gebacken halten die Plätzchen in einer luftdichten Dose etwa 2 Wochen, ein Klassiker dieser Art bleibt länger frisch als modernes, feuchtes Gebäck. Ein Apfelschnitz in der Dose hält sie weich.
Gefüllte Spitzbuben essen wir innerhalb weniger Tage, weil das Gelee mit der Zeit in den Keks zieht und ihn weicher macht. Ungefüllt lassen sich die Hälften bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Servieren bei Zimmertemperatur auftauen, erst dann füllen und mit Puderzucker bestäuben. Für ein frisches Aroma reicht ein kurzes Aufwärmen, 3 Minuten bei 50 °C im Thermomix®-Varoma genügen, danach kurz abkühlen lassen.

Häufige Fragen rund um Spitzbuben aus dem Thermomix®
Dazu passt: Kaffee und Glühwein.
Schon probiert? Nussküsschen Thermomix®.
Kalte oder weiche Butter für den Teig?
Kalt. Die 130 g Butter kommen kalt gewürfelt in den Mixtopf und werden 3 Minuten auf Knetstufe untergeknetet. Der Thermomix® arbeitet sie ein, ohne sie zu erwärmen. Weiche Butter macht den Teig beim Backen breit.
Warum ohne Mandeln und Backpulver?
Viele Community-Rezepte nutzen gemahlene Mandeln plus Backpulver für einen weicheren Keks. Wir backen die pure Variante aus 250 g Mehl, weil Spitzbuben knackig und nicht fluffig sein sollen.
Welche Füllung passt am besten?
Klassisch Johannisbeergelee. Auch Aprikosen-, Erdbeer- oder Himbeergelee passen. Wichtig: die Füllung muss fest sein, flüssige Marmelade läuft heraus. 150 g reichen für 30 Stück.
Wie lange und bei welcher Temperatur backen?
8 bis 10 Minuten bei 180 °C Ober- und Unterhitze, hell. Der Rand soll gerade goldgelb sein. Die dünnen Loch-Deckel sind 1 bis 2 Minuten vor den vollen Böden fertig.
Warum reißt mein Teig beim Ausrollen?
Er ist zu kalt direkt aus dem Kühlschrank. 5 bis 10 Minuten akklimatisieren lassen, kurz durchkneten und zwischen zwei Lagen Backpapier 2 bis 3 mm dünn ausrollen.
Wann kommt der Puderzucker drauf?
Erst ganz zum Schluss auf die fertig zusammengesetzten Plätzchen. Streut man ihn zu früh auf, zieht er in den noch warmen Keks ein und ist nicht mehr sichtbar.
Wie lange halten Spitzbuben?
Ungefüllt rund 2 Wochen in einer luftdichten Dose, ein Apfelschnitz hält sie weich. Ungefüllt eingefroren 3 Monate. Gefüllte zügig essen, da das Gelee in den Keks zieht.
Funktioniert das in TM31, TM5 und TM6?
Ja, in allen Modellen identisch. 3 Minuten auf Knetstufe für den Teig, 20 Sekunden Stufe 4 zum Glattrühren des Gelees. Kein Modell-Unterschied.
Spitzbuben aus dem Thermomix®
Zutaten 0 / 7 ✓
- 130 g Butter
- 250 g Mehl
- 130 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Ei
- 50 g Puderzucker
- 150 g Konfitüre nach Geschmack
Anleitung 0 / 6
-
1
Teigzutaten.
Butter in Stücke schneiden und mit Mehl, Zucker, Vanillezucker und Ei in den Mixtopf geben und 3 Minuten/Knetstufe kneten.
- 130 g Butter
- 250 g Mehl
- 130 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Ei
-
2
Teig ruhen lassen.
Teig aus den Mixtopf nehmen, mit den Händen noch etwas durchkneten, in Alufolie wickeln und im Kühlschrank 1 Stunde ruhen lassen.
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3
Backofen heizen.
Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
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4
Teig ausrollen.
Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2 - 3 mm hoch ausrollen. Mit einer Plätzchenform (Stern, Kreis oder Herz) Plätzchen ausstechen und bei der Hälfte davon mit einem Apfelentkerner oder Ähnlichem ein Loch ausstechen.
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5
Backen.
Plätzchen auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben und in der Mitte des Backofens 8 - 10 Minuten hell backen. Plätzchen auskühlen lassen.
-
6
Bestreichen.
Die Plätzchen mit Loch auf der Oberseite mit Puderzucker bestreuen. Plätzchen ohne Loch auf der Innenseite mit Marmelade bestreichen und ein Plätzchen mit Loch daraufsetzen.
- 150 g Konfitüre
- 50 g Puderzucker
Tipp: Falls deine Familie größer ist, nimm einfach gleich die doppelte Menge an Zutaten. Du wirst sehen, es bleibt kein Plätzchen übrig.
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Nährwerte pro Portion
Unsere Helfer für gleichmäßige Plätzchen
Für saubere Spitzbuben brauchen wir vor allem zwei gleich große Ausstecher (einen vollen und einen mit Loch) und eine glatte Arbeitsfläche. Diese Helfer nutzen wir dafür gern:
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Sehr sehr feine Plätzchen so kenne ich sie noch aus meiner Kindheit. Danke für das Rezept die kommen sehr nahe an die Plätzchen meiner Tante ran.